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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Verbesserungen an den Wertstoffinseln im Stadtbezirk


    Überfüllter Wertstoffcontainer mit Flaschenbatterie  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
    Das muss doch nicht sein, oder?
    © Dr. Rüdiger Schaar

    Verunreinigte/überfüllte Wertstoffinsel?

    Jede/r Bürger*in kann Verunreinigungen an einer Wertstoffinsel oder volle Container direkt melden an:

    • die Servicefirma Cooperative Beschützende Arbeitsstätten e.V. (cba) über die Telefonnummer  089/ 54 34 36-38 oder  089 / 54 34 36-0 oder über das Kontaktformular auf der Homepage https://cbamuenchen.de/kontakt-ut/ 
       
    • die Firma Remondis über die kostenlose Telefonnummer 0800/12 23 255 (Mo-Fr 8:00-18:00 Uhr)

    Auch durch das Aufsprechen auf den Anrufbeantworter kann eine zusätzliche Reinigung außerhalb der normalen Reinigungszyklen veranlasst werden.

     

     

    Hilfe zur Selbsthilfe: Verschluss Einwurföffnung Glascontainer 2: 
Eine Holzplatte wird aufgeschraubt, um wenigstens am Wochenende von Samstag 19:00 Uhr bis Montagmorgen 7:00 Uhr Ruhe zu haben.  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
    Wenn sich alle an die Regeln halten, wäre Hilfe zur Selbsthilfe nicht nötig!
    © Dr. Rüdiger Schaar

    Bitte halten Sie sich an die Einwurfzeiten!

     

    Die Einwurfzeiten für Glas sind von Montag bis Samstag nur von 7:00-19:00 Uhr!

    Die Anwohner*innen haben ihre Nachtruhe und Sonn- und Feiertage ohne Lärmbelästigung ebenso verdient wie Sie und werden es Ihnen danken!

     

     

    Unterversorgung an Entsorgungsmöglichkeiten im Pasinger Südwesten auf Karte des AWM  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
    Die Unterversorgung mit Wertstoffinseln im Südwesten ist offensichtlich.
    © https://www.awm-muenchen.de/abfallentsorgung/abgabestellen-services/wertstoffinseln.html#c7350

    Anzahl an Wertstoffinseln zu gering!

    Das Thema Wertstoffinseln beschäftigt den Bezirksausschuss Pasing Obermenzing nicht erst seit der aktuellen Mandatsperiode. Auch in früheren Jahren gab es immer wieder Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern über die Sauberkeit an Wertstoffinseln und den Zustand der Container, über das verbotene Deponieren von Wertstoffen, Rest- und Sperrmüll an den Containern, über die Lärmbelästigung durch die Nichteinhaltung der Einwurfzeiten (Montag bis Samstag von 7:00-19:00 Uhr!) und die Überfüllung von Containern.

    Die Situation bei der Wertstoffentsorgung ist auch deshalb so unbefriedigend, weil es im Stadtbezirk - bezogen auf die Anzahl der ca. 77.000 Einwohner - einfach viel zu wenig Wertstoffinseln gibt, die in fußläufiger Entfernung die Entsorgung von Wertstoffen ermöglichen. Pro 1.000 Einwohner sieht eine Empfehlung der Bayerischen Staatsregierung aus den neunziger Jahren die Einrichtung einer Wertstoffinsel vor, die von der eigenen Wohnung nicht mehr als 200-300 m entfernt sein soll. Das würde rein rechnerisch ca. 77 Wertstoffinseln - möglichst gleichmäßig verteilt auf den Stadtbezirk - ergeben. De facto sind aber nur 55 Wertstoffinseln im Stadtgebiet platziert, wobei diese meist auf öffentlichem Grund und selten auch auf Privatgrund eingerichtet sind.

    Wertstoffinseln sollen möglichst zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar sein, um die kontinuierliche Entsorgung ermöglichen. Für die Anlieferung von großen Mengen an Wertstoffen wie Flaschenbatterien oder säckeweisen Plastik und Verbundverpackungen sind Wertstoffinseln nicht vorgesehen! 

    Säcke an Wertstoffinseln - Ein Ärgernis!  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
    Bitte die Säcke in die Container entleeren und nicht einfach abstellen!
    © Dr. Rüdiger Schaar

    Handlungsstrategie des BA 21

    Da ab 2021 wieder für drei Jahre die Rahmenbedingungen für die Entsorgung von Wertstoffen durch das Kommunalreferat - vertreten durch den Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM) und das Duale System - festgelegt wurden, hatte sich der Bezirkssauschuss in seiner Sitzung vom 07.07.2020 in einem einstimmig verabschiedeten Dringlichkeitsantrag an die Landeshauptstadt München gewandt und folgende Verbesserungen an die Wertstoffinseln gefordert:

    • Erhöhung der Entleerungsfrequenz auf mindestens dreimal pro Woche an hochfrequentierten Standorten mit Sicherstellung der Entsorgung auch in Urlaubszeiten und nach Feiertagen
    • Einbau von zeitgesteuerten Verschlüssen bei Glascontainern, damit kein Einwurf außerhalb der Einwurfzeiten werktags von 7:00 bis 19:00 Uhr erfolgen kann
    • Schnellerer Austausch von beschädigten Containern und Einführung von wertigeren Containern
    • Einführung eines 7-Tage-Telefons für die Reinigung von verschmutzten Wertstoffinseln
    • Häufigere Reinigung von verschmutzten Containern (bisher nur 1 mal/pro Jahr) bzw. Reinigung bei Bedarf
    • Klare Beschilderung an den Wertstoffinseln, dass das bloße Deponieren von Wertstoffen und das Sperrmüll- und Müllabladen bei Strafe verboten ist. Außerdem der Hinweis, wo bei Überfüllung der Container die nächsten Wertstoffinseln zu finden sind
    • Schaffung eines zentralen Ansprechpartners für alle Fragen zum Zustand an den Wertstoffinseln
    • Etablierung von ehrenamtlichen „Wertstoffinsel-Patinnen und –Paten“, die den Zustand und die Sauberkeit einer Wertstoffinsel im Auge behalten und notwendige Verbesserungen bei den Entsorgern und den Unternehmen, welche für die Pflege der Wertstoffinseln verantwortlich sind, einfordern können
    • Prüfung, ob nicht auch die Parkplätze von größeren Einkaufsmärkten für die Aufstellung von Sammelbehältern genutzt werden können
    • Einbau von sensorgesteuerten Containern, die den Füllungszustand automatisch übermitteln und die Entleerung anfordern
    • Einführung von Glascontainern, bei denen der Einwurflärm durch technische Maßnahmen reduziert wird
    • Verbesserung der Informationspolitik zum Thema Wertstoffinseln für alle Bezirksausschüsse

    Folgende vorgeschlagene Maßnahmen fanden in der BA-Sitzung am 07.07.2020 keine Mehrheit:

    • Einrichtung einer Videoüberwachung bei besonders kritischen Wertstoffinseln
    • Einführung von „Wertstoffinsel-Detektiven“ (WID), welche das Handeln von sich nicht korrekt verhaltenden Bürger*innen  an besonders kritischen Wertstoffinseln anlassbezogen überwachen, die Verursacher von illegalen Ablagerungen von Wertstoffen, Haus- und Sperrmüll ermitteln und zur Anzeige bringen

    Zusätzlich hat der Bezirksausschuss am 07.07.2020 eine "Handlungsstrategie" verabschiedet, die erläutert, wie im Stadtbezirk bei der Einrichtung von neuen Wertstoffinseln vorgegangen wird. In dieser Handlungsstrategie ist dargelegt, welche umfangreichen "harten" Kriterien bei der Einrichtung von Wertstoffinseln erfüllt sein müssen. Schließlich sind auch die Punkte aufgeführt, welche als "weiche" Kriterien leider nur im Ausnahmefall bzw. untergeordnet eine Berücksichtigung finden können.

    Weiterhin hat sich der Bezirksausschuss für die Einrichtung zusätzlicher Standorte im Bereich zwischen der westlichen Stadtbezirksgrenze, dem Pasinger Stadtpark und der Bodenseestraße eingesetzt, um die besonders frequentierte Wertstoffinsel in der Paosostraße zu entlasten. Die neuen Standorte werden hier in Kürze veröffentlicht, sobald die Genehmigung vorliegt.

    re: Wissenswertes über Plastik und Plastikvermeidung (Broschüre des AWM)  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
    Eigentlich der bessere Weg: Plastikvermeidung! (siehe Linkliste)
    © Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM)

    Änderungen bei Wertstoffen ab 2021

    Oder: Hoffen, dass die Verbesserungen greifen

    Der AWM informierte am 25.11.2020 zusammen mit den Firmen Remondis und Wittmann über die neue Abstimmungsvereinbarung mit dem Dualen System. Die wichtigsten Änderungen zum Thema Wertstoffinseln für die nächste Periode 2021-2023 sind:

    • Die Erfassung der Fraktionen Glas, Metall und Kunststoffe sowie Verbunde erfolgt weiterhin im öffentlich zugänglichen Depotcontainersystem im gesamten Stadtgebiet.
    • Metalle, Kunststoffe und Verbundpackungen müssen nicht mehr getrennt werden und können in Misch-Container eingeworfen. Die Trennung erfolgt in modernen Sortieranlagen.
    • Die Leerungsintervalle werden bedarfsgerecht angepasst (nach Bedarf, ca. 2/3 der Behälter mindestens 3 x wöchentlich und ca. 1/3 der Behälter mindestens 1x wöchentlich).
    • Im Rahmen der Siedlungsentwicklung in Neubaugebieten sind neue Standplätze zu schaffen bzw. in Bestandsgebieten zusätzliche Behälter aufzustellen (auch nur für Leichtverpackungen).
    • Die Meldung von verunreinigten Wertstoffinseln soll über Aufkleber mit QR-Codes auf den Containern mit Hinweis auf die Homepage einfacher möglich sein. Einfach scannen und weitersenden!
    • An „Brennpunkten“ wie Standorten mit groben Verunreinigungen und Sperrmüllablagerungen werden zusätzliche Aufkleber mit Hinweis zum nächstgelegenen Wertstoffhof für die Entsorgung von Sperrmüll angebracht.  
    • Die Informationspolitik für die Bürger*innen und die Bezirksausschüsse wird verbessert.

    Der Bezirksausschuss 21 möchte im Jahr 2021 Workshops mit Bürgerbeteiligung zum Thema "Müllvermeidung - Was jeder tun kann?" veranstalten. Außerdem ist für den Bezirksausschuss die Vorstellung der Aktivitäten der AWM zu Zero-Waste und Circular Economy geplant.

    Folgende Punkte sind aber auch klar geworden:

    • Ein schlüssiges Konzept, um die Ablagerung von Wertstoffen außerhalb der Container und Sperr- oder Hausmüll zu verhindern, gibt es nicht.  
    • Für Wertstoffe in großen Mengen (z. B. Flaschen oder Leichtverpackungen) ist weiterhin keine Abgabe in den städtischen Wertstoffhöfen des AWM möglich.
    • Pilotversuche mit anderen Systemen der Sammlung mit Gelbem Sack oder Tonne - auch in Eigenbereitstellung (= Gelbe Tonne oder Sack selbst auf die Straße stellen!) - hat das Duale System für die Periode 2021-2023 abgelehnt.
    • Unterflurcontainer (UFC) werden durch das Duale System nicht finanziert (auch nicht über die kommunalen Müllgebühren!).
    • Die letztliche Verantwortung für die Wahl des Entsorgungssystems liegt beim Stadtrat.