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Unterausschuss Planung


Mitglied im BA 21: Maria Osterhuber-Völkl (CSU)  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Marie Osterhuber-Völkl, Vorsitzende UA Planung
© BA21 (Fotograf Robert Haas)

Zusammensetzung, Aufgaben und Arbeitsweise

Vorsitzende: Maria Osterhuber-Völkl (CSU)
Stellv. Vorsitzender: Romanus Scholz (Grüne)
Schriftführerin:  Sven Wackermann (CSU)

Mitglieder:
Andreas Bergmann (Grüne)
Sophia Genikomsidis (Grüne)
Hans-Joachim Kilian (ÖDP)
Franziska Messerschmidt (SPD)
Dr. Constanze Söllner-Schaar (SPD)
Frieder Vogelsgesang (CSU)

 

Die Arbeit im Unterausschuss Planung

Der Unterausschuss ist mit insgesamt 9 Mitgliedern besetzt und tagt in der Regel einmal monatlich am Mittwoch vor der Bezirksausschusssitzung.
Im UA werden die großen planerischen Projekte des Stadtviertels vorbesprochen: Dies sind große Straßenbauprojekte, Maßnahmen des ÖPNV – von der U-Bahn-Planung bis zu Maßnahmen zum Fahrplan von Bussen und Tram. Ebenfalls beschäftigt sich der UA mit großen Baumaßnahmen, insbesondere was die Auswirkungen auf den Verkehr betrifft.

Die Zusammenarbeit im UA ist konsensorientiert, vertrauensvoll und konstruktiv.

 

Veränderungen in Pasing mit der Umgestaltung des Pasinger Zentrums

Das Verkehrskonzept

Um nicht den Fehler anderer Umgehungsstraßen zu machen, war es von vornherein klar, dass mit der Freigabe der Josef-Felder-Straße (NUP) das Pasinger Zentrum deutlich entlastet werden musste, endlich Platz für Einkaufen, Flanieren und Verweilen zu schaffen. Die Landsberger Straße wurde am Marienplatz und die Kaflerstraße am Pasinger Bahnhof für den Durchgangsverkehr gesperrt. Leider zeigt sich seit der Umgestaltung sehr deutlich, dass das Konzept mit einem Verkehrsberuhigten Bereich im Zentrum große Schwächen hat. Die wunderbaren breiten Gehwege werden rücksichtslos zugeparkt, der Versuch, den Individualverkehr aus dem Zentrum durch die Sperrungen am Marienplatz und in der Kaflerstraße am Pasinger Bahnhof herauszuhalten, wird praktisch minütlich missachtet. Dies ist ein großes Problem, mit dem sich der UA Planung regelmäßig beschäftigt und versucht mit einer Vielzahl von Anträgen an die LH München, dem Herr zu werden. Forderungen aus dem Bezirksausschuss dazu sind z.B. die Eiführung eines Parklizensierungsgebietes im Zentrum. Eine wesentliche Konsequenz dieser Einführung wäre, dass die Überwachung der Verstöße von der Polizei auf die Kommunale Verkehrsüberwachung überginge: Die Polizei wäre von dieser Aufgabe entlastet und die Kommunale Verkehrsüberwachung könnte mit mehr Personal dauerhafter und regelmäßiger vor Ort sein.

Weitere Probleme, die den Bezirksausschuss beschäftigen und bei denen eine Lösung in weiter Ferne zu sein scheint, ist das Verkehrsaufkommen in der Spiegel-/Bachbauern- und Irmonherstraße mit ständigen Staus, Taxistandplätze und das Parken der Taxen auf den Fuß- und Radwegen, eine durchgängige Radwegeverbindung entlang der Josef-Felder-Straße in die Innenstadt und das Fehlen einer sicheren Querung für Fußgänger im Bereich der Bushaltestellen in der Kaflerstraße. Hier ist der Vorschlag aus dem Bezirksausschuss, einen befestigten Mittelstreifen zu schaffen, der beispielsweise begrünt sein könnte.

Die Busse

Leider kam ein Busbahnhof im eigentlichen Sinn am Pasinger Bahnhof nicht zustande. So wurden die Haltestellen nun in der Kaflerstraße situiert, einfach beiderseits der Fahrbahn. Hier fehlen weiterhin eine ausreichende Überdachung für die wartenden Fahrgäste, sowie genügend Sitzgelegenheiten. Außerdem sind nicht alle Haltestellen – besonders nicht die Tramhaltestelle am Bahnhof – barrierefrei. Wie eine deutliche Verkehrsberuhigung z.B. in der Gleichmannstraße mit mindestens 45 durchfahrenden Bussen, geschafft werden kann, bleibt eine Herausforderung.

Die U-Bahn

Schon seit Jahren haben sich die meisten Stadtteilpolitiker*innen dafür eingesetzt, dass eine Verlängerung der U 5 vom Laimer Platz nach Pasing unbedingt kommen muss. Der Stadtrat der vergangenen Legislaturperiode hat unter der Kooperationsgemeinschaft von SPD und CSU nun diese Verlängerung endgültig beschlossen und die Finanzierung sichergestellt. Die Planfeststellung für den 1. Bauabschnitt Willibaldstraße ist erfolgt. Die Option der Weiterführung nach Freiham ist vorhanden.

Der Bahnhof und Bahnhofsvorplatz

Das historische Bahnhofsgebäude und der Bürklein-Bahnhof (in dem ein Cafe untergebracht ist) bis hin zum Pumpenhaus zeigen sich sorgfältig und herausragend restauriert und sind ein besonderer Gewinn für Pasing. Leider wird der Platz vor dem Bahnhofsgebäude häufig von den verschiedensten Fahrzeugen zugestellt, Aktionsflächen der DB versperren den Blick oder die Flächen werden von Parteien und Gruppierungen des rechtsradikalen Spektrums missbraucht. Diese Missstände zu beseitigen ist ebenfalls ein ständiges Anliegen des Bezirksausschuss. Beim Wunsch der Bevölkerung und des Bezirksausschuss, auf dem Bahnhofsvorplatz wieder eine Uhr aufzustellen, sieht sich der Bezirksausschuss in Zusammenarbeit mit der DB auf einem guten Weg.

Pasing Arcaden und Hofgärten

Außerordentlich gut angenommen bei der Bevölkerung – weit über den Münchner Westen hinaus, sind die Pasing Arcaden. Das bedeutet aber für die Geschäftsleute im Bereich Bäcker- und Gleichmannstraße, Marienplatz und Planeggerstraße mit dem Eschenhof eine große Herausforderung, um ausreichend Kundschaft zubekommen. Die Hofgärten mit dem Postamt, vielen Arztpraxen und verschiedenen kleineren Geschäften werden ebenfalls sehr gut angenommen.

Hier gilt es – ob am Bahnhof, vor den Geschäften der Hofgärten oder den Pasing Arcaden für eine deutliche Verbesserung beim Abstellen von Fahrrädern zu sorgen. Eine große Anzahl von Fahrradabstellplätzen wären an der Josef-Feder-Straße (auf Höhe des Bahnhofsgebäudes) vorhanden, die aber leider nicht genutzt werden.

Die Großprojekte

Neubau am Pasinger Marienplatz: Ursprünglich sagte ein Gutachten aus, dass zur positiven Entwicklung der Einkaufswelt in Pasing der Bau eines Einkaufszentrums am Pasinger Marienplatz – vor allen anderen Baumaßnahmen notwendig wäre. Nun ist es anders gekommen, aber die Pasinger*innen dürfen sich auf die baldige Fertigstellung des Gebäudes, das zwei Lokale, Lebensmittels-Discounter und ein Hotel beherbergen soll, freuen.

Neben den Pasing Arcaden stehen ebenfalls kurz vor der Fertigstellung die Gebäude von „Pasing Central“. Hier entstehen neben vielen Wohnungen auch Verkaufsflächen und Lokale.

Ecke Offenbach-/Landsbergerstraße entsteht ein Wohn- und Bürogebäude, der daneben liegende Park ist bereits fertig gestellt. In das Gebäude werden Dienststellen aus dem Rathaus Pasing verlagert werden.

Das Gelände rund um die ehemalige Kuvertfabrik wird ebenfalls mit mehreren Wohngebäuden bebaut. Selbstverständlich wird es auch eine Kindertagesstätte und Einkaufsmöglichkeiten geben. Verbunden werden alle Gebäude von der Offenbachstraße kommend über den Park durch die weitergeführte Promenade der Pasing Arcaden.

Abgeschlossen wird das Gebiet beim Umspannwerk an der Straße Am Knie/Kreuzung Josef-Felder-Straße mit einem Hochhaus. Dies befindet sich gerade in der Phase des Bauantrags.

Bei allen diesen Großprojekten hat der Bezirksausschuss versucht, mit größtmöglichen Einsatz, die Belange von Pasing zu vertreten und das Beste im Interesse der Bevölkerung herauszuholen.

 

Die Situation in Obermenzing

Die Verdistraße

Ein Problem für Obermenzing ist die Belastung durch den Verkehr in der Verdistraße. Neben Lärm, Schmutz und Feinstaub, neben der Gefährdung für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen bleibt das Problem, dass diese Straße das Stadtviertel durchschneidet. Leider ist es in Jahrzehnte langen Planungen und Überlegungen weder der LH München noch dem Bezirksausschuss gelungen, hier zu einer Lösung zu kommen.

Die Nachverdichtung

Wohnraum in München ist knapp und die Grundstückspreise sind enorm. So ist es zwar durchaus nachvollziehbar, dass Grundstücke, auf denen kleine Einfamilienhäuser stehen, nach dem Abbruch mit einem maximalen Baukörper zugebaut werden, aber der Bezirksausschuss macht immer wieder gegenüber der LH München deutlich, dass der Gartenstadt-Charakter in vielen Gebieten Obermenzings und Pasings besonders geschützt werden muss.

Maria Osterhuber-Völkl
Vorsitzende UA Planung