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Konzeption einer Kindertageseinrichtung


    Konzeptionelle Grundfragen

    Um eine Betriebserlaubnis zur Gründung einer Kindertageseinrichtung erhalten zu können, müssen Sie eine pädagogische Konzeption und eine einrichtungsbezogene Kinderschutzkonzeption vorlegen.

    Pädagogische Konzeption

    Das pädagogische Konzept beschreibt die Umsetzung des Bildungsauftrags aus Artikel 10, Absatz 1 des BayKiBiG im Alltag in der Kita. Die Vorgaben des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan müssen sich im Konzept wiederfinden.

    Die Eltern der betreuten Kinder erarbeiten gemeinsam mit dem Fachpersonal ein pädagogisches Konzept, das bei Antragstellung vorgelegt wird.

    Das pädagogische Konzept der Eltern-Kind-Initiative muss veröffentlicht werden, beispielsweise auf der Homepage der Eltern-Kind-Initiative. Um ein erfolgreiches Umsetzen des Konzepts zu gewährleisten, ist es sinnvoll, dieses mit dem beschäftigten Personal abzusprechen und weiterzuentwickeln.

    Das Konzept orientiert sich an den Vorgaben des § 45 SGB VIII und des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplans. Es spiegelt die Erziehungsvorstellungen der Eltern wider und ist regelmäßig fortzuschreiben.

    Bedarfsgerecht wird das Konzept fortgeschrieben. Konzeptionelle Änderungen sind mit dem Referat für Bildung und Sport abzusprechen. Grundsätzlich sind ist der Träger für die Erstellung, Umsetzung und Weiterentwicklung des pädagogischen Konzepts zuständig.

    Rahmenbedingungen wie zum Beispiel Öffnungszeiten, Altersmischung, Platzzahl müssen dargestellt werden. Darüber hinaus muss das pädagogische Konzept folgende Themen beleuchten:
     

    Trägerprofil, Leitbild, Grundsätze

    Neben den Kontaktdaten vom Träger und von der Einrichtung, enthält das pädagogische Konzept Angaben zu Leitbild und Grundsätzen. Dies können bei kirchlichen Trägern etwa religiöse Wertvorstellungen sein. Andere freigemeinnützige Organisationen können Ihre Mission und Ihre Prinzipien darstellen. Elter-Kind-Initiativen fomulieren die pädagogischen Grundideen und Haltungen der Elternschaft.
     

    Bildungs- und Erziehungsarbeit

    Kindertageseinichtungen haben nach Artikel 10 des Bayerisches Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz (BayKiBiG) einen Auftrag zur Bildung und Erziehung. Das pädagogische Konzept beschreibt, wie dieser Auftrag im Alltag der Kindertageseinrichtung umgesetzt wird. Dabei orientiert sich das Konzept am Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan (BayBEP) beziehungsweise der Empfehlung für die pädagogische Arbeit in bayerischen Horten.

    Weiterhin sind im Rahmen der Bildungs- und Erziehungsarbeit (4. Teil BayKiBiG und §§ 1-13 AVBayKiBiG) unter anderem folgende Aspekte zu betrachten:

    • Beteiligungs- und Beschwerdemöglichkeiten für Kinder
    • Zusammenarbeit von Eltern und Betreuungspersonen im Rahmen der Erziehungspartnerschaft
    • Inklusion von Kindern mit Behinderung und Förderung von Kindern aus Familien mit Migrationshintergrund
    • Maßnahmen der Qualitätsentwicklung und -sicherung sowie Fortbildungsangebote für das Personal
    • Gegebenfalls besondere pädagogische Schwerpunkte
       

    Altersmischung und Tagesablauf

    • Darstellen wie auf die entwicklungsspezifischen Bedürfnisse eingegangen wird, insbesondere bei Altersmischungen in der Einrichtung
    • geplanter Tagesablauf für die jeweilige Altersgruppe
    • Orientierung an Bedürfnissen bei Alterschmischung
    • Altersmischung und Entwicklungsstand
       

    Inklusion

    Die Aufnahme von Kindern mit Behinderung ist im Rahmen der Einzelintegration nach Artikel 2 Absatz 3 BayKiBiG erwünscht. Es ist jedoch im Einzelfall sicherzustellen, dass eine angemessene Förderung des Kindes gewährleistet ist. Grundsätzlich ist die Betreuung von Kindern mit Behinderung mit dem üblichen Personalschlüssel zu erbringen. Die Erhöhung des Personalschlüssel hängt von der Zahl der Kinder mit Behinderung ab.

    Werden maximal zwei Kinder mit Behinderung betreut, bietet die Kita sogenannte Einzelintegration an. Bei drei Kindern pro Einrichtung spricht man von einer Integrationseinrichtung. Für diese ist eine angepasste Betriebserlaubnis notwendig.

    Für die Finanzierung nach BayKiBiG ist für jedes Integrationskind ein Eingliederungshilfebescheid gemäß § 99 SGB IX durch den Bezirk erforderlich, der dem Referat für Bildung und Sport vorzulegen ist. 

    Organisationskonzept

    Zusätzlich müssen Sie weitere gesetzliche Vorgaben, wie Trägerform, Hygieneplan und Schutzvorschriften, Ernährungs- und Versorgungskonzept und Elternbeiträge und Buchungszeiten beachten.

    Trägerform

    Angabe der Trägerform wie GmbH, GbR, e. V..
    Freigemeinnützige und sonstige Träger. Eltern-Kind-Initiativen haben meist die Form eines gemeinnützigen Vereins (e.V.).
     

    Hygieneplan und Schutzvorschriften

    Im Organisationskonzept müssen gesetzliche Vorgaben, wie zum Beispiel Hygienevorschriften, Lebensmittelrecht, Arbeitsschutz, Infektionsschutzgesetz, Vorschriften zur Unfallverhütung der Landesunfallkasse oder anderer einschlägiger Versicherungsträger beachtet werden.
     

    Ernährungs- und Versorgungskonzept

    Das Konzept sollte eine Darstellung beinhalten, in welcher Form die Kinder versorgt werden. Essen kann beispielsweise von einem Caterer geliefert oder in der Einrichtung frisch gekocht werden. In Eltern-Kind-Initiativen kann die Verpflegung auch durch Elterndienste organisiert werden. Gesetzliche Vorgaben zum Lebensmittelrecht sind zu beachten.


    Elternbeiträge und Buchungszeiten

    Elternentgelte sind nach Buchungszeiten der Kinder zu staffeln. Diese können gemäß der Münchner Förderformel oder der Richtlinie EKI-Plus reduziert werden.