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Automotive


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© BMW Group

Fahrzeugbau in der Metropolregion München

Die Automobilindustrie ist der wichtigste Industriezweig der Metropolregion München, gemessen an Umsatz und Zahl der Beschäftigten. Wesentliche Stärke am Standort ist die räumliche Konzentration von Herstellern, Zulieferern, Hochschulen und Forschung.

In der Landeshauptstadt München und der Metropolregion sind internationale Konzerne der Automobilbranche ansässig. Mit der BMW Group und dem Nutzfahrzeughersteller MAN / Volkswagen Gruppe haben zwei weltweit tätige Fahrzeughersteller hier ihren Unternehmenssitz. Hinzu kommen viele Zulieferer und sonstige Dienstleister wie Knorr-Bremse, Osram, iwis Ketten, Webasto, Infineon und ESG. Die räumliche Nähe zu Ingolstadt und der dort ansässigen Audi AG erweitert noch dieses große Netzwerk.

In München sind 50.000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen unmittelbar im Fahrzeugbau tätig. 2015 arbeiteten in Bayern insgesamt rund 197.000 Menschen in 1.100 Unternehmen in der Gesamtbranche. Sie machten einen Umsatz von 102 Milliarden Euro. (Zahlen: Invest in Bavaria). Die Betriebe der Region München erzielen rund 80% der in Bayern erwirtschafteten Umsätze. Jedes vierte deutsche Auto wird in Bayern produziert.

Mehr zur Münchner Automobilbranche finden Sie in der 2013 erschienenen Studie Fahrzeugbau in der Europäischen Metropolregion (EMM), die gemeinsam von der IHK für München und Oberbayern, vom Referat für Arbeit und Wirtschaft und der IHK Schwaben beauftragt wurde.

Forschung innovative Mobilität

Wie möchten Menschen in Zukunft mobil sein? Die Innovationskraft der Automobilbranche in München speist sich aus der Vernetzung mit dem ausgeprägten Forschungspotenzial der Münchner Universitäten, den Hochschulen für angewandte Wissenschaften und außeruniversitären Einrichtungen. Elf bayerische Universitäten und 17 Fachhochschulen bieten in Bayern eine gute Basis für Forschung und Entwicklung. In vielen der Hochschulen wird automobilspezifisches Wissen vermittelt. Die Technische Universität München betreibt das Wissenschaftszentrum Elektromobilität.

Um den künftigen Anforderungen gerecht zu werden, baut die BMW Group eine umfangreiche Erweiterung ihres Innovationszentrums FIZ Future in München. Auf zusätzlichen 26 Hektar Fläche bietet es nach Fertigstellung 2019 zusätzliche 5.000 Arbeitsplätze - vor allem für Ingenieure, Designer, Softwareentwickler und IT Spezialisten. Vernetzte Teams werden hier an den Themen Elektromobilität, autonomes Fahren und Digitalisierung arbeiten.

Cluster

Der Cluster Automotive intensiviert die Zusammenarbeit von Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Dadurch soll die Innovationskraft der bayerischen Wirtschaft erhöht werden. In Projekten werden die Mitglieder bei gemeinsamen Forschungsvorhaben und bei der Akquise von Fördermitteln begleitet. Hier eingeflossen ist die Arbeit des Netzwerks Baika, welches kleinen und mittleren Unternehmen Veranstaltungen zu breit gefächerten Fachthemen der Automotive-Branche bot.

Elektromobilität  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Peshkova / Shutterstock.com

Elektromobilität

Das Bundesverkehrsministerium hat München zu einer von bundesweit acht Modellregionen für Elektromobilität erklärt. Die regionalen Aktivitäten werden von den Stadtwerken München (SWM) koordiniert. Im Rahmen der Modellregion haben die SMW, Siemens und die BMW Group gemeinsam ein Pilotprojekt ins Leben gerufen, in dem Elektrofahrzeuge getestet werden und ein Netz aus Stromtankstellen im Stadtgebiet errichtet wird.

Seit 2015 setzt die Stadt München ein Integriertes Handlungsprogramm zur Förderung der Elektromobilität (IHFEM) um, das ein breites Maßnahmenspektrum umfasst. Rund 30 Millionen Euro hat die Stadt bis Ende 2017 bereits für die Förderung von Elektrofahrzeugen und die erforderliche Infrastruktur veranschlagt.

Die Münchner Firma Cirrantic hat eine App entwickelt, die den Ladebedarf von E-Autos ermittelt.

Autonomes Fahren

Das Projekt "Digitales Testfeld Autobahn“ soll zukünftig den Verkehr fließender und sicherer machen. Hier arbeiten BMW, Audi und Siemens zusammen. Unter anderem ein Teilabschnitt der A9 wird digitalisiert und technisch so ausgerüstet, dass Assistenzsysteme und später auch vollautomatisierte Fahrzeuge getestet werden können. Schwerpunkte sind die Car-to-Car- und Car-to-Infrastructure-Kommunikation. Das bedeutet, dass Autos Informationen untereinander und mit der Fahrbahn austauschen. Radarsensoren an den Fahrzeugen sollen Verkehrsdichte, Tempo und Abstand messen. Die A9 soll vor Nässe, Glatteis und Hindernissen auf der Fahrbahn warnen. Eingesetzt wird der Mobilfunkstandard 5G. Gegenüber dem aktuellen LTE-Standard hat das 5G eine höhere Bandbreite und bietet eine schnellere Datenübertragung, denn man benötigt die Übertragung der Daten in Echtzeit. Zudem wird die Straße selbst aufgerüstet: Einheitliche Beschilderung und erkennbare Fahrstreifen sind erforderlich.

In der ersten Ausbauphase werden in diesem Jahr Radarsensorik-Anlagen am Digitalen Testfeld Autobahn installiert.

Stand: Oktober 2017