Top
Logo der Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Biotechnologie und Pharma


Biotechnologie  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Irina Tischenko / Shutterstock.com

Breites Spektrum von Auftragsforschung bis Life Sciences

Die Metropolregion München (EMM) gehört zu den herausragenden Standorten der Biotech- und Pharmaindustrie in Deutschland: 15 Prozent der deutschen Biotechnologie-Unternehmen haben ihren Hauptsitz in der EMM, 30 Prozent der nationalen biotechnologischen Wirkstoffentwicklung finden hier statt. Diese bedeutende Position ist besonders hoch einzuschätzen im Hinblick auf den intensiven weltweiten Wettbewerb.

München – Beschäftigung und Umsatz

Laut der Studie Biotechnologie- und Pharmaindustrie in der EMM (2014) waren im Studienzeitraum in der Metropolregion rund 23.000 Beschäftigte in 377 Biotechnologie- und Pharmaunternehmen tätig und erwirtschafteten einen Umsatz von rund 8,5 Mrd. Euro. Dazu kamen etwa 10.000 weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in öffentlichen und privaten Forschungseinrichtungen und Universitäten. Insgesamt zählte die Studie bereits 33.000 Beschäftigte am Standort in dieser hochtechnologisierten und innovativen Branche.

In der dynamischen Branche gab es in den letzten Jahren mehr als 40 Firmenneugründungen. Die Schwerpunkte der Unternehmen liegen in der roten Biotechnologie – also im pharmazeutisch-medizinischen Bereich. Besondere Stärken sind die Personalisierte Medizin und die Immuntherapie.

Die Region München hat auch international hohe Anziehungskraft. Als Motor der erfolgreichen Entwicklung gilt die enge Zusammenarbeit zwischen natur- und biowissenschaftlichen Forschungseinrichtungen und in München ansässigen Firmen. Nationale und internationale Unternehmen wie Amgen GmbH, Aenova, Bavarian Nordic GmbH, Bio-Rad Laboratories GmbH, Bristol-Myers Squibb (BMS), Neovii Biotech GmbH, GE Health Care Deutschland, GlaxoSmithKline (GSK), Hexal, Morphosys oder Roche Diagnostics haben ihren Sitz in München oder der Region. → zur Studie 2014

Wissenschaft

Eine Grundlage für den Erfolg der Biotechnologie- und Pharmabranche im Raum München ist die fruchtbare Wissenschaftslandschaft mit den zwei Exzellenz-Universitäten LMU und TU München, drei renommierten Max-Planck-Instituten und dem Helmholtz-Zentrum.

Biotechnologie- und Pharma-Cluster

Ein anerkanntes und effektives Netzwerkmanagement bietet die Clusterorganisation BioM. Seit nun zwei Jahrzehnten fördert BioM den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, aquiriert Fördermittel und organisiert den Spitzencluster M4, der sich den Zukunftsfeldern Personalisierte Medizin und zielgerichtete Therapien widmet.

Großhadern-Martinsried

Im Bereich Biomedizin vernetzen sich im Südwesten Münchens, in Großhadern-Martinsried bereits das Klinikum Großhadern, das Genzentrum der LMU sowie die Max-Planck-Institute für Biochemie und Neurobiologie. Zusätzlich gibt es hier seit 2015 das BioMedizinische Zentrum BMC auf dem HighTechCampus der LMU in Großhadern.

Freising-Weihenstephan

Der Forschungsschwerpunkt in Freising-Weihenstephan im Norden Münchens liegt auf den Agrar-, Bio- und Ernährungswissenschaften. Hier befinden sich neben der Hochschule für angewandte Wissenschaften Weihenstephan-Triesdorf auch wichtige Bereiche des Innovations- und Gründerzentrums IZB.

Studie Biotech und Pharma  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Olga Miltsova / Shutterstock.com

Entwicklungstrends

Die Münchner Unternehmen haben auch stürmische Entwicklungen der Branche durch politische Veränderungen und internationale Konkurrenz in den letzten Jahren gut gemeistert.

Die Innovationskraft von Biotech-Unternehmen wird auch in der Medikamentenpipeline deutlich: München ist der ein­zige Standort in Deutschland, bei dem Biotech-KMUs schon an acht zugelassenen Medikamenten mitgewirkt haben. Ein neuntes Medikament steht vor der Zulas­sung. Die Finanzierung von zukunftsweisenden Firmen ist im Jahr 2016 sehr gut gelungen, mit Finanzierungsrunden von 15-, 17- und 40 Millionen Euro bei den drei Fir­men Rigontec, Immunic, iOmx. Die iOmx-Fi­nanzierung war dabei die größte in Deutschland.

Beim Thema Digitalisierung handelt die BioM als aktiver Innovationstreiber: Mit Fachveranstaltungen, etwa mit dem neu in München angesiedelten IBM-Watson, vernetzt sie die Branche und fördert den Wissenstransfer zwischen der Biotechnologie, Pharma und der IuK-Branche.

Stand: Oktober 2017