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Handwerk und Baugewerbe


Gitarrenbauer arbeitet in seiner Werkstatt an einen Instrument  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Michael Schumann, Handwerkskammer für München und Oberbayern

Solide Basis mit Zukunft

Das Handwerk bildet eine solide Basis für die Münchner Wirtschaft. Viele Betriebe arbeiten als Zulieferer für die Verarbeitende Industrie und profitieren von deren Aufschwung.

Handwerk in München

Für Münchner Handwerksbetriebe verlief das Jahr 2017 äußerst positiv. Laut Konjunkturumfrage der HWK für München und Oberbayern nannten beachtliche 91 % der Betriebe beim Geschäftslage-Index ihre Situation 'gut' oder 'befriedigend' - besser waren die Ergebnisse noch nie. Viele Betriebe arbeiteten weiter an ihren Kapazitätsgrenzen: Der durchschnittliche Auslastungsgrad lag bei 80 % - sogar noch ein Prozent höher als im Vorjahr. Letztmals waren die Kapazitäten zu Beginn der 90er Jahre so stark angespannt.*

Umsatz und Beschäftigung

Mit einem Umsatzplus von 4,0 % gegenüber dem Vorjahr schloss das Münchner Handwerk das Wirtschaftsjahr 2017 ab. Das Umsatzvolumen stieg dabei auf 10,8 Milliarden Euro. Prozentual den größten Zuwachs verbuchte das Lebensmittelgewerbe (+ 5,8 %), aber auch das Handwerk für den gewerblichen Bedarf und das Bauhauptgewerbe liegen deutlich über dem Durchschnitt.

Zwar hat sich die Zahl der Unternehmen in München erneut verringert (-1,6 %). Doch erneut gab es zugleich einen leichten Anstieg bei der Zahl der Beschäftigten (+0,9 %). Aktuell arbeiten in München rund 75.300 Personen in 21.140 Handwerksbetrieben.

Handwerk in Bayern

Die meisten Betriebe in Bayern finden sich im Ausbaugewerbe (etwa Maler und Klempner), gefolgt vom Handwerk für den privaten Bedarf (etwa Friseure, aber auch die Bereiche Gesundheits- und Körperpflege). An dritter Stelle liegt das Handwerk für den gewerblichen Bedarf - etwa Metallbauer oder Feinmechaniker.

Im Jahresdurchschnitt 2017 beschäftigte das Handwerk in Bayern rund 927.000 Menschen: Ein Zuwachs von 0,7 % gegenüber dem Vorjahr. Dabei entstanden letztes Jahr im bayerischen Handwerk 7.000 neue Arbeitsplätze.

Besonders positiv verlief die Entwicklung in der bayerischen Bauwirtschaft. Die Umsätze stiegen im Bauhauptgewerbe bayernweit um 10,2 % an. Dabei konnte das Münchner Baugewerbe  immerhin ein Plus von 5,5 % vorweisen. 

Fachkräftemangel

Der Fachkräftemangel bleibt das beherrschende Thema im Handwerk. Die jährliche Umfrage der HWK verdeutlicht dies: In nur 39 % der befragten Handwerksbetriebe sind alle Stellen besetzt. 33 % der befragten Firmen würden gern weitere Beschäftigte einstellen und für 28 % der Handwerkbetriebe hemmt diese Situation massiv ihre Entwicklungsmöglichkeiten. In 45 % der Betriebe versucht man, durch eigene Ausbildung dem Fachkräftemangel zu begegnen. 35 % der Betriebe setzen auf Weiterbildung. Kurzfristig schaffen diese Maßnahmen aber keine Abhilfe. Fehlende Kapazitäten müssen durch Mehrarbeit und Überstunden aufgefangen werden.

Das Handwerk in München und in Bayern bietet also weiterhin gute Chancen für Fachkräfte und Ausbildungsplatzsuchende.

* Münchner Jahreswirtschaftsbericht 2018. S. 29

Stand: September 2018

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