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Handwerk


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Solide Basis mit Zukunft

Das Handwerk bildet eine solide Basis für die Münchner Wirtschaft. Viele Betriebe arbeiten als Zulieferer für die Verarbeitende Industrie und profitieren von deren Aufschwung.

Handwerk in München

Für Münchner Handwerksbetriebe verlief das Jahr 2016 äußerst positiv. Laut Konjunkturumfrage der HWK für München und Oberbayern nannten beachtliche 87 % der Betriebe beim Geschäftslage-Index ihre Situation 'gut' oder 'befriedigend'. Viele Betriebe arbeiteten weiter an ihren Kapazitätsgrenzen: Wie schon im Vorjahr lag der durchschnittliche Auslastungsgrad bei 79 %. Nur zu Beginn der 90er Jahre war er noch höher.*

Umsatz und Beschäftigung

Mit einem Umsatzplus von 3,1 % gegenüber dem Vorjahr schloss das Münchner Handwerk das Wirtschaftsjahr 2016 ab. Das Umsatzvolumen stieg dabei erstmals über die 10-Milliarden Euro-Marke. Prozentual den größten Zuwachs verbuchte das Kraftfahrzeuggewerbe (+ 5,7 %), gefolgt vom Bauhauptgewerbe (+ 3,6 %). Insgesamt stiegen 2016 die Umsätze aller Gewerbegruppen.

Zwar hat sich die Zahl der Unternehmen in München erneut verringert (-2,9 %). Doch zugleich gab es einen leichten Anstieg bei der Zahl der Beschäftigten (+0,7 %). Aktuell arbeiten in München rund 74.600 Personen in 21.480 Handwerksbetrieben.

Die meisten Betriebe in München finden sich im Ausbaugewerbe (etwa Maler und Klempner), gefolgt vom Handwerk für den gewerblichen Bedarf (etwa Metallbauer, Feinmechaniker). An dritter Stelle liegen die personenbezogenen Dienstleistungen - hierzu zählen Friseure, aber auch die Bereiche Gesundheits- und Körperpflege.

Handwerk in Bayern

Im Jahresdurchschnitt 2016 beschäftigte das Handwerk rund 920.000 Menschen in Bayern - ein Zuwachs von 0,7 % gegenüber dem Vorjahr.

Besonders positiv verlief die Entwicklung in der bayerischen Bauwirtschaft. Bemerkenswert ist vor allem der enorme Auftragsanstieg mit einer Zunahme von 9,9 % gegenüber dem Vorjahr. Besonders der öffentliche Bau trug zu dieser Auftragslage bei. Entsprechend positiv sind die Geschäftserwartungen auch für 2017.

Fachkräftemangel

Der Fachkräftemangel bleibt das beherrschende Thema im Handwerk. Die jährliche Umfrage der HWK verdeutlicht dies: In nur 50 % der befragten Handwerksbetriebe sind alle Stellen besetzt. 27 % der befragten Firmen würden gern weitere Beschäftigte einstellen und für 23 % der Handwerkbetriebe hemmt diese Situation massiv ihre Entwicklungsmöglichkeiten. In 45 % der Betriebe versucht man, durch eigene Ausbildung dem Fachkräftemangel zu begegnen. 35 % der Betriebe setzen auf Weiterbildung. Kurzfristig schaffen diese Maßnahmen aber keine Abhilfe. Fehlende Kapazitäten müssen durch Mehrarbeit und Überstunden aufgefangen werden.

Das Handwerk in München und in Bayern bietet also weiterhin gute Chancen für Fachkräfte und Ausbildungsplatzsuchende.

* Münchner Jahreswirtschaftsbericht 2017. S. 30

Stand: November 2017

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