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Kultur- und Kreativwirtschaft in der Landeshauptstadt München


Teilbericht für die Stadt

Das Referat für Arbeit und Wirtschaft hat erneut untersucht, wie sich die Lage der Kultur- und Kreativwirtschaft darstellt. Beauftragt wurde der Datenreport zur Kultur- und Kreativwirtschaft in der Metropolregion 2016 gemeinsam mit Europäische Metropolregion München e.V., FilmFernsehFonds Bayern, der IHK für München und Oberbayern und – als neuem Partner – der Handwerkskammer für München und Oberbayern.

Die Analyse setzt den Untersuchungsansatz von 2012 fort (EMM 2012, 2. Teilbericht).
Auch diesmal konzentriert sich eine eigene Betrachtung – der Datenreport zur Kultur- und Kreativwirtschaft der Landeshauptstadt München 2016 – als Teilbericht auf die Stadt München.

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© Palo_ok / Shutterstock.com

Ergebnisse der Studie für die Landeshauptstadt München

15.321 Selbständige und Unternehmen mit insgesamt 68.035 Erwerbstätigen zählen zum Kernbereich der Münchner Kultur- und Kreativwirtschaft. Der Umsatzanteil der Kreativwirtschaft an der Münchner Gesamtwirtschaft liegt bei 3,8% und damit deutlich höher als der Bundesdurchschnitt von 2,4%.

Das überdurchschnittliche Wachstum der Kultur- und Kreativwirtschaft Münchens beruht auf der Wirtschaftsleistung der Mehrheit der insgesamt elf Teilmärkte – ein Zeichen für eine breit aufgestellte, stabile und stetige Entwicklung, die deutschlandweit ihresgleichen sucht.

Die umsatzstärksten vier Teilmärkte erreichen dabei sogar eine bundesweite Marktdominanz: Dies sind die Unternehmen der Filmwirtschaft (18 % Anteil am bundesweiten Umsatz), des Buchmarkts und des Kunstmarkts (je 10 %) sowie des Münchner Werbemarkts (9%). Aber auch die Designwirtschaft (8%) und die Musikwirtschaft (7%) erreichen bundesweit überdurchschnittlich gute Marktpositionen.

Alleinstellungsmerkmal: Kulturelle und kreative Teilmärkte ausgewogen
Die genannten Ergebnisse unterstreichen zudem ein Alleinstellungsmerkmal Münchens. Denn unter den genannten Zugpferden der Wirtschaftsleistung sind überdurchschnittlich viele eher kulturell ausgeprägte Teilmärkte.

In vielen vergleichbaren Standortregionen dominieren oftmals die zwei eher kreativen Teilmärkte, nämlich der Werbemarkt und die Software-/Gamesindustrie. Doch München kann hier auf die jahrzehntelang gewachsenen Strukturen seiner Kulturmärkte bauen.

Kreativwirtschaft München - Erwerbstätige. Umsatz. Quelle: Datenreport Kultur- und Kreativwirtschaft 2016  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Referat für Arbeit und Wirtschaft

Erweiterte Analyse

Das Entwicklungspotential der Branche
Durch ein neues, erweitertes Analysemodell erfasst der München-Report ebenso wie der Bericht zur Metropolregion neben dem Kernbereich erstmals systematisch auch Selbständige, die weniger als 17.500 Euro Umsatz jährlich erzielen, sowie geringfügig beschäftigte Minijobber (zusammen: Minibereich).

Dieses Modell rückt die sogenannte kleine Kultur- und Kreativwirtschaft als künstlerisch-experimentelles Feld ins Licht. Und damit auch die Frage, bei der die Arbeit des Kompetenzteams Kultur- und Kreativwirtschaft der Landeshauptstadt München ansetzt: Welche Bedingungen braucht es, damit die Akteure der Branche ihr Potential voll entfalten können? Besonderes Augenmerk legt die Stadt München dabei auf die aktuellen Zahlen zur Einkommenssituation in den Künstler- und Kulturberufen als Herzstück der Kultur- und Kreativwirtschaft.

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