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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

IKT - Informations- und Kommunikationstechnologie


Junger Mann oder junge Frau am Schreibtisch vor drei Bildschirmen mit Händen auf der Tastatur  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Indypendenz / shutterstock.com

München hält Spitzenposition im deutschen IKT-Sektor

Nirgendwo sonst in Deutschland gibt es mehr Unternehmen in der IT-, Software-, und Kommunikationsbranche als in und um München. Im Vergleich mit anderen innovationsstarken Regionen arbeiten in München mehr Beschäftigte und erwirtschaften deutlich höhere Umsätze.

Die IKT-Branche - mit ihren drei Segmenten Dienstleistungen, Großhandel und Produktion - zählt zu Münchens dynamischsten und stärksten Branchen. Die meisten Betriebe und Beschäftigten sowie den höchsten Umsatz weist der Bereich Dienstleistungen aus. Die Warenproduktion ist, relativ gesehen, der umsatzstärkste Teilsektor.

Mittlerweile sind in der Region München knapp 140.000 Beschäftigte in der Branche tätig, davon allein im Stadtgebiet 92.770. ITK hat damit einen Beschäftigungsanteil von insgesamt 10,3 % in München. Besonders stark gewachsen ist die Branche in den letzten fünf Jahren: Seit 2016 stieg die Beschäftigtenzahl um 31 %. Auch der Umsatz wächst überdurchschnittlich. So beträgt der Umsatzzuwachs sogar 55 % im Fünf-Jahres-Vergleich.

 

Internationale Unternehmen

München hat sich zu einem Magneten für große und innovative IT-Unternehmen entwickelt: Die Microsoft Deutschland Zentrale befindet sich seit 2016 in der Parkstadt Schwabing. Google Germany bezog 2016 sein Entwicklungszentrum im Arnulfpark und baut derzeit seine Präsenz auf dem Postpalast-Gelände enorm aus. Auch Apple vergrößert sich in zentraler Lage und macht den München-Sitz zum Europäischen Apple-Zentrum für Chip-Design. Konnektivität und drahtlose Technologien stehen im Mittelpunkt des neuen Zentrums. Hierfür will Apple bis etwa 2024 über eine Milliarde Euro investieren. 

IBM betreibt die weltweite Zentrale für den Supercomputer Watson mit den Forschungsschwerpunkten Künstliche Intelligenz und Internet der Dinge (IoT) in München. CRM-Anbieter Salesforce hat seit 2018 sein neues Executive Briefing Center (EBC) hier, Fujitsu arbeitet mit seinem Digital Transformation Center (DTC) an digitaler Transformation und auch der indische Konzern Tech Mahindra besitzt eine Niederlassung. Ebenfalls vor Ort befinden sich die Alibaba Group, Capgemini Technology ServicesCisco Systems, NTT DoCoMoTelefónica Germany und Huawei Technologies. 

 

IKT-Gründungen in München

1.300 IKT-Neugründungen finden pro Jahr in der Region München statt - das sind 9 % aller Gründungen in Deutschland. Etwas mehr gibt es derzeit nur in Berlin. In München jedoch haben die Start-ups im Durchschnitt mehr Beschäftigte als andernorts. 

IuK-Studie  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Carlos Andre Santos / Shutterstock.com

Spitze im europaweiten IKT-Standortvergleich

STUDIE ZUM IKT-SEKTOR
Die Kurzpublikation  IKT-Standort München 2019  fasst Zahlen und Eckdaten  zum Münchner IKT-Sektor zusammen. Die gesamte Studie des ifo-Instituts im Auftrag des Referats für Arbeit und Wirtschaft und der IHK für München und Oberbayern finden Sie unten verlinkt.

In der großen EU-Branchenstudie 2014 belegte München den Spitzenplatz aller europäischen IuK-Standorte. Die bayerische Landeshauptstadt lag damit vor London (Inner London East) und Paris. Die ausgezeichneten Universitäten, Forschungsinstitute und innovative Unternehmen führen in München zu einer hohen Zahl an Patenten. Auch bei den Netzwerkaktivitäten und bei Forschungs- und Unternehmenskooperationen schnitt München unter 134 untersuchten Regionen herausragend ab.

 

Quanten-Technologie

Stark vorangetrieben wird in München zuletzt auch die Quanten-Technologie. Anfang 2021 wurde die Forschungsinitiative „Munich Quantum Valley“ von der bayrischen Staatsregierung gemeinsam mit der Max-Planck-Gesellschaft, der Fraunhofer-Gesellschaft, der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, der LMU und der TUM ins Leben gerufen. Diese Initiative soll Forschung, Entwicklung und Ausbildung der Quantenwissenschaften stärken. Ein neues Zentrum für Quantentechnologie (ZQQ) und ein Technologiepark sind Teil der Initiative. Der Freistaat stellt die nächsten zehn Jahre 300 Mio. Euro dafür bereit. 2021 und 2022 sind es bereits 120 Mio.

Das Walther-Meißner-Institut der Bayerischen Akademie der Wissenschaften hat zudem erfolgreich beim Bund weiteree Forschungsgelder eingeworben. Hier fließen weitere zwei Milliarden Euro für die Entwicklung der Quantentechnologie.

Zwei konkrete Projekte gibt es bereits: Das GEQCOS-Projekt plant in 10 bis 15 Jahren einen Quantenrechner zu bauen. Es soll die Forschende in München halten und das Quantennetzwerk generell stärken. Ebenfalls an einem Quantencomputer arbeitet das Quantum-Integration-Center (QIC) am Leibniz-Rechenzentrum.

 

Digitalisierung und Vernetzung

2015 rief der Freistaat Bayern das Zentrum Digitalisierung.Bayern (ZD.B) ins Leben, um die Digitalisierung und Vernetzung der entsprechenden Branchen voran zu treiben. Das SD.B. hat seinen Sitz in München (Garching) und verfolgt die Bereiche vernetzte Mobilität, digitale Produktion, IT-Sicherheit, digitale Medizin/Gesundheit und Digitalisierung des Energiebereiches.

Auch zahlreiche privatwirtschaftliche Initiativen fördern die Digitalisierung in München. Hierzu zählen der Isarnetz e.V., das MUK IT - Unternehmensnetzwerk, die Start-up-Veranstaltung Bits & Pretzels, die jährlich stattfindenden DLD-Konferenzen, die Konferenzen 48forward und 1E9 und der Verein Digitale Stadt München e.V.

Das Cluster BICCnet koordiniert bayernweit Aktivitäten der IuK-Unternehmen und unterstützt sie durch gemeinsame Marketing- und Austauschplattformen. BICCnet-Schwerpunkt ist die Weiterentwicklung von eingebetteten und vernetzten Systemen.

Stand: September 2021