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Medizintechnik


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© Andreas Heddergott / RAW

Medizintechnik in München: Innovativer Hidden Champion

Die Region München gehört zu den herausragenden Standorten der Medizintechnik in Deutschland. Mit 19.000 SV-Beschäftigten in 350 Unternehmen erwirtschaftet die Branche einen Jahresumsatz von 4,1 Milliarden Euro. Die Münchner Medizintechnik ist ein starker Innovationstreiber. Ihr Stellenwert wird oft unterschätzt.

Zu diesem Schluss kam die Studie Medizintechnik in der Region München 2015 (PDF, 607 KB), veröffentlicht vom Referat für Arbeit und Wirtschaft.

Technologischer Innovationstreiber

Das Portfolio der Hersteller in der Region München ist breit gefächert: Die Produktpalette reicht von Klinik- und Laborausstattung bis zu komplexen Hightech-Geräten. Die Digitalisierung als branchenübergreifender Trend treibt Innovationen in der Medizintechnikbranche voran - etwa beim Informations- und Datenmanagement für Patienten, bei Laborproben oder medizinischen Geräten.

Wie die Studie zeigt, fließt in der Medizintechnik mit 15 Prozent vom Jahresumsatz ein besonders hoher Anteil in den Bereich Forschung und Entwicklung.

Branchenstruktur

In der Region München gibt es etwa 350 Unternehmen, die der Branche zuzuordnen sind: 200 Medizintechnikhersteller, 115 Unternehmen aus dem Bereich Dienstleistungen und 35 Unternehmen der Zulieferindustrie. Die Branche ist stark mittelständisch geprägt und etwa die Hälfte der Unternehmen beschäftigt weniger als 20 Mitarbeiter.

Von rund 21.000 Beschäftigten der Medizintechnik in der Region arbeiten etwa 90 Prozent in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis.

Die Branche besitzt eine hohe Gründungsdynamik: Etwa ein Viertel der hier tätigen Unternehmen, Zulieferer und Dienstleister wurden nach der Jahrtausendwende gegründet.

Medizintechnikunternehmen am Standort München orientieren sich stark international: Etwa ein Drittel generiert mehr als 75 Prozent des Umsatzes im Ausland. Ihre größten Zielmärkte sind andere EU-Länder und die USA.

Unternehmen und Querschnittstechnologien

Als ein führendes Kompetenzzentrum in Deutschland profitiert die Münchner Medizintechnik von den hier ebenfalls starken Basis- und Querschnittstechnologien: Mechatronik, Mikrosystemtechnik, IuK, Photonik/Optik, Materialwissenschaft und die Pharma- und Biotechnologie verhelfen zu einem breiten Spektrum an Produkten und Systemlösungen.

Die Münchner Firmen sind jung, flexibel, und zumeist international ausgerichtet. Große Player sind etwa Baxter, General Electric / GE Health Care oder LivaNova (ehemals Sorin Group).

Hochqualifizierte Fachkräfte erhält die Branche durch Münchens Universitäten, Hochschulen und renommierte Forschungseinrichtungen. Als exzellenter Gesundheitsstandort besitzt München zudem eine hochkarätige, medizinisch-klinische Infrastruktur.

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© Yuri Arcurs / Shutterstock.com

Trends und Ausblick

Hightech-Unternehmen im wachsenden Gesundheitsmarkt

Insgesamt blickt die Branche am Standort München positiv in die Zukunft. Hersteller und Zulieferer sehen ein Wachstum der Gesamtbranche voraus und erwarten im Zuge dessen auch Wachstum im eigenen Unternehmen. Als wichtigster technischer Trend gilt die fortschreitende Digitalisierung.

Zugleich rechnen die Unternehmen in der Region München mit verstärktem Wettbewerb, aber auch mit hohen Wachstumsimpulsen aus Asien. Als Herausforderungen gelten Fachkräftemangel, Veränderungen bei den nationalen Gesundheitsleistun­gen und die Novellierung des Medizinprodukterechts in der EU.

Stand: Oktober 2017