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Umwelttechnologien


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© Franz Metelec / Shutterstock.com

Erfolgreiche Münchner Querschnittsbranche

Nicht erst seit der Energiewende sind die Umwelttechnologien als Querschnittsbranche auf Wachstumskurs. Eine Studie des ifo-Instituts München im Auftrag des Bayerischen Wirtschaftsministeriums zeigte die wirtschaftlichen Potenziale der Umweltwirtschaft für Bayern.

Bereits 2008 waren in der Umweltwirtschaft allein im Freistaat mehr als 55.000 Menschen beschäftigt und der mit Umweltgütern erzielte Umsatz wurde auf insgesamt 11,6 Milliarden Euro geschätzt. Die Zahl der Beschäftigen für die Region München betrug 13.500. Das entsprach 24,7% der Beschäftigten der Umweltwirtschaft in Bayern.

Zur Umweltwirtschaft zählen laut der angebotsorientierten Definition des ifo-Instituts diejenigen Unternehmen, die sich selbst der Umweltwirtschaft zuordnen. Hier finden sich Anbieter in den Bereichen Abfallwirtschaft, Recycling, Sekundärrohstoffe, Abwasserentsorgung, umweltfreundliche Produkte, erneuerbare Energien und nachwachsende Rohstoffe.

In München hat das Segment Abfallwirtschaft, Recycling, Sekundärrohstoffe mit fast 52 % Umsatzanteil die höchste Bedeutung. Ein Grund dafür ist, dass sich in Ballungsgebieten neben der klassischen Entsorgungsaufgabe entsprechende Entsorgungs- und Recyclingbetriebe ansiedeln. Abwasserentsorgung ist mit 10,6 % ebenfalls ein wichtiger Sektor, der in München stärker vertreten ist als bayernweit. Dasselbe gilt für die umweltfreundlichen Produkte, die einen Anteil von 9,6 % am bayernweiten Umsatz haben.

Oberbayern und besonders der Großraum München zählen zu den führenden Forschungs- und Studienregionen. Besonders viele umweltrelevante Bachelor-Studienangänge werden hier angeboten. Mehr als 76 % der bayerischen Universitätsstudenten in einem Studiengang mit direktem Umweltbezug kommen aus München. Zahlreiche Forschungsinstitute und die beiden Münchner Universitäten tragen zum hohen Forschungsstandard bei.

Trends

Die Autoren der Studie erwarteten eine fortschreitende Internationalisierung der Branche und eine steigende Exportquote. Den Prognosen zufolge haben sich die Umwelttechnologien in der Folge als Wachstums- und Jobmotor erwiesen. Wichtige Themen bleiben Energie, der schonende Umgang mit Ressourcen und nachwachsende Rohstoffe.