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Verarbeitendes Gewerbe


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© Pavel L Photo and Video / Shutterstock.com

Wichtig für wirtschaftliche Wertschöpfung

München hat nach wie vor einen stabilen Anteil produzierendes Gewerbe. Dies stärkt die Wertschöpfung der lokalen Wirtschaft und bietet vielfältige Ausbildungs- und Arbeitsplätze für die Münchner Bevölkerung.

Das Verarbeitende Gewerbe – der bedeutendste Bestandteil des Produzieren­den Gewerbes (Sekundärer Sektor) – setzt sich zusammen aus den Industrie­zweigen des Fahrzeug- und Maschinenbaus, der chemischen und metallverarbei­tenden Industrie und der Ernährungsindustrie.

Bayern

Das Verarbeitende Gewerbe erzielte in Bayern im Jahr 2016 – so die Daten des Bayerischen Landesamtes für Statistik und  Datenverarbeitung – einen Gesamtum­satz von 334 Mrd. Euro. Das waren 5,1 % mehr als im Vorjahr.* 

München

In München verbuchte das Verarbeitende Gewerbe im Jahr 2015 einen Gesamtumsatz von 31,3 Mrd. Euro. Dabei lag der Auslandsumsatz der Münchner Betriebe bei 21,1 Mrd. Euro. Die Branche ist also in München besonders stark vom Export geprägt. Mit einer Exportquote von 67,4 % lag München 2015 deutlich über der bayerischen Exportquote von 54 %.**

So stehen Münchner Industriebetriebe im Ausland beispielhaft für „made in Germany“: Die Automobilhersteller BMW Group und MAN SE haben hier ihre Hauptniederlassungen. Große Vertreter der High Tech-Industrie sind zudem MTU Aero Engines, Krauss Maffei Wegmann, die Fahrzeug- und Maschinen-Spezialisten iwis Group und Meiller Kipper oder der weltweit führende Industrieversorger Klüber Lubrication. Produzenten im Ernährungssektor in München sind traditionell sechs weltbekannte Großbrauereien. Auch kleinere Markenhersteller wie Bernbacher, Develey oder Dallmayr sind über München hinaus bekannt.

Bedeutung des Verarbeitenden Gewerbes

Die guten Zahlen bei der Umsatzentwicklung belegen, dass das Verarbeitende Gewerbe im Zuge des Strukturwandels zunehmenden Anteil an der Wertschöpfung hat.

Legt man die Bruttowertschöpfung zugrunde, so liegt der Anteil des Verarbeitenden Gewerbes für München bei 21,2 % (aktueller Stand 2014). Er hat damit gegenüber den Vorjahren zugenommen: im Jahr 2010 lag der Anteil bei 18,3 %, im Jahr 2000 bei 16,7 %.

Entgegen den Befürchtungen der letzten Jahre behauptet die Branche ihre wichtige Stellung für den Wirtschaftsstandort München. Dies zeigt sich auch in ihrer Rolle als Auftraggeber für Unternehmensnahe Dienstleistungen - etwa für Beratung, Forschung & Entwicklung und für Consulting.

* Die Zahlen beziehen sich auf Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten.

** Aufgrund statistischer Änderungen sind auf regionaler Ebene nur die letzten zwei Jahre vergleichbar und die 2016-er Werte noch nicht verfügbar. Nähere Informationen im Münchner Jahreswirtschaftsbericht 2017, S. 28.

Stand: November 2017