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Jährliche Umfrage zu Sozialunternehmen


Titel des Deutschen Social Entrepreneurship Monitor 2020/21  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland e. V. (SEND)

Anzahl der Sozialunternehmen: Bayern auf Platz 3

Der Deutsche Social Entrepreneurship Monitor (DSEM) hat bundesweit 430 Sozialunternehmen befragt. Dass diese einen wichtigen Beitrag zur Gesellschaft leisten, zeigt sich besonders in der Corona-Pandemie.

Beipiele, die der DSEM anführt, sind etwa Serlo Education, die  während der Corona-Krise über eine Million Lehrer*innen, Schüler*innen und Eltern beim Homeschooling unterstützt haben, die Crowdfunding-Plattform Startnext, die gemeinsam mit mehr als 160.000 Bürger:innen über 1.600 Unternehmen mit über 12 Millionen Euro durch die Krise hilft, oder die Open-Source-Webapplikation Quaranos, die es Gesundheitsämtern erleichtert, Infektionsfälle und Kontaktpersonen zu ermitteln.

Die meisten Sozialunternehmen, die beim DSEM teilgenommen haben, kamen aus Berlin (19,4 %). Es folgten Nordrhein-Westfalen (14,0 %) und auf dem dritten Platz Bayern (12,6 %).

Die befragten Sozialunternehmen stammen aus ganz unterschiedlichen Branchen. Am häufigsten sind sie in den Bereichen „Erziehung und Unterricht“ und „Gesundheits- und Sozialwesen“ aktiv.  Gut 92 % der Befragten Unternehmen gaben an, dass sie anstreben zu wachsen, um ihre Wirkung zu maximieren.

Sozialunternehmen firmieren in sehr unterschiedlichen Rechtsformen.  Insgesamt ordnen sich 58,6 % der Befragten eher einer gewerblich orientierten Rechtsorm zu, während 46,4 % in einer eher sozial orientierten Rechtsform organisiert sind.

Der DSEM wird vom Interessensverband SEND e.V. erstellt, der bei der Politik für mehr Unterstützung wirbt.  Dabei stellt das Thema Finanzierung für viele die größte Herausforderung dar. Die schwer nachvollziehbare Vergabe von öffentlichen Finanzmitteln, das Fehlen gezielter Anschlussfinanzierung und der Mangel an möglichen Formen von Startfinanzierung zählen zu den größten Hürden, die Social Enterprises im aktuellen DSEM ansprechen.

Raphael Brandmiller & Philipp Schwarz, Co-Regionalgruppensprecher Bayern des SEND e.V. , kommentieren: "Das Thema Social Entrepreneurship hat in den letzten Jahren in Bayern eine positive Entwicklung genommen. Von einer erstklassigen Basis mit erfahrenen Akteuren in München aus entwickelt sich der Sektor auch in anderen Ecken Bayerns immer besser. (...)  Auch in den bayerischen Kommunen spielt das Thema Social Entrepreneurship eine immer wichtigere Rolle. Hier freut uns ganz besonders, dass das Referat für Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt München im vergangenen Jahr offizielles SEND- Fördermitglied geworden ist."