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LMU München schneidet am besten ab


Studenten im Café im Vorhoelzer Forum, TUM  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Simon Lukas/shutterstock

Times Higher Education Ranking 2019

(6.10.18) Die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) ist laut des World University Rankings 2019 von Times Higher Education erneut die beste deutsche Hochschule. Sie verbesserte sich um zwei Plätze auf Rang 32. Die Technische Universität München (TUM) zählt zu den vier besten technischen Universitäten in Europa, weltweit belegt sie Platz 44.

 

Exzellenzstrategie: Geld von Bund und Ländern für die Münchner Spitzenforschung

Neben dem guten Rankingergebnis waren die beiden Münchner Universitäten auch im Hinblick auf Fördermittel erneut erfolgreich.

Die Ludwig-Maximilians-Universität und die Technische Universität München bekommen im Rahmen der „Exzellenzstrategie“ für vier gemeinsame Projekte Zuschüsse in Millionenhöhe. Jedes Projekt erhält vorerst sieben Jahre lang jährlich zwischen drei bis zehn Millionen Euro.

Zu den erfolgreichen Clustern von TU und LMU gehört das Projekt "SyNergy", das Ursachen neurologischer Erkrankungen wie Demenz oder Multipler Sklerose erforscht. Vorangetrieben wird zudem der Cluster "Origins". Hier beschäftigen sich Bio-, Astro- und Teilchenphysiker mit Entstehung und Struktur des Universums. Geld gibt es auch für "e-conversion", ein Projekt zur Erforschung der Grundlagen für effizientere Energieanwendungen und Materialien. Auch das Münchner Zentrum für Quanten-Wissenschaften und -Technologie erhält die Exzellenzförderung. Hier forschen Naturwissenschaftler und Informatiker am Aufbau der Welt und wollen so das Fundament für eine Quanten-Technologie legen.

Die "Exzellenzstrategie" ist das Nachfolgeprogramm der Exzellenzinitiative und umfasst ein Budget von über 500 Millionen Euro Fördergeld.

Jetzt haben LMU und TUM zudem die Chance, auch weiterhin als "Exzellenzuniversitäten" gefördert zu werden. Hierzu müssen sie hervorragende Forschungsergebnisse vorweisen und genügend Exzellenzcluster unterhalten. Die Bewerbungen gehen bis Dezember an den Wissenschaftsrat; entschieden wird im Juli 2019.

Deutschlandweites Abschneiden

Deutschland ist mit 23 Universitäten unter den Top 200 das dritterfolgreichste Land. Der Großteil der deutschen Einrichtungen hat seine Positionierung im Uni-Ranking allerdings nicht verbessert: "Es braucht [in Deutschland] weiterhin viele Investitionen sowie optimale Bedingungen für Universitäten, um die weltbesten Talente anzuziehen und zu behalten und so den derzeitigen Forschungsstandard und den erstklassigen Ruf aufrechtzuerhalten", teilten die Autoren zu den Ergebnissen der deutschen Hochschulen mit.

Internationale Ergebnisse im THE-Ranking

Die Universität Oxford belegt zum dritten Mal in Folge den ersten Rang. Cambridge bleibt auf Platz zwei, die amerikanische Universität Stanford folgt auf Platz drei. Die USA sind weiterhin insgesamt die erfolgreichste Nation in der THE-Rangliste. Allerdings belegen die meisten US- Universitäten denselben oder sogar einen niedrigeren Rang. Die Anzahl der Platzierungen stieg von 157 auf 172. Japanische Universitäten belegen 103 Plätze, Großbritannien 98. China ist mit 72 Platzierungen das am viertstärksten vertretene Land im Ranking.

Insgesamt umfasste das Hochschulranking in diesem Jahr mehr als 1.250 Hochschulen aus 86 Ländern. Das THE-Ranking setzt sich aus verschiedenen Auswertungen zusammen: Zum einen werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit nach der Reputation der Universitäten in Forschung und Lehre befragt. Darüber hinaus zählen die Zahl der Publikationen je Wissenschaftler, die Zitationen pro Publikation, das Betreuungsverhältnis von Lehrenden und Studierenden, die eingeworbenen Drittmittel aus der Wirtschaft und der Grad der Internationalisierung.