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WFP Innovation Accelerator gewinnt Profil


Innovation Accelerator des World Food Programme der UN, Mitarbeiter-Brainstorming im Innovationsbüro in München  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© WFP Innovation Accelerator

UN World Food Programme sucht in München wirkungsvolle Hilfskonzepte

(2.3.17) Im Juli 2016 eröffnete das UN World Food Programme (WFP) ein Innovationsbüro in München – den WFP Innovation Accelerator. Der damalige Außenminister Steinmeier und Entwicklungsminister Gerd Müller kamen zu diesem Anlass nach München. Das Büro befindet sich in der Buttermelcherstrasse. Mittel stellt die Bundesregierung.

Aufgabe des Innovation Accelerators ist es, WFP-Mitarbeiter und Unternehmen aus der Start-up-Szene und der Privatwirtschaft zusammen zu bringen, um innovative Ideen gegen weltweiten Hunger und Ernährungskrisen zu finden, Konzepte zu fördern und vielversprechende Ansätze schnell in die Umsetzung zu bringen. Das World Food Programme versucht damit bewusst einen neuen Ansatz, um gegen Hungerkrisen weltweit vorzugehen.

Nun hat das US - Wirtschaftsmagazin Fast Company den WFP Food Accelerator in der Rubrik „Food“ zu einer der zehn „World's most innovative Companies 2017“ gekürt. Das Magazin erscheint zehnmal im Jahr und berichtet über Zukunftstrends in den Bereichen Technologie, Wirtschaft und Design.

Der Innovation Accelerator ist über die Bundesregierung mit 27,5 Millionen US-Dollar für fünf Jahre ausgestattet. Das Team will schnell herausfinden und testen, welche Strategien sinnvoll sind. Für eine Umsetzung der Ideen gibt es die 80 World Food Programme- Büros und deren Mitarbeiter weltweit. Sie sind auch dafür zuständig, zu prüfen, ob der kulturelle Kontext für eine Idee passt und ob Projekte nachhaltig wirken können.

Projektbeispiele, Handlungsfelder

Als erfolgreiche Beispielprojekte des Innovation Accelerators werden etwa Silos genannt, die Kleinbauern in Uganda leicht selbst aufstellen können und die helfen, Verluste nach der Ernte zu vermeiden. Weitere Projekte zielen auf Abfallvermeidung/-verwertung, direkte Blockchain-Cash-Transfers an Menschen in entlegenen Regionen, die sofort Nahrung brauchen, innovative Bewässerungssysteme oder sichere Nahrungstransporte in Konfliktzonen.

Lokaler Pitch-Termin, internationale Ausschreibung

Am 9. März veranstaltet der Innovation Accelerator im Rahmen der MCBW in München eine erste Pitch Night. Zuhörer können sich besonders vielversprechende Konzepte anhören und es werden Unterstützer gesucht. Plätze sind bereits knapp, aber kurzfristig werden noch Karten verfügbar gemacht. Parallel ist in Kooperation mit der kalifornischen Singularity University ein Wettbewerb ausgeschrieben, der nach Ideen sucht, eine durchschnittlich fünfköpfige Familie in unvorhergesehenen Notlagen mit möglichst einfachen Mitteln zu ernähren.