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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Kennzahlen


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Wirtschaftsstandort München - Zahlen und Fakten

Die Landeshauptstadt München ist eine der erfolgreichsten deutschen Großstädte und zählt auch im internationalen Vergleich zu den führenden Wirtschaftsmetropolen.

Global players aber auch hidden champions des Mittelstandes und aufstrebende Start-up- Unternehmen schätzen die optimalen Bedingungen am Standort. Die breite und ausgewogene Wirtschafts- und Branchenstruktur, die hervorragende Infrastruktur sowie ein vielfältiges Kultur- und Freizeitangebot stehen für Münchens Attraktivität.

Bevölkerung

München ist mit 1,54 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern die drittgrößte Stadt Deutschlands. Die Stadt gehört zu den wachsenden Großstädten in Industriestaaten, die für junge, gut ausgebildete Erwachsene besonders attraktiv sind. Laut Prognosen dürfte die Einwohnerzahl 2030 die 1,7 Millionen-Grenze überschreiten. Weiterhin gab es 2018 in München mehr Geburten als Sterbefälle. Dabei sind die Geburtenzahlen, die bis 2017 zehn Jahre lang einem Aufwärtstrend folgten, nun im zweiten Jahr leicht gesunken. Sie liegen aber weiter auf sehr hohem Niveau.

Mit 27,6 % hat München deutschlandweit einen der höchsten Ausländeranteile. Weitere 15,5 % der Münchner haben einen Migrationshintergrund. Insgesamt leben in München Menschen aus 180 Nationen und machen die Stadt zu einer vielfältigen und toleranten Metropole.

Wirtschaftskraft

Der Großraum München ist das Wirtschaftszentrum Bayerns. 11,2 % der bayerischen Bevölkerung leben in der Landeshauptstadt und erwirtschaften rund 19 % des bayerischen Bruttoinlandsprodukts BIP. Dieses belief sich 2016 in München auf 109,6 Milliarden Euro. Der Dienstleistungssektor dominiert die Branchen und hat 2016 einen Anteil von 77,6 % an der Münchner Bruttowertschöpfung. Das Produzierende Gewerbe trägt mit 22,4 % zur Bruttowertschöpfung am Standort bei.

Bemerkenswert für den Standort München ist auch die Arbeitsproduktivität, also das BIP je Erwerbstätigem: Diese Kennziffer lag 2016 bei 100.766 Euro - das sind 31 Prozent über dem bayerischen und 40 Prozent über dem bundesdeutschen Durchschnitt.

Beschäftigte

München ist Deutschlands zweitgrößter Beschäftigungsstandort mit rund 874.000 SV-Beschäftigten im Stadtgebiet und 1,5 Millionen SV-Beschäftigten in der Region. Die SV-Beschäftigung wächst in München seit acht Jahren überdurchschnittlich - meist deutlich über der 2 %-Marke. Auch bundesweit sieht man diesen Trend. Münchens Zuwächse liegen aber deutlich höher.

München ist die deutsche Großstadt mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit. Im Agenturbezirk München waren im Jahresdurchschnitt 2018 rund 37.000 Menschen arbeitslos. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 3,5 % - der niedrigste Stand seit 20 Jahren.

München weist mit 62,8 % die höchste Beschäftigungsquote auf, wenn man Stuttgart, Frankfurt a.M., Hamburg, Düsseldorf, Köln und Berlin zum Vergleich nimmt. Im Kreis dieser Städte haben Münchens SV-Beschäftigte mit einem Akademikeranteil von 34,3 % im Durchschnitt das höchste Qualifikationsniveau.

Immobilienmarkt

Der Münchner Immobilienmarkt zählt neben London, Paris und Berlin zu Europas wichtigsten Immobilienmärkten. 2018 verbuchte München in den Bereichen Wohnungsbau, Gewerbebau und Büroimmobilien einen Gesamtumsatz von 12,7 Milliarden Euro. Das waren 5 Prozent mehr als im Vorjahr und dies trotz rückläufiger Vertragsanzahl.

Der Büroflächenumsatz in München lag - gemäß den Zahlen von Colliers International – im Jahr 2018 bei 979.300 m², ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Fünf von sechs weiteren wichtigen Bürostandorten in Deutschland – also Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg und Köln – verzeichneten 2018 positive Entwicklungen und noch einmal weniger Leerstand. In München sank die Leerstandsquote auf nur noch 1,8 % (Vergleich: 2,4 % im Vorjahr).

Die Mietpreise am Büroimmobilienmarkt spiegeln die hohe Nachfrage wieder. Fast alle großen Standorte – mit Ausnahme von Stuttgart – verzeichneten steigende Höchstmietpreise; Spitzenreiter war wieder Berlin (+12,1 %). In München stieg die durchschnittliche Büromiete pro Quadratmeter 2018 auf 24,50 Euro.

Anhaltender Zuzug und die starke Immobiliennachfrage am Kapitalmarkt machen Wohnraum in München knapp und teuer. Die Stadt München begegnet dem aktiv mit verstärkt gefördertem Wohnungsbau und mit beschleunigten Bauverfahren. Die bis 2021 laufende, sechste Auflage von "Wohnen in München"  ist mit Fördermitteln von 870 Millionen Euro das größte kommunale Wohnungsbauprogramm in Deutschland. Es soll durchschnittlich 8.500 Wohnungen im Jahr schaffen. 2018 wurden rund 8.100 Wohnungen fertiggestellt. Dennoch verzeichnen Stadt und Region weiter steigende Mieten in allen Preislagen.

Stand: Juli 2019