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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Kennzahlen


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Wirtschaftsstandort München - Zahlen und Fakten

Die Landeshauptstadt München ist eine der erfolgreichsten deutschen Großstädte und zählt auch im internationalen Vergleich zu den führenden Wirtschaftsmetropolen.

Global players aber auch hidden champions des Mittelstandes und aufstrebende Start-up- Unternehmen schätzen die optimalen Bedingungen am Standort. Die breite und ausgewogene Wirtschafts- und Branchenstruktur, die hervorragende Infrastruktur sowie ein vielfältiges Kultur- und Freizeitangebot stehen für Münchens Attraktivität.

Bevölkerung

München ist mit 1,56 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern die drittgrößte Stadt Deutschlands. Die Stadt gehört zu den wachsenden Großstädten in Industriestaaten, die für junge, gut ausgebildete Erwachsene besonders attraktiv sind. Laut Prognosen dürfte die Einwohnerzahl 2030 die 1,7 Millionen-Grenze überschreiten. Weiterhin gab es 2019 in München mehr Geburten als Sterbefälle. Dabei sind die Geburtenzahlen, die bis 2017 zehn Jahre lang einem Aufwärtstrend folgten, nun im dritten Jahr leicht gesunken. Sie liegen aber weiter auf sehr hohem Niveau.

Mit 27,6 % hat München deutschlandweit einen der höchsten Ausländeranteile. Weitere 15,5 % der Münchner haben einen Migrationshintergrund. Insgesamt leben in München Menschen aus 190 Nationen und machen die Stadt zu einer vielfältigen und toleranten Metropole.

Wirtschaftskraft

Der Großraum München ist das Wirtschaftszentrum Bayerns. 11,2 % der bayerischen Bevölkerung leben in der Landeshauptstadt und erwirtschaften rund 19 % des bayerischen Bruttoinlandsprodukts BIP. Dieses belief sich 2017 in München auf 115 Mio. Euro. Der Dienstleistungssektor dominiert die Branchen und hat 2017 einen Anteil von 75,9 % an der Münchner Bruttowertschöpfung. Das Produzierende Gewerbe trägt mit 24,1 % zur Bruttowertschöpfung am Standort bei.

Bemerkenswert für den Standort München ist auch die Arbeitsproduktivität, also das BIP je Erwerbstätigem: Diese Kennziffer lag 2017 bei 103.369 Euro - das ist der höchste Wert im bundesdeutschen Vergleich der Großstädte.

Beschäftigte

München ist Deutschlands zweitgrößter Beschäftigungsstandort mit rund 897.000 SV-Beschäftigten im Stadtgebiet und 1,5 Millionen SV-Beschäftigten in der Region. Die SV-Beschäftigung wächst in München seit neun Jahren überdurchschnittlich - meist deutlich über der 2 %-Marke. Auch bundesweit sieht man diesen Trend. Münchens Zuwächse liegen aber deutlich höher.

München ist die deutsche Großstadt mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit. Im Agenturbezirk München waren im Jahresdurchschnitt 2019 rund 34.700 Menschen arbeitslos. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 3,3 % - der niedrigste Stand seit 20 Jahren.

München weist mit 66,1 % die höchste Beschäftigungsquote auf, wenn man Stuttgart, Frankfurt a.M., Hamburg, Düsseldorf, Köln und Berlin zum Vergleich nimmt. Im Kreis dieser Städte haben Münchens SV-Beschäftigte mit einem Akademikeranteil von 35,7 % im Durchschnitt das höchste Qualifikationsniveau.

Immobilienmarkt

Der Münchner Immobilienmarkt zählt neben London, Paris und Berlin zu Europas wichtigsten Immobilienmärkten. Mit einem gewerblichen Transaktionsvolumen von rund 10,9 Mrd. Euro wurde 2019 ein neuer Umsatzrekord aufgestellt.  Die Nachfrage überstieg dabei erneut deutlich das Angebot und lässt erwarten, dass München auch 2020 für Immobilieninvestoren in Europa ein gefragter Investitionsstandort bleibt.

Der Büroflächenumsatz in München lag - gemäß den Zahlen von Colliers International – im Jahr 2019 bei 770.400 m², ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Bei den Standorten mit den niedrigsten Leerstandsquoten liegen Berlin und Stuttgart 2019 vorne. München verzeichnete 2,2 % Leerstand (Vergleich 1,8 % im Vorjahr) und liegt damit nun gleichauf mit Köln sowie vor Düsseldorf, Hamburg und Frankfurt.

Die Mietpreise am Büroimmobilienmarkt spiegeln die hohe Nachfrage wieder. Fast alle großen Standorte – mit Ausnahme von Stuttgart – verzeichneten steigende Höchstmietpreise; Spitzenreiter war diesmal Frankfurt (45,50 Euro/m2). In München stieg die Höchstmiete für Büroflächen pro Quadratmeter 2019 auf 39,50 Euro.

Anhaltender Zuzug und die starke Immobiliennachfrage am Kapitalmarkt machen Wohnraum in München knapp und teuer. Die Stadt München begegnet dem aktiv mit verstärkt gefördertem Wohnungsbau und mit beschleunigten Bauverfahren. Die bis 2021 laufende, sechste Auflage von "Wohnen in München"  ist mit Fördermitteln von 870 Millionen Euro das größte kommunale Wohnungsbauprogramm in Deutschland. Es soll durchschnittlich 8.500 Wohnungen im Jahr schaffen. 2019 wurden rund 7.000 Wohnungen fertiggestellt. Dennoch verzeichnen Stadt und Region weiter steigende Mieten in allen Preislagen.

Stand: Juli 2020