"Bridge Sprout": Das steckt hinter dem Kunstprojekt an der Isar

Kunstprojekt "Bridge Sprout", Foto: Saskia Ziegler
Foto: Saskia Ziegler

Holz-Installation "Bridge Sprout" ragt bei der Schwindinsel über die Isar

Das Kunstprojekt "Bridge Sprout" ist eine ewig unvollendete Brücke über der Isar. Wir verraten, was es mit der Installation auf sich hat, die noch bis Ende 2021 über den Fluss ragt.

Die Idee: Öffentlichen Raum neu entdecken und erleben

Kunstprojekt "Bridge Sprout", Foto: Saskia Ziegler
Foto: Saskia Ziegler

Das renommierte japanische Architekturbüro Atelier Bow-Wow hat das Projekt „Bridge Sprout“ (auf deutsch „Brücken Spross“) für die Münchnerinnen und Münchner und ihren Fluss entwickelt, um eine neue Erfahrung im öffentlichen Raum zu ermöglichen. Bis Ende 2021 ist die Konstruktion über der Isar zu sehen.

Gegenüber der Schwindinsel, nahe der Maximiliansbrücke, ragt seit August 2020 ein hölzerner Brückenkopf über die Kleine Isar. Er erreicht das Ufer der Schwindinsel aber nicht, sondern bricht plötzlich auf halber Länge ab. Auf der Uferseite der Schwindinsel wird diese gedankliche Linie des Brückenkopfs in Form einer Holzplattform fortgeführt.

Bridge Sprout: Temporäre Installation mit Sehnsuchtsmoment

Kunstprojekt "Bridge Sprout", Foto: Saskia Ziegler
Foto: Saskia Ziegler

Der Brückenkopf ist eine temporäre Installation und erinnert in seiner Machart an traditionelle Holzbrücken in den Alpen. Hoch über der rauschenden Isar macht er einen neuen Raum begehbar. Beim Betreten des Brückenkopfes soll sich beim Besucher zudem ein Sehnsuchtsmoment einstellen, der aber nicht erfüllt wird. Das andere Ufer bleibt unerreichbar.

Der Vorschlag „Bridge Sprout“ ging aus einem neuen Format der Kunst im öffentlichen Raum in München hervor, der „Carte Blanche“. Das Atelier Bow-Wow erhielt nach einer Auswahl aus mehreren Vorschlägen die Chance, das Projekt mit einem Finanzrahmen von 250.000 Euro zu realisieren.

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