Gastgeig HP8: Interims-Location für Philharmonie, MVHS und Stadtbibliothek

Interimsquartier des Gasteigs, Foto: Gasteig (Simulation)
Foto: Gasteig (Simulation)

HP8 und Isarphilharmonie: Interims-Gasteig hat neuen Namen

Der Gasteig wird saniert. Deswegen ziehen die Münchner Philharmoniker, die Münchner Volkshochschule (MVHS) und die Stadtbibliothek vorerst nach Sendling. Im Herbst 2021 soll der Interimsbau an der Hans-Preißinger-Straße eröffnen. Nun hat er auch einen Namen. Alle Infos – plus Video.

Nach Wettbewerb: Neue Kultur-Location heißt „Gasteig HP8“

1.477 Namensvorschläge sind im Wettbewerb um die Namensgebung des Interims-Gasteigs in Sendling eingegangen. Durchgesetzt hat sich der Name „HP8" in Anlehnung an die Adresse Hans-Preißinger-Straße 4-8, in der das Ausweichareal des Gasteigs für die Zeit seiner Sanierung untergebracht ist.

Die neue Philharmonie heißt „Isarphilharmonie“.

„HP8 ist kurz, prägnant und betont das Miteinander mit den bereits ansässigen Kreativen, Start-ups und Handwerker*innen auf dem Gelände. Zusammen mit den Angeboten des Gasteig ergibt das eine attraktive und einzigartige Mischung“, sagt Gasteig-Geschäftsführer Max Wagner. „Außer am Standort Gasteig HP8 finden Besucher*innen während der Sanierungszeit unsere Angebote auch im Gasteig Motorama.“

Ausgewählt wurden die Namen in Jurys mit Vertreter*innen der Stadtratsfraktionen und des Bezirksausschusses Sendling, der Stadtwerke, des städtischen Kulturreferats und seiner Institutionen, der Gasteig München GmbH und der bereits auf dem Gelände ansässigen Nutzer*innen, bevor der Kulturausschuss des Stadtrats befasst wurde.

Die sieben Einreichungen, die HP8 vorgeschlagen hatten, sowie 139 Einreichungen, die den Namen Isarphilharmonie eingesandt hatten, werden prämiert.

Im Video: So sieht's auf der Baustelle des Gasteig-Interimsquartiers aus

OB Reiter zum Gasteig-Interim: „Hier in München ist alles bissl anders!“

OB Dieter Reiter, Bürgermeisterin Katrin Habenschaden und Gasteig-Chef Max Werner schlagen symbolisch Nägel in einen Holzbalken des Interimsbaus, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher OB Dieter Reiter, Bürgermeisterin Katrin Habenschaden und Gasteig-Chef Max Wagner

Beim Richtfest am 15. Oktober 2020 war der Konzertsaal in der Sendlinger Hans-Preißinger-Straße am Großen Stadtbach unweit der Brudermühlbrücke, der bald 1.800 Zuhörern Platz bieten soll, noch ein Rohbau.

Doch schon da war Oberbürgermeister Dieter Reiter, der zusammen mit Bürgermeisterin Katrin Habenschaden und Gasteig-Geschäftsführer Max Wagner ein paar Nägel in einen Original-Holzbalken einschlug, beeindruckt von den Dimensionen dieser Zwischenlösung: „Ich weiß nicht, wie's Ihnen geht, aber wenn ich mich hier umschau – so richtig nach Interim schaut das nicht aus! Aber wir sind halt hier in München, und in München ist alles ein bissl anders.“ 

 

Isarphilharmonie: Münchner Philharmoniker spielen im Oktober 2021

Die Richtkrone spiegelt sich im Instrument eines Münchner Philharmonikers, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher Im Horn der Philharmonikerin spiegelt sich der Richtkranz

Seit Ende 2019 wird gebaut, das erste Konzert der Münchner Philharmoniker in der Isarphilharmonie wird voraussichtlich im Oktober 2021 stattfinden. Für den perfekten Klang im neuen Saal ist Star-Akustiker Yasuhisa Toyota zuständig, der unter anderem auch den Sound in der Hamburger Elbphilharmonie geplant hat. 

Es sei, so sagte OB Reiter in Bezug auf die Pandemie, „gerade in so einer Krise wichtig, ein deutliches Zeichen für die Kultur zu setzen“. Kultur sei „der Klebstoff der Gesellschaft“, sie mache aber nicht nur den Charme Münchens aus, sondern sei auch ein „harter Standortfaktor“ und aus wirtschaftlichen Gründen sehr wichtig.

Kulturzentrum in Sendling: Herzstück ist die "Halle E"

Die Halle E des Interims-Gasteig in Sendling, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher Die denkmalgeschützte Halle E

Neben den Philharmonikern ziehen 2021 dann auch Teile der Stadtbibliothek, die Münchner Volkshochschule (MVHS) und die Hochschule für Musik und Theater nach Sendling – für voraussichtlich fünf Jahre, bis der Stammbau in Haidhausen saniert ist.

Die Konzertbesucher werden den großen Saal, geplant vom Architekturbüro Gerkan, Marg und Partner, über die denkmalgeschützte „Halle E“ auf dem ehemaligen Stadtwerke-Gelände betreten. Dort werden auch die Foyers und ein Café für die Pause untergebracht. 

Bürgermeisterin Katrin Habenschaden freut sich über die vielfältige Zwischenlösung, die vielen Angebote, die es den Münchner*innen bieten wird – und den Standort des Interimsquartiers: „Für Sendling ist das eine tolle Aufwertung, weil es hier Kultur geben wird für alle – ob groß oder klein, alt oder jung, Sub- oder Hochkultur.“

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