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Finanzgarten

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Finanzgarten

Finanzgarten
Finanzgarten, Stadtatlas 1849

Zur Geschichte

Die Anlage des seit 1955 öffentlichen Gartens ist dem Lebemann Abbé Pierre de Salabert (1734–1807) zu verdanken. Auf der Suche nach einem standesgemäßen Bauplatz für sein Wohnhaus erwarb der einstige Erzieher Max IV. Josephs trickreich den ehemaligen Garten des Theatinerklosters, der nach der Säkularisation an den Staat gefallen war, und weitere angrenzende Grundstücke.

Salabert ließ das Gelände unter Einbeziehung der dort noch vorhandenen Wälle der Stadtbefestigung in einen romantischen Landschaftsgarten umgestalten. Deshalb sind hier heute die letzten Reste der Befestigungsanlage erhalten. Karl von Fischer schuf 1804–1806 das repräsentative Wohnhaus am Nordende des Grundstücks. Nach Salaberts Tod erwarb König Max I. Joseph Garten und Gebäude; letzteres wurde für Prinz Carl (1795–1875) erweitert.

Nach dem Krieg wurde das Palais kulturell genutzt, seit 1969 ist es Dienstsitz des Ministerpräsidenten und dient der bayerischen Regierung für Repräsentationszwecke. Der direkte Anschluss an den Englischen Garten ging mit der 1937 erfolgten Verbreiterung der Von-der-Tann-Straße verloren. Das Kellergeschoss des Prinz-Carl-Palais fiel 1970 dem Bau des Altstadtringtunnels zum Opfer, der im Rahmen der Verkehrsplanung für die Olympischen Spiele gebaut wurde und in der Öffentlichkeit sehr umstritten war.

Seit 1876 bewohnte der Finanzminister Teile des Palais als Dienstwohnung und nutzte den Garten – daher »Finanzgarten«. Der vom Staat beschlossene Name »Dichtergarten« hat sich bisher nicht durchgesetzt, obwohl hier einige Schriftsteller gewürdigt werden, z.B. mit dem Heinrich-Heine-Denkmal von Toni Stadler (1957/1958) und dem Bronzestandbild des russischen Dichters und einstigen Mitglieds des diplomatischen Corps in München Fjodor Iwanowitsch Tjutschew.

 

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