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Akademie der Bildenden Künste

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KulturGeschichtsPfade | Maxvorstadt, Universität

Akademie der Bildenden Künste

Akademie der Bildenden Künste
Akademie der Bildenden Künste, 1890

Zur Geschichte

Die Akademie der Bildenden Künste wurde 1808 gegründet. Ihr Ruf wuchs unter den Direktoren Wilhelm von Kaulbach und Karl von Piloty. 1886 verließ die Akademie ihre längst zu eng gewordenen Räumlichkeiten in der Innenstadt und zog in die Akademiestraße 2 ans Siegestor. Der weitläufige Neurenaissance-Bau Gottfried von Neureuthers wurde aus französischen Kriegsreparationen finanziert und als Fluchtpunkt der Amalienstraße gestaltet.

Um die Jahrhundertwende studierten hier mit Lovis Corinth, Otto Dix, Wassily Kandinsky, Paul Klee, Emil Nolde und Max Slevogt namhafte Wegbereiter der Moderne. Mit dem übersteigerten Nationalismus des Ersten Weltkriegs schwand die Bedeutung der Akademie. Hitler ernannte München 1933 zur »Stadt der Deutschen Kunst«, und einige Akademieprofessoren unterstützten bereitwillig die NS-Kunstpropaganda. So halfen Adolf Ziegler, Hermann Kaspar und Richard Knecht bei der Zusammenstellung der »Großen Deutschen Kunstausstellung« ebenso wie bei der diffamierenden Ausstellung »Entartete Kunst« und gestalteten die Festumzüge zum »Tag der Deutschen Kunst« 1937 und 1938.

Seit 1968 machten Studenten mit Demonstrationen und Happenings auf innere und äußere Missstände an der Akademie aufmerksam. So protestieren sie 1968 mit einer Ausstellung zum »Fall Kaspar« gegen die Weiterbeschäftigung Hermann Kaspars, der von 1947 bis 1972 wieder Professor an der Akademie war. Im Februar 1969 besetzten Studenten die Akademie, um die verkrusteten Konventionen und Strukturen des Akademiebetriebs anzuprangern. Als die Proteste eskalierten ließ das Bayerische Kultusministerium die Akademie vorübergehend schließen und der Bayerische Landtag verfügte die Unterbrechung des Unterrichtsbetriebs bis zum Vorliegen eines umfassenden Reformkonzepts.

Zusatzinformationen

In der Türkenstraße 89 steht das Stammhaus der 1917 von Arnold und Richter gegründeten, international renommierten Firma ARRI, die professionelle Filmkameras und Lichtausrüstung entwickelt und vertreibt.

In der Rambergstraße 2 befand sich 1893–1898 die erste feste Münchner Adresse der Familie Mann. Hier vermietete Julia Mann Zimmer, und Thomas Mann verfasste seine erste Erzählung »Gefallen«, die 1894 in der Zeitschrift »Die Gesellschaft« erschien. Im »Doktor Faustus« mietet sich Adrian Leverkühn in der Rambergstraße bei der Senatorenwitwe Rodde aus Bremen ein, die Mann nach dem Vorbild seiner Mutter beschrieb.

 

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