Aktuelle Corona-Infos der Stadt unter www.muenchen.de/corona

Geschwister-Scholl-Platz

Derzeit keine Bewertungen vorhanden.
KulturGeschichtsPfade | Maxvorstadt, Universität

Rund um den Geschwister-Scholl-Platz

Geschwister-Scholl-Platz
Geschwister-Scholl-Platz mit Blick auf die Ludwigskirche

Zur Geschichte

Über den von German Bestelmeyer 1906–1909 gestalteten Erweiterungsbau an der Amalienstraße gelangt man in das Hauptgebäude der Ludwig-Maximilians-Universität. Ludwig I. hatte die Universität 1826 von Landshut in die Residenzstadt geholt. Hier wirkten namhafte Wissenschaftler, darunter Max von Pettenkofer, Joseph von Schelling, Johann Andreas Schmeller und Heinrich von Sybel.

1840 wurde der Universitätsbau an der Ludwigstraße bezogen. Dessen Adresse Geschwister-Scholl-Platz 1 erinnert neben der »Denkstätte Weiße Rose« und weiteren Denkmälern an die studentischen Widerstandskämpfer und deren Flugblattaktionen im Lichthof. Friedrich von Gärtner schuf das Universitätsgebäude ebenso wie das Georgianum (ein katholisches Priesterseminar, zu dessen Absolventen auch Papst Benedikt XVI. zählte) und das Max-Joseph-Stift (einst höhere Töchter-Schule, heute Juristische Fakultät der LMU) am gegenüberliegenden Professor-Huber-Platz 1 und 2. Neben dem Max-Joseph-Stift entstand 1935 das »Haus des Deutschen Rechts« (Ludwigstraße 28) nach Plänen von Oswald E. Bieber, das heute den Fakultäten der Wirtschafts-, Sozial- und Rechtswissenschaften als Seminargebäude dient.

Der Architekt Gärtner gestaltete ab 1827 die im nördlichen Teil der Ludwigstraße angesiedelten Großbauten für staatliche und halbstaatliche Institutionen einschließlich des Siegestors, das 1992 Schwabing zugeschlagen wurde: darunter das Verwaltungsgebäude der Bayerischen Berg-, Hütten- und Salzwerke AG (Nr. 27) und das Blindeninstitut (Nr. 25), die heute beide von der LMU genutzt werden; daneben das Damenstiftsgebäude (Nr. 23, heute Bayerischer Verwaltungsgerichtshof), die katholische Pfarr- und Universitätskirche St. Ludwig und die Bayerische Staatsbibliothek (Nr. 16), Sitz einer der bedeutendsten europäischen Universalbibliotheken.

Zusatzinformationen

Seit 1998 erinnert der schmale Weg zwischen Ludwigskirche und Staatsbibliothek an den 1943 in Stadelheim hingerichteten Widerstandskämpfer Walter Klingenbeck (geb. 1924), Mitglied der katholischen Jugend St. Ludwig. Zusammen mit seinen Freunden Daniel von Recklinghausen, Hans Haberl und Erwin Eidel konstruierte der Schalttechniklehrling Klingenbeck einen Geheimsender, um antinationalsozialistische Beiträge von seinem Elternhaus in der Amalienstraße 44 auszustrahlen. Im Sommer 1941 malte Klingenbeck sogenannte »Victory-Zeichen« an mehrere Gebäude in Bogenhausen und drückte damit seinen Widerstandswillen aus. Er wurde im Januar 1942 denunziert und seine Gruppe flog auf. Am 24. September wurde Klingenbeck vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und am 5. August 1943 ermordet.

 

Mehr zum Kulturgeschichtspfad

KulturGeschichtsPfad Maxvorstadt: Ein virtueller stadtgeschichtlicher Rundgang durch das beliebte Innenstadtviertel mit dem Kunstareal und seinen weltberühmten Museen

Alle Stationen des KulturGeschichtsPfads Maxvorstadt

Informationen zur Barrierefreiheit

Bewertungen zu Geschwister-Scholl-Platz

 
Der Anbieter hat die Bewertung für diesen Beitrag deaktiviert
X

CORONAVIRUS: DIE AUSWIRKUNGEN AUF MÜNCHEN

Alle Infos
Top