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Lenbachhaus

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KulturGeschichtsPfade | Maxvorstadt, Universität

Lenbachhaus

Franz von Lenbach mit Familie
Franz von Lenbach mit Frau Lolo und den Töchtern Marion und Gabriele, 1903

Zur Geschichte

1854 wurde der als Sohn des Schrobenhausener Stadtmaurermeisters geborene Lenbach an der Münchner Akademie der Bildenden Künste angenommen. Hier förderte ihn Karl Theodor von Piloty. Nach Studienjahren in Italien machte Lenbach als Porträtmaler Karriere und wurde 1882 in den persönlichen Adelsstand erhoben. 1896 erwarb er ein Grundstück am Königsplatz – dem damaligen Zentrum der Kunstmetropole. Nach toskanischem Vorbild gestaltete er mit Gabriel von Seidl den Atelierflügel und die repräsentative Villa mitsamt Garten. Der Malerfürst bezog das Anwesen mit seiner zweiten Ehefrau Lolo (Charlotte von Hornstein, 1861–1941).

Lolo von Lenbach, selbst eine ausgebildete Malerin, verhandelte erfolgreich mit der Stadt München um die Einrichtung einer Städtischen Galerie. 1924 verkaufte sie die Gebäude und das Grundstück und spendete der Stadt Teile von Lenbachs Kunstsammlung und seines eigenen Werks. Als Pendant des Atelierflügels entstand der rechtsseitige Galerietrakt. Das Lenbachhaus, das der Münchner Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts gewidmet ist, wurde 1929 in der Luisenstraße 33 eröffnet. Mit der Schenkung Gabriele Münters im Jahr 1957 begann der Ausbau der bedeutendsten Sammlung des »Blauen Reiters«. Es ist eine glückliche Fügung, dass sich diese heute in der Maxvorstadt befindet, hatten hier doch bereits die Protagonisten der Künstlergruppe gelebt und gearbeitet (so z.B. Wassily Kandinsky mit Münter in der Schellingstraße 75, Franz Marc in der Nr. 33). 1972 entstand ein Erweiterungsbau, 1994 der Kunstbau in der U-Bahn-Haltestelle Königsplatz. Nach mehrjährigen Neu- und Umbauarbeiten wurde die Galerie 2013 wieder eröffnet und um einen Erweiterungsbau des Architektenbüros „Foster + Partners“ ergänzt.

Zusatzinformationen

In der Brienner Straße 40 befand sich 1910–1935 der »Verein für Fraueninteressen und Frauenarbeit«, der sich für die Zulassung von Frauen zum Universitätsstudium und für die Reform der Armenpflege und des Vormundschaftswesens engagierte. Die erste Vorsitzende war Luise Kiesselbach, die für die Deutsche Demokratische Partei im Stadtrat saß.

 

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