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Künstlerkneipe Simplicissimus

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KulturGeschichtsPfade | Maxvorstadt, Universität

Künstlerkneipe Simplicissimus

Gesellschaft im Simplicissimus
Gesellschaft im Simplicissimus; zweite von rechts Kathi Kobus, 1910

Zur Geschichte

Die Wirtin Kathi Kobus (1854–1929) eröffnete 1903 in der Türkenstraße 57 die Künstlerkneipe »Simplicissimus«. Sie benannte ihre Kneipe nach der Zeitschrift »Simplicissimus« und durfte das leicht abgewandelte Erkennungssymbol des Blattes, die Champagner köpfende Bulldogge verwenden. Die Kneipe war neben dem legendären Café Stefanie (Amalienstraße 14, heute 25, kriegszerstört) ein Szenetreff der sogenannten Schwabinger Boheme.

Zu den Stammgästen zählten Frank Wedekind, Ludwig Thoma, Erich Mühsam, Oskar Maria Graf, Franz Marc und Franziska zu Reventlow. Viele von ihnen gestalteten auch das kabarettistische Unterhaltungsprogramm.

Die Künstler bezahlten ihre Zeche gelegentlich mit eigenen Werken, sodass eine sehenswerte Sammlung die Kneipenwände schmückte. Der Hausdichter Joachim Ringelnatz beschrieb die Anziehungskraft der Kneipe: »Und mich ziehts mit Geisterhänden (…) nach den bildgeschmückten Wänden in den Simplicissimus«. Im renovierten »Alten Simpl« ist das Flair der einstigen Boheme-Atmosphäre auch heute noch zu erahnen.

 

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