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Georg-Elser-Pl. & Türkenschule

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KulturGeschichtsPfade | Maxvorstadt, Universität

Georg-Elser-Platz und Türkenschule

Georg Elser
Georg Elser, Aufnahme von 1921

Zur Geschichte

Seit 1997 erinnert der Platz bei der Türkenschule an den aus Württemberg stammenden Schreiner Georg Elser (1903–1945), der im August 1939 mit dem Ziel, Hitler zu töten und so den drohenden Krieg zu verhindern, nach München gekommen war. Er mietete sich in der Türkenstraße 94 ein und baute dort mehrere Monate an seiner Bombe.

Nach dem Scheitern des Bürgerbräu-Attentats wurde Elser in der Nacht des 8. Novembers 1939 festgenommen. Da das Regime Elser nach dem »Endsieg« in einem Schauprozess verurteilen wollte, wurde er erst nach Jahren der KZ-Haft am 9. April 1945, unmittelbar vor Kriegsende, ermordet. Seit 2009 ist an der Fassade der Grundschule an der Türkenstraße das Kunstwerk „8. November 1939“ von Silke Wagner angebracht. Es erinnert an Georg Elsers Attentat. Die Neonglas-Aluminium Installation an der Fassade symbolisiert die Detonation der Bombe Elsers, mit der er Hitler und sein Nazi-Regime stoppen wollte. Sie konzentriert sich auf den Moment, der die Geschichte des 20. Jahrhunderts hätte verändern können, indem sie jeden Abend einmal kurz aufleuchtet.

Die Türkenschule entstand 1872–1874 nach Plänen von August Voit d.J. und Arnold Zenetti. Sie wurde als »Simultanschule« gegründet: Katholische, protestantische, »israelitische« und glaubenslose Mädchen und Jungen wurden hier gleichberechtigt aufgenommen – im Gegensatz zur katholischen Amalienschule. Die heutige Gestaltung im Stil der Neuen Sachlichkeit ist auf den Wiederaufbau durch Gustav Gsaenger zurückzuführen.

Zusatzinformationen

In dem 1897–1900 von Martin Dülfer gestalteten Jugendstilbau Schellingstraße 26 lebte 1925–1931 der spätere sozialdemokratische Ministerpräsident Wilhelm Hoegner – der »Vater der bayerischen Verfassung«.

Walter Kolbenhoff beschreibt in »Schellingstraße 48«, dass die Traditionsgaststätte »Allotria« in der Türkenstraße 33 in der Notzeit der Nachkriegsjahre eine wichtige Anlaufstelle für Bedürftige war.

 

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