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Rund um den Stiglmaierplatz

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KulturGeschichtsPfade | Maxvorstadt, Universität

Rund um den Stiglmaierplatz

Stiglmaierplatz mit Löwenbräukeller
Stiglmaierplatz mit Löwenbräukeller, Ende 19. Jahrhundert

Zur Geschichte

Am Stiglmaierplatz kreuzt die Dachauer die Brienner Straße, die hier in die Nymphenburger Straße übergeht. 1845 wurde der Verkehrsknotenpunkt nach dem ersten Inspektor der königlichen Erzgießerei Johann Baptist Stiglmaier (1791–1844) benannt.

Seit 1851 steht das Atelier- und Bürogebäude der Mayer’schen Hofkunstanstalt F. X. Zettler an der Seidlstraße 25. Diese war 1847 als »Kunstanstalt für kirchliche Arbeiten« gegründet worden. Sie spezialisierte sich auf Kunsthandwerkstechniken wie Altarbau, Plastik, Fassmalerei, Glasmalerei sowie Mosaikarbeiten und stattete zahlreiche Münchner Kirchen aus. Das für die Entwicklung und Ausstrahlung Münchens als »Kunststadt« des 19. Jahrhunderts bezeichnende Unternehmen wurde 1882 zur »Königlich-Bayerischen Hofkunstanstalt«. Bereits damals existierten Auslandsvertretungen in London und New York. Auch heute hat die in der fünften Generation geführte Firma internationale Auftraggeber.

Der Löwenbräukeller von 1883 ist auch heute noch platzbestimmend. In diesem Bierpalast fanden zahlreiche Großveranstaltungen statt, darunter auch legendäre Faschingsbälle. Große Teile, die einst zur Brauerei gehörten, sind mittlerweile durch die »Nymphenburger Höfe« bebaut.

Das Volkstheater an der Brienner Straße 50 besteht seit 1983 als städtische Bühne. Zum Ensemble zählten u.a. Gustl Bayrhammer, Helmut Fischer, Willy Harlander und Michael Lerchenberg. Als Nachfolger von Ruth Drexel übernahm Christian Stückl 2002 die Intendanz und verlieh dem Theater ein neues, jugendliches Profil. Der Theatersaal, der ursprünglich zum Haus des Sports gehörte, wurde schon in den 1960er Jahren durch das private »Theater an der Brienner Straße« bespielt. Hier fand bereits am 24. Oktober 1968 die deutschsprachige Erstaufführung des Hippie-Kult-Musicals »Hair« statt. Vorsorglich hatte das Münchner Amt für öffentliche Ordnung gefordert, »geschlechtsbezogene Vorgänge und unzüchtige Texte […] zu entfernen«. Die Aufführungen fanden weitgehend unzensiert statt und waren regelmäßig ausverkauft.

 

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