Haus zum Schönen Turm

Bauwerke und Denkmäler | Altstadt, Zentrum

Haus zum Schönen Turm

Im Herzen der Altstadt, in unmittelbarer Nähe der Frauenkirche, steht das „Haus zum Schönen Turm“. Das beliebte Fotomotiv hat einen geschichtsträchtigen Hintergrund.

Das Gebäude wurde 1914 als als Geschäftshaus für Damen- und Herrenmode von den Münchner Architekten Eugen Hönig und Karl Söldner unter Verwendung heimisch-traditioneller Bauformen erbaut. Es sticht nicht zuletzt wegen seiner blumengeschmückten und im Winter romantisch beleuchteten Fassade ins Auge. Sein Namen erinnert an den mit Bildern geschmückten „Schönen Turm“, einem Torturm der mittelalterlichen Stadtmauer Münchens. Der Standort des 1807 als Verkehrshindernis abgerissenen Turms, in dem einige Zeit die Kaufmannsfamilie Kaufinger wohnte, ist seit 1983 im Pflaster der Fußgängerzone nachgezeichnet. Den Turm selbst zeigt eine Bronzeplakette an den Hausarkaden.

An der südwestlichen Hausecke erinnert die Skulptur eines barhäuptigen Mannes, der den Turm auf seinen Schultern trägt, an eine Münchner Stadtsage. Nach dieser soll der Mann, ein Goldschmied, in seiner Werkstadt neben dem Turm kostbaren Schmuck für einen vornehmen Auftraggeber herstellen. Als die Schmuckstücke auf unerklärliche Weise verschwanden, wurde der Goldschmied als Dieb hingerichtet. Kurz darauf fanden Handwerker im Dach des „Schönen Turms“ die vermissten Schmuckstücke im Nest einer Dohle. Der Sage nach wandert der Goldschmied bis heute in der Kaufigerstraße umher und warnt die Menschen, vorschnell zu urteilen.

Heute beherbergt das „Haus zum Schönen Turm“ das Herrenmodehaus Hirmer, das zu den größten Herrenaustattern Deutschlands zählt.

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