München an einem Tag entdecken: Tipps für eine 24-Stunden-Tour

Der Alte Peter vom Rathausturm , Foto: muenchen.de/Michael Hofmann
Foto: muenchen.de/Michael Hofmann Der Turm des Neuen Rathauses am Marienplatz bietet eine grandiose Aussicht auf den Alten Peter und bei klaren Wetterverhältnissen über ganz München.

Ein Tagesausflug mit Marienplatz, Englischem Garten und mehr

München lohnt sich auch für einen Tagesausflug: Mit diesen Tipps entdeckt ihr Marienplatz, Englischen Garten und mehr in nur 24 Stunden.

Los geht's am Marienplatz

Marienplatz München, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal

Die 24-Stunden-Tour durch München beginnt am Marienplatz. Genau hier befand sich die Stätte der Mönche, nach welchen München benannt ist. 1158 wurde die Stadt erstmals als "apud munichen" urkundlich erwähnt.

Heute ist der Marienplatz eine Top-Lage für viele Geschäfte und Cafés, dominiert von der neugotischen Fassade des Neuen Rathauses. Wegen seiner zentralen Lage ist der Platz der ideale Ausgangspunkt für eine Sightseeing-Tour. Und es ist immer was los, egal ob am Tag oder zu später Stunde.


9 Uhr: Frühstück: Bayerisch oder italienisch?

Hofbräuhaus München, Foto: BBMC Tobias Ranzinger
Foto: BBMC Tobias Ranzinger

Ein langer Sightseeing-Tag braucht eine gute Grundlage. Im Tal 7 befindet sich ein altehrwürdiges, uriges Wirtshaus, das Schneider Bräuhaus. Dort gibt es neben vielen anderen bayerischen Spezialitäten auch ein Weißwurstfrühstück.

Wer gern schnell und italienisch frühstückt ist in der Bar Centrale in der Ledererstraße 23 bestens aufgehoben.
               
Gleich nach dem Frühstück geht es um zehn Uhr direkt zum Platzl gleich ums Eck. Er ist einer der ältesten und ursprünglichsten Plätze Münchens, mit dem weltberühmten Bierpalast, dem Hofbräuhaus.

Vom Platzl mit seinen vielen schmucken Häusern ist es auch nicht weit zum Alten Hof. Er war der erste Münchner Sitz des bayerischen Herrschergeschlechts, den Wittelsbachern. Hier residierten sie vom 13. bis zum 15. Jahrhundert. Heute ist der verkehrsberuhigte Innenhof eine Oase der Ruhe mitten im Innenstadttrubel.
 

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Lockerung der Corona-Maßnahmen in München

Die Bayerische Staatsregierung hat in den vergangenen Wochen umfangreiche Lockerungen bei den Corona-Regeln für den privaten und öffentlichen Raum beschlossen. Seit dem 7. Juni 2021 gelten in Bayern nur noch zwei Inzidenzkategorien ("unter 50" und "zwischen 50 und 100"). Die Kontaktbeschränkungen sind gelockert, Erleichterungen gibt es auch bei Veranstaltungen, Gastronomie, Kultur, Schulen, Kitas und Hochschulen, im Handel und bei Freizeitangeboten.

  • Welche Corona-Maßnahmen in München derzeit gelten
  • Aktuelle Infos und Regelungen für München auf muenchen.de/corona
  • 11 Uhr – Wahrzeichen Münchens: Alter Peter und Dom

    Frauenkirche, Foto: Katy Spichal
    Foto: Katy Spichal

    Kurz vor elf Uhr, zurück zum Marienplatz. Das bekannte Glocken- und Figurenspiel mit Episoden aus der Münchner Stadtgeschichte startet pünklich auf die Sekunde.

    Nach dem Glockenspiel geht es hoch hinaus: Knapp über 300 Stufen führen zur Aussichtsplattform des Alten Peters. Von dort oben hat man einen herrlichen Blick, nicht nur auf den Marienplatz, sondern über ganz München. Und an schönen Tagen sogar bis in die Alpen.

    Wieder unten angekommen lohnt ein kurzer Abstecher in die Münchner Fußgängerzone. Nach knapp hundert Metern in der Kaufingerstraße gibt die Liebfrauenstraße den Blick auf das höchste Bauwerk der Innenstadt und das Wahrzeichen Münchens frei: Die Frauenkirche mit ihren zwei Zwiebeltürmen (Dom zu unserer lieben Frau).

    Im mächtigen Innenraum der gotischen Hallenkirche kann man sich auf die Suche nach dem sagenumwobenen Teufelstritt machen, eines schwarzen Fußabdrucks im Boden der Kirche - oder die Architektur und Ruhe des Gotteshauses auf sich wirken lassen. Kleiner Wermutstropfen: Der eigentlich besichtigbare Südturm ist wegen Sanierungsarbeiten derzeit nicht zugänglich.
     


    13 Uhr – Mittagshunger, ab auf den Viktualienmarkt

    Viktualienmarkt München, Foto: Katy Spichal
    Foto: Katy Spichal

    Von der größten Kirche Münchens geht es um ein Uhr über den Färbergraben zunächst in eine der kleinsten Kirchen der Stadt, die jedoch trotzdem eine der spektakulärsten ist: Die Asamkirche in den Sendlinger Straße ist ein Kleinod des Spätbarocks und an religiöser Pracht kaum zu überbieten.

    Wahrscheinlich haben die ersten schon wieder einen leeren Magen. Der Hunger führt direkt zur nächsten Sehenswürdigkeit: Dem Viktualienmarkt. Der Weg dorthin geht am Stadtmuseum, dem Jüdischen Museum, der Synagoge und der Schrannenhalle vorbei.

    Nehmt euch ruhig Zeit, auf dem Viktualienmarkt durch die Ladenzeilen zu schlendern. Hier ist der perfekte Ort, um alle erdenklichen Schmankerl einzukaufen und einer ganz besonderen bayerischen Tradition zu frönen: Der Biergartenbrotzeit. Dazu gehören Käse, Wurst, Brot, Brezen, Obatzter, Essiggurken, Aufstriche, Obst und Früchte. An einem schönen Plätzchen im Biergarten mitten auf dem Markt, mit einem kalten Getränk aus dem Ausschank, könnt ihr bayerische Lebensart genießen.
     


    16 Uhr – Rikschafahrt ins Grüne

    Chinesischer Turm im Englischen Garten, Foto: Katy Spichal
    Foto: Katy Spichal

    Die 24-Stunden-Tour führt zunächst nochmal zurück auf den Marienplatz. Die Rikscha-Fahrer dort radeln ihre Fahrgäste nicht nur bequem durch die Stadt, sondern können zu jeder Sehenswürdigkeit ein paar Geschichten erzählen.

    Am besten lasst ihr euch an der Residenz vorbei über den Odeonsplatz und den Hofgarten in den Englischen Garten radeln. Er ist einer der größten Stadtparks der Welt, bekannt für den Monopteros, den Chinesischen Turm und seine "Nackerten".

    Über Siegestor und Ludwigstraße geht es wieder zurück in die Altstadt. Wer gut auf den Beinen ist, schafft diese Runde jedoch auch locker zu Fuß.

    Am Odeonsplatz endet die Rikschafahrt. Nach einer kurzen Besichtigung der Feldherrnhalle und der Theatinerkirche geht es über die Theatinerstraße in die Fünf Höfe. Diese sind ein preisgekröntes Beispiel für neuere Münchner Architektur und machen den Gebäudekomplex zu weitaus mehr als einer schnöden Einkaufspassage.
     


    20 Uhr – Der Himmel der Bayern

    Frauenkirche, Foto: Katy Spichal
    Foto: Katy Spichal

    Ein langer und ereignisreicher Tag sorgt für ordentlich Appetit. Einer der schönsten Plätze zum Abendessen liegt gleich hinter der Frauenkirche an der Sporerstraße, wo die Auswahl zwischen gleich drei Traditionsgaststätten schwerfällt: Der Andechser am Dom, das Nürnberger Bratwurst Glöckl (Kundenseite) und der Augustiner am Dom (Kundenseite).

    Am besten reserviert ihr schon tagsüber einen Tisch. Doch auch ohne Reservierung findet man in einem der drei Lokale immer einen Platz, es könnte dann nur etwas länger dauern, bis ihr den ersten Schluck Bier genießen könnt. Und vielleicht findet ihr im Laufe des Abends sogar noch heraus, warum diese Ecke Münchens von Einheimischen auch gern ,Bermudadreieck‘ genannt wird...
     

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