München an zwei Tagen: Ein 48-Stunden-Tour für München-Besucher

München-Panorama vom Olympiaberg, Foto: muenchen.de/Michael Hofmann
Foto: muenchen.de/Michael Hofmann Vom Olympiaberg aus hat man eine herrliche Sicht über München

Die bedeutenden Sehenswürdigkeiten an zwei Tagen kennenlernen

München in 48 Stunden: Eine Tour zu den wichtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Was Besucher in zwei Tagen unbedingt sehen und machen sollten.

Tag 1 - Quer durch die Innenstadt: Los geht's am Marienplatz

Wie die 24-Stunden-Route beginnt die Zwei-Tages-Tour durch München am Marienplatz, dem Herzen der Stadt. Genau hier befand sich die Stätte der Mönche, nach welchen München benannt ist. Sie wurde 1158 erstmals urkundlich als "apud munichen" erwähnt.

Neue Corona-Regeln in Bayern seit 2. September

Mit der neuen Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung entscheidet seit dem 2. September 2021 eine landesweite "Krankenhausampel" (mit den Stufen Grün, Gelb und Rot) als neuer Leitindikator über die Corona-Maßnahmen. Die 3G-Regel (Zutritt nur für Geimpfte, Genesene und Getestete) in öffentlichen Innenräumen und bei Veranstaltungen ist ausgeweitet. Die allgemeinen Kontaktbeschränkungen entfallen, solange die Stufe Gelb nicht erreicht wird. Die Maskenpflicht gilt nur noch in geschlossenen Räumen und im öffentlichen Verkehr, die medizinische Maske ("OP-Maske") löst die FFP2-Maske als Standard ab.

  • Welche Corona-Maßnahmen in München derzeit gelten
  • Aktuelle Infos und Regelungen für München auf muenchen.de/corona
  • 9 Uhr – Ein süßes Frühstück am Viktualienmarkt

    Sankt-Jakobs-Platz, Foto: Katy Spichal
    Foto: Katy Spichal

    Bevor die Runde beginnt, braucht es jedoch eine gute Grundlage. Die gibt‘s im Café Frischhut, in Form einer Schmalznudel - ein heißes, fettiges Hefegebäck, das in Bayern auch als "Auszogne" bekannt ist. Wem das nicht deftig genug ist, der kann sich bei einem kurzen Abstecher auf dem Viktualienmarkt mit seinen vielen regionalen und exotischen Schmankerln stärken. Danach geht es an der Schrannenhalle vorbei, über den St.-Jakobs-Platz mit der Synagoge, dem Jüdischen Museum und dem Stadtmuseum in die Sendlinger Straße 32, wo ein Kleinod bayerischen Spätbarocks wartet: Die kleine Asamkirche.

    Viktualienmarkt-Probiertour

    Platte mit Antipasti, Foto: Weis(s)er Stadtvogel
    Foto: Weis(s)er Stadtvogel

    Den Viktualienmarkt mit allen Sinnen erleben – das bietet die Viktualienmarkt-Probiertour vom Weis(s)en Stadtvogel. Bei dieser Führung können Münchner und Gäste von verschiedenen Marktständen besondere Köstlichkeiten bester Qualität genießen. Die Tour findet täglich um 11, 13 und 15 Uhr (außer Sonn- und Feiertag) statt. Weitere Informationen »

    11 Uhr – Fußgängerzone und Frauenkirche

    Karlsplatz Stachus, Foto: Katy Spichal
    Foto: Katy Spichal

    Der anschließende Weg über Hacken- und Herzog-Wilhelm-Straße quer durchs Hackenviertel führt in zehn Minuten zum Karlsplatz. Seinem Verkehrsaufkommen ist der bayerische Ausspruch "Hier gehts zu wie auf dem Stachus" geschuldet. Das Karlstor ist Ausgangspunkt für den Bummel durch eine der größten Fußgängerzonen Europas über Neuhauser Straße und Kaufingerstraße.

    Kurz vor dem Marienplatz gibt die Liebfrauenstraße den Blick auf das höchste Bauwerk der Innenstadt und das Wahrzeichen Münchens frei: Die Frauenkirche mit ihren zwei Zwiebeltürmen (Dom zu unserer lieben Frau). Im mächtigen Innenraum der gotischen Hallenkirche kann man sich auf die Suche nach dem sagenumwobenen Teufelstritt machen, eines schwarzen Fußabdrucks im Boden der Kirche - oder die Architektur und Ruhe des Gotteshauses auf sich wirken lassen. Der eigentlich besichtigbare Südturm ist wegen Sanierungsarbeiten derzeit nicht zugänglich.

    Lust auf eine Stadtführung?
    Bei diesen Anbietern wird die Städtetour zum Erlebnis
    Jetzt entdecken

    13 Uhr – Bayerisches Mittagessen und dann zum Odeonsplatz

    Odeonsplatz in München, Foto: Katy Spichal
    Foto: Katy Spichal

    Einer der schönsten Plätze Münchens zum Mittagessen liegt hinter der Frauenkirche an der Sporerstraße, wo die Auswahl zwischen gleich drei Traditionsgaststätten schwerfällt: Der Andechser am Dom, das Nürnberger Bratwurst Glöckl (Kundenseite) und der Augustiner am Dom (Kundenseite). Mittags bekommt man auch meist ohne Reservierung einen Platz in einem der Lokale.

    Da deftiges bayerisches Essen gerne schwer im Magen liegt, empfiehlt sich ein längerer Spaziergang im Anschluss. Durch die moderne Einkaufspassage Fünf Höfe (Kundenseite) mit ihrer preisgekrönten Architektur geht es zunächst zum Odeonsplatz. Hier lohnt es sich Zeit zu nehmen, um die bewegte Geschichte der Feldherrnhalle zu entdecken, durch die Innenhöfe der Residenz zu schlendern und einen Blick in die Theatinerkirche zu werfen. Wer Lust auf einen Nachmittagskaffee hat, ist in den Cafés der belebten Theatinerstraße bestens aufgehoben.
     

    16 Uhr – Ab ins Grüne: Hofgarten und Englischer Garten

    Surfer auf dem Eisbach im Englischen Garten, Foto: Michael Hofmann
    Foto: Michael Hofmann

    Danach geht‘s ab ins Grüne. Durch den Hofgarten führt der Weg an der Staatskanzlei mit der Kuppel des ehemaligen Armeemuseums vorbei zum Englischen Garten. Der etwas weitere Weg über die Prinzregentenstraße zum Haus der Kunst lohnt sich. Denn gleich hinter dem monumentalen Bau zeigt sich eine für eine Großstadt nicht alltägliche Situation: Surfer, die eine stehende Welle im Eisbach reiten - bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit...

    Gleich hinter den Surfern öffnet sich der Englische Garten, einer der größten innerstädtischen Parks weltweit - mit einem verzweigten Wegenetz. Nicht wundern, falls im Park nackte Menschen liegen - eine große Fläche im südlichen Parkteil ist offiziell als FKK-Bereich ausgewiesen. An einem heißen Tag ist es gar nicht verkehrt, Badehose und Handtuch dabei zu haben. Das Wasser der Bäche ist zwar kalt, aber sehr erfrischend.

    Park-Besucher sollten unbedingt die Aussicht vom Monopteros genießen haben. Von dem kleinen Hügel aus ist die Sicht auf die Türme und Dächer der Altstadt wunderbar. Von dort sind es nur wenige Schritte bis zum Chinesischen Turm - einer historische Pagode mit Biergarten.
     

    19 Uhr – Eine bayerische Nacht im Biergarten am Chinesischen Turm

    Geschwister-Scholl-Platz an der Universität, Foto: Katy Spichal
    Foto: Katy Spichal

    Am Chinaturm angekommen, gibt es sicher kein Problem, einen Sitzplatz zu finden: Der Biergarten dort ist einer der größten Münchens - zur Not rückt man einfach zusammen. An schönen Tagen gibt es kaum einen besseren Ort in München, um einen Abend bei Bier und Brotzeit ausklingen zu lassen.

    Auf dem Rückweg zur U-Bahn zahlt sich ein Abstecher zum Geschwister-Scholl-Platz aus: Die nächtliche Beleuchtung der Universität, der beiden Brunnen und des Siegestors ist ein perfektes Fotomotiv.
     


    Tag 2 – Die Altstadt vom Isartor aus entdecken

    Tag zwei beginnt am Isartor, einem der drei noch erhalten Stadttore und Begrenzung der Altstadt im Osten. Hier, wo auch das Valentin-Karlstadt-Musäum zu Ehren des bekannten Komikerpaars untergebracht ist, befindet sich die wohl europaweit einzige rückwärtsgehende Turmuhr. Fürs Museum ist es aber noch zu früh.
     

    9 Uhr – Nach dem Frühstück zu Platzl, Hofbräuhaus und Alter Hof

    Alter Hof in der Innenstadt München, Foto: Katy Spichal
    Foto: Katy Spichal

    Darum erst einmal Frühstück bevor es in den zweiten Tag der Tour geht. Im Tal 7 befindet sich ein altehrwürdiges, uriges Wirtshaus, das Schneider Bräuhaus (Kundenseite). Dort gibt es neben vielen anderen bayerischen Spezialitäten auch ein Weißwurstfrühstück. Wer gern schnell und italienisch frühstückt, ist in der Bar Centrale in der Ledererstraße 23 bestens aufgehoben.

    Gleich nach dem Frühstück geht es um zehn Uhr direkt zum Platzl gleich ums Eck. Er ist einer der ältesten und ursprünglichsten Plätze Münchens, mit dem weltberühmten Bierpalast, dem Hofbräuhaus.

    Vom Platzl mit seinen vielen schmucken Häusern ist es nicht weit zum Alten Hof. Er war der erste Münchner Sitz des bayerischen Herrschergeschlechts aus dem Mittelalter, den Wittelsbachern. Hier residierten sie vom 13. bis zum 15. Jahrhundert. Heute ist der verkehrsberuhigte Innenhof eine Oase der Ruhe mitten im Innenstadttrubel.
     

    11 Uhr – Marienplatz: Glockenspiel, Neues Rathaus und Alter Peter

    Marienplatz München, Foto: Michael Nagy, Presse- und Informationsamt
    Foto: Michael Nagy, Presse- und Informationsamt

    Am Marienplatz beginnt um Punkt 11 Uhr das bekannte Glocken- und Figurenspiel mit Episoden aus der Münchner Stadtgeschichte. Pünktlich anzukommen ist kein großes Problem, den die Sehenswürdigkeiten der Innenstadt sind alle nur wenige Fußminuten voneinander entfernt. Nach dem Glockenspiel geht es hoch hinaus: Knapp über 300 Stufen führen zur Aussichtsplattform des Alten Peters. Von dort oben hat man einen herrlichen Blick, nicht nur auf den Marienplatz, sondern über ganz München, an schönen Tagen sogar bis in die Alpen.
     

    12 Uhr – Allianz Arena, BMW Welt, Olympiapark oder Nymphenburg

    Olympiapark, Foto: Katy Spichal
    Foto: Katy Spichal

    Vielleicht erspäht man von dort oben auch schon eines der nächsten Ziele. Hier besteht die Qual der Wahl, denn an einem Nachmittag ist höchstens eine der Optionen zu schaffen, da allein die Anfahrt bis zu einer halben Stunde dauern kann:

    • Fußballbegeisterte zieht es mit großer Sicherheit nach Norden zur Allianz Arena. Im Rahmen einer Stadiontour kann man tief in die Katakomben bis in die Mannschaftskabinen abtauchen und im FC Bayern Museum alles über die Geschichte des bekannten Weltvereins erfahren.
    • Autofans kommen in der BMW Welt (Kundenseite) und dem BMW Museum (Kundenseite) voll auf Ihre Kosten und haben zudem das große Vergnügen, gleich danach eine Runde unter den Zeltdächern des Olympiaparks (Kundenseite) drehen zu können und eine Auffahrt im Olympiaturm zu unternehmen oder den Olympiaberg zu besteigen.
    • Viel gediegener wird es im Schloss Nymphenburg. Das Schloss selbst ist ein imposanter Prachtbau, der weite Park dahinter und der Botanische Garten haben für Naturfreunde sicher noch die ein oder andere Überraschung parat.

    19 Uhr – Ein Abend im Szeneviertel: Glockenbach und Gärtnerplatz

    Gärtnerplatz, Foto: Katy Spichal
    Foto: Katy Spichal

    Gegen Abend lohnt es sich, mit der U-Bahn zur Fraunhoferstraße zu fahren. Der Gärtnerplatz ist der Mittelpunkt des Szeneviertels Glockenbach und perfekter Ausgangspunkt für einen langen Münchner Abend. Unter den unzähligen Restaurants, Kneipen und Bars ist für jeden das Richtige dabei. Hier eine kleine Auswahl - auch für Partygänger:

    • m.c. mueller: Leckere Burger, lässige Töne (Fraunhoferstraße 6)
    • Pimpernel: Mix aus alt und neu, homo und hetero - ab 22 Uhr feiern bis zum Morgen (Müllerstr. 56)
    • Paradiso: Tanzbar ab 21/22 Uhr - im ehem. "Old Mrs. Henderson" ließ es schon Freddy Mercury krachen

     

    Das könnte Sie auch interessieren

    X

    CORONAVIRUS: DIE AUSWIRKUNGEN AUF MÜNCHEN

    Alle Infos
    Top