Zweites Drill-Baby im Tierpark Hellabrunn

Drill-Baby Tierpark Hellabrunn, Foto: Tierpark Hellabrunn
Foto: Tierpark Hellabrunn

In der freien Wildbahn in Afrika gibt es fast keine Drills mehr. Umso größer ist jetzt die Freude im Tierpark Hellabrunn: Nach Drill-Dame Kaduna hat nun auch Afi zum ersten Mal Nachwuchs bekommen! Wer das süße Baby entdecken will, muss schon ganz genau hinsehen. Noch drückt sich das Kleine ganz fest an die Mutter – und die wacht mit Argusaugen über ihren Nachwuchs.

Geburt nach 180 Tagen Tragezeit

Drill-Baby Tierpark Hellabrunn
Foto: Tierpark Hellabrunn

Der Blutspendedienst München übernimmt die Patenschaft für das noch namenlose Drillbaby. "Wir haben uns bewusst für eine vom Aussterben bedrohte Affenart entschieden, um auf die Notwendigkeit von Natur- und Artenschutz aufmerksam zu machen", sagt Andreas Faber, der Betriebsleiter des Blutspendedienstes. Das Drill-Baby ist zudem wirklich sehr niedlich mit seiner lustigen Punkfrisur, dem hell rosa Gesicht und den unwiderstehlichen Segelohren. 180 Tage dauerte die Tragezeit von Drill-Dame Afi. Am 8. Mai war es dann soweit: Das Drill-Baby erblickte das Licht der Welt. Vor allem sein fünf Monate alter Halbbruder Nepomuk kann sich jetzt über einen Spielgefährten freuen.

Internationale Wohngemeinschaft

Drills im Tierpark Hellabrunn: Bakut

Vater Bakut zog im April 2011 aus dem Zoo Wuppertal an die Isar. Seine Gefährtinnen – die Schwestern Afi und Kaduna, sechs und acht Jahre alt – kommen aus Großbritannien und gesellten sich im Juli 2012 dazu. Von Verständigungsschwierigkeiten keine Spur: Schon beim ersten Treffen der drei Drills hat es mächtig gefunkt und Bakut hat sich für seine Aufgabe – die Arterhaltung – mächtig ins Zeug gelegt. Mit Erfolg!

Der Drill steht auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohtesten Tierarten. Weltweit leben nur noch etwa 3.500 Tiere in freier Wildbahn. In den europäischen Zoos sind es etwa 70. Mit großem Engagement widmet sich der Tierpark Hellabrunn ihrem Erhalt. Er koordiniert das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) sowie das Internationale Zuchtbuch (ISB) dieser Affenart. Als Mitglied des Vereins „Rettet den Drill“ unterstützt Hellabrunn unter anderem die Auswilderung von rund 100 Drills in den Afi Mountains von Nigeria, die wissenschaftlich begleitet wird. Und wer weiß, vielleicht ist schon beim nächsten Auswilderungsprojekt ein Hellabrunner Drill dabei.

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