Die Maximilianstraße - Prachtboulevard mit Geschichte und Geschichten

Mehr als große Marken: Warum es sich lohnt, Münchens Prachtstraße zu erkunden

Wer heute die Maximilianstraße entlangschlendert, kann Münchner Klischees live erleben - teure Autos, hohe Sonnenbrillendichte unter den Shoppenden, internationale Nobelmarken. Daneben aber auch viel Kultur, lebendige Geschichte und eine besondere Tramlinie.

Ein Generationenkonflikt - und was sie mit der Maximilianstraße zu tun hat

München, Graggenauer Viertel, November 1858: Der neue Prachtboulevard ist zwar noch lange nicht fertig, erhält aber schon den Namen „Maximilianstraße“, nach König Maximilian II. Joseph, dem Sohn König Ludwigs I., der zehn Jahr zuvor zu seinen Gunsten abgedankt hatte. König Max II. hatte eine andere Vorstellung von moderner Architektur als sein Vater, dessen Geschmack sich in der nach ihm benannten Ludwigstraße widerspiegelt. Der Architekt Friedrich Bürklein setzte den neogotischen Stil um, den „Maximilianstil“. Bestes Beispiel: Die Regierung von Oberbayern.

Ex-König Ludwig I. fand die Bauten „abscheulich“

König Max II. war als Zauderer bekannt - so ganz sicher war er sich nicht in der Planung und Umsetzung der Bauten entlang der neuen Prachtmeile zwischen Max-Joseph-Platz und Maximilianeum auf der anderen Seite der Isar. Das „Taubstummeninstitut“ zum Beispiel ließ er kurz vor dessen Fertigstellung wieder abreißen, um die Bebauung einheitlicher zu gestalten - freilich im damals angesagten Stilmix zwischen Renaissance und Neugotik. Sein Vater fand das vorläufige Ergebnis nicht befriedigend: „Abscheulich“ sei, was sein Sohn da habe hinstellen lassen, ließ er Leo von Klenze wissen. Dennoch füllte sich die Maximilianstraße im Gegensatz zur Ludwigstraße schnell mit Leben und fing an zu pulsieren. Und: Durch die Mischung der Baustile war und ist der Boulevard einzigartig und typisch für München, früher und heute.

Die Maximilianstraße im 20. Jahrhundert

Corona: Lockdown-Verlängerung bis mindestens 14. Februar

Aufgrund der nach wie vor zu hohen Corona-Infektionszahlen wird der Lockdown über den 31. Januar hinaus bis vorerst 14. Februar 2021 verlängert. Das hat das Bayerische Kabinett am 20. Januar beschlossen. Die bisher gültigen Maßnahmen in Bayern bleiben weiterhin in Kraft, so sollen z.B. Schulen – bis auf wenige Ausnahmen ab 1.2. – weiter geschlossen bleiben. Die FFP2-Maskenpflicht wird noch etwas ausgeweitet.

Die neue Infektionsschutzmaßnahmenverordnung ist am 21. Januar in Kraft getreten, die Zustimmung des Landtags zur Lockdown-Verlängerung über den 31. Januar hinaus steht noch aus.

Weiter geöffnet bleiben u.a. Lebensmittelgeschäfte, Drogerien, Tankstellen, Tierbedarf sowie Apotheken und weitere Geschäfte des Gesundheitsbedarfs.

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  • Ab den Siebzigerjahren zogen die Nobelmarken in die Maximilianstraße und sie wurde neben der Düsseldorfer „Kö“ zur angesehensten Prachtmeile Deutschlands. Neben den Labels wie Cartier, Dior, Jil Sander, Louis Vuitton, Chanel, Gucci, Escada und Hugo Boss gab es aber auch ganz normale Geschäfte wie Blumenläden, Buchhandlungen und viele Restaurants und Cafés. Münchner kauften in der Maximilianstraße ein, tranken ihren Espresso, ratschten mit den Nachbarn oder gingen abends nach dem Theater oder der Oper noch was essen.

    Und heute? Es tut sich was auf der Prachtstraße

    Spaziert man heute über die Maximilianstraße, die im Schnitt ungefähr 2000 Besucher pro Stunde zählt, fällt auf: viele Cafés sind zugunsten von Luxuslabels verschwunden. Und auch die kleineren Läden tun sich mittlerweile schwer. Vor allem die Touristen aus Russland und Asien kaufen am liebsten in Geschäften, deren Namen sie kennen. Dennoch tut sich hier was - nach wie vor ist neben Einkaufen oder Window-Shopping viel Kultur auf engstem Raum geboten. Nicht nur in den Kammerspielen, dem National- und Residenztheater und dem GOP Varieté-Theater, sondern auch im Museum Fünf Kontinente und unterirdisch, im Maximiliansforum unterhalb der Kreuzung mit dem Altstadtring.

    Tipp: Die Fahrt mit der Tram 19

    Nicht nur für München-Touristen, sondern auch für Einheimische ein Erlebnis: Die Fahrt mit der Tram 19 Richtung St.-Veit-Straße und wieder zurück. Am besten steigt man schon in der Maffeistraße bei den Fünf Höfen zu, dann geht es in einer schönen S-Kurve in die Perusastraße und zum Max-Joseph-Platz, wo die Maximilianstraße beginnt. Fast zu schnell fährt die Tram die schnurgerade Prachtmeile hinunter, am Maxmonument vorbei und über die Isar auf das Maximilianeum zu, an dem sie sich den Isarhang hinauf windet und einen nach Haidhausen bringt. Mit einem Tagesticket oder der IsarCard kann man hin- und herfahren, so oft man will, selbstverständlich inklusive Hop-on-hop-off-Möglichkeit, wenn man zwischendrin ein bisschen shoppen oder einen Espresso trinken möchte.

    Bildergalerie Maximilianstrasse


    Text: Anette Göttlicher
    Fotos: Anette Göttlicher, gemeinfrei

    Februar 2018

     

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