Die Sendlinger Straße

sendlinger strasse, shoppen, einkaufen, geschichte, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher

Einkaufen in Münchens Innenstadt

Für viele Münchner ist die Sendlinger Straße die erste Einkaufsstraße, die sie schon als Kind kennenlernten. Es geht ruhiger und gemütlicher zu als in der Kaufinger und Neuhauser Straße, die Vielfalt der Läden ist dennoch groß – und ganz nebenbei gibt es auch noch ein bisschen Stadtgeschichte zu schnuppern!

Die Geschichte der Sendlinger Straße

sendlinger strasse, shoppen, einkaufen, geschichte, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher

Die Sendlinger Straße beginnt am Rindermarkt, kreuzt Rosental und Färbergraben, Dult-, Hermann-Sack- und Hackenstraße, danach noch Singlspieler- und Schmidstraße, bis sie an der Herzog-Wilhelm-Straße endet. Dort liegt das Sendlinger Tor, 1319 erstmals erwähnt, am gleichnamigen Platz. Ihren Namen hat die Sendlinger Straße seit 1318 vom damaligen Dorf Sendling. Teile hießen früher Auf der Bruck (um 1382), Auf der Tyferbruck (1389/1394) und Unter der Stieg (1404). Bis heute führt sie immer noch nach Sendling – allerdings nur über Umwege.

Das Asamhaus

sendlinger strasse, shoppen, einkaufen, geschichte, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher

Flaniert man die Sendlinger Straße entlang, trifft man mittendrin auf zwei sehr besondere Schmuckstücke der Münchner: das Asamhaus und die Asamkirche, eigentlich St. Johann Nepomuk. Das Asamhaus mit seinen prächtigen Verzierungen wurde von Egid Quirin Asam, einem Maler und Stuckateur aus Tegernsee, 1729 gekauft und ab 1733 mit den wunderschönen Fassadenstuckaturen versehen. Das Haus selbst ist sogar noch älter, es wurde vermutlich im 16. Jahrhundert erbaut. Und wer mag: Im Bayerischen Nationalmuseum kann man heute die Türflügel des Eingangsportals bewundern.

Die Asamkirche

sendlinger strasse, shoppen, einkaufen, geschichte, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher

Die Asamkirche wurde von den Gebrüdern Asam 1746 fertiggestellt und war eigentlich als private Kirche geplant. Der Innenraum ist wegen seiner vielen Ornamente und Stuckaturen auf engstem Raum ziemlich beeindruckend, auch die Lichtführung ist sehr interessant. Findet gerade keine Taufe statt oder ist die Kirche zur Reinigung geschlossen (freitags), kann man sie jederzeit besichtigen und sich dort ein bisschen vom Trubel der Sendlinger Straße erholen.

Shopping in der Sendlinger Straße

sendlinger strasse, shoppen, einkaufen, geschichte, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher

Seit 2017 ist die Sendlinger Straße nun dauerhaft eine Fußgängerzone, was ihr nicht nur optisch sehr gut tut. zuvor war sie eine Einbahnstraße vom Sendlinger Tor aus, in der die Autofahrer sowieso die meiste Zeit eher standen als fuhren. Wer lieber kleinere Läden als große Kaufhäuser mag, wird sich hier beim Einkauf von Kleidung und Accessoires sowie Geschenken und Büchern wohlfühlen. Und wer es etwas mondäner möchte, sollte die Hofstatt mit ihren großen Marken und ihrem modernen Design besuchen. Doch auch hier wird Wert auf kleine Labels gelegt, zum Beispiel durch den Pop-up-Store, dessen Besetzung alle paar Wochen wechselt.

Münchnerisch einkaufen

Die Sendlinger Straße im Frühling, Foto: muenchen.de/Dan Vauelle
Foto: muenchen.de/Dan Vauelle

Für die Münchner gibt’s hier viele Klassiker: alteingesessene Geschäfte, die schon seit vielen Jahren bestehen. Beispielsweise die Filiale von Leder Fischer, die Postergalerie im Asamhof, Stierblut, Kare oder auch den Taschen- und Gepäckladen Hetzenecker, bei dem eigentlich trotz seiner Beständigkeit immer irgendwie Räumungsverkauf zu sein scheint. Auch olfaktorisch ist die Sendlinger Straße interessant, zum Beispiel, wenn man an Lush vorbeigeht oder bei Abercrombie & Fitch. Richtung Rindermarkt gibt’s ein paar kleinere Sportgeschäfte und, relativ neu, Zara Home. Und wer müde vom Herumlaufen und Einkaufen ist, kann sich nun auch mitten auf der Straße bequem auf einen der Stühle setzen und dem Trubel einfach nur ein bisschen zusehen.

Bildergalerie Sendlinger Strasse


Text: Anette Göttlicher
Fotos: Anette Göttlicher, gemeinfrei

Mai 2018

 

Lust auf mehr Shopping?

Shopping-Guide

Münchens bester Shopping-Guide

Einkaufspassage

Einkaufspassagen

Die beliebtesten Einkaufspassagen

Die Maximilianstraße

Der Prachtboulevard früher und heute

Die Brienner Straße

Münchner Prachtstraße mit Geschichte

X
Event-Highlights und Freizeit-Tipps

muenchen.de als Newsletter!

Mit aktuellen Event-Highlights und Freizeit-Tipps:
Die Einwilligung zum Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen
Top