Fesch auf die Wiesn – die Trachtentrends 2018

Dirndl ohne Blusen: Cocovero, Foto: Cocovero
Foto: Cocovero

Ihr braucht noch Dirndl oder Lederhosn? Hier werdet Ihr fündig!

In zwei Wochen startet das Oktoberfest – und wir sind uns wahrscheinlich einig: In Dirndl oder Lederhosn macht ein Wiesnbesuch noch mehr Spaß! Wir zeigen Euch, was 2018 angesagt ist, wo Ihr gut beraten werdet und wo Euer Besuch sich bayerische Tracht ausleihen kann.

Vintage, Glamour und Nachhaltigkeit: Trachten Angermaier

Vintage, Glamour und Nachhaltigkeit: Trachten Angermaier, Foto: Angermaier
Foto: Angermaier

Angermaier (Anzeige) setzt auf aktuelle Trends, die das traditionelle Dirndl variieren: Hochgeschlossene Dirndl aus Vintage-Stoffen sowie Rock-Mieder-Kombinationen sind absolut in. Wenn es Ausschnitte gibt, dürfen sie gerne auch etwas ausgefallener sein. Die Farben reichen von klassischem Oliv, Tannengrün, Dunkelblau und Rot bis hin zu kräftigem Türkis, Mintgrün, Bordeaux, Rosa, Senfgelb und Nudetönen. Auch Sonnengelb und Kirschrot – die Trendfarben des Jahres – sind in Dirndln, Röcken und Miedern zu finden.

Im Glamour-Bereich findet man Dirndl mit transparenten Spitzenrücken und aufwendige, mit Schmucksteinen oder Pailletten besetzte Schürzen.
Und für die Herren? Alles dreht sich natürlich um die Lederhose im Vintage-Stil mit aufwendigen Stickereien, die es neben den traditionellen Farben (dunkles bis helles Braun, grau, schwarz) nun auch in Gelb, Grün und Hellblau gibt. Ein Highlight speziell fürs Oktoberfest ist die Wiesn-Lederhose mit der Bavaria als Stickerei.
Als einziger Trachtenanbieter weltweit hat Angermaier übrigens eine nachhaltige Kollektion, bei der alle Bestandteile – von Stoffen bis Knöpfen – nach Ökotex Standard 100 zertifiziert und durch ein unabhängiges Institut getestet worden sind. In der greenline-Kollektion gibt es Dirndl, Mieder, Spenzer, Trachtenröcke, Schürzen, Blusen, Hemden, Westen und vegetabil gegerbte Lederhosen.

Weniger ist mehr: Lodenfrey

Weniger ist mehr: Loden Frey, Foto: Lodenfrey
Foto: Lodenfrey

Im Traditionshaus Lodenfrey (Anzeige) direkt um die Ecke der Frauenkirche setzt man auf Understatement: Das Dirndl 2018 ist aus traditionellen Stoffen, hat modische Farben und kleine handwerkliche Besonderheiten. Auffallend sind erhabene Plama-Stickereien, handgearbeitete Borten am Dirndlmieder und Schließendetails an der Schürze. Neben Baumwolle sind Seide, Leinen und Jacquard die wichtigsten Materialien und können auch im Mix getragen werden. Samt erlebt in diesem Jahr ein Revival und wird unter anderem als Dirndlmieder verarbeitet. Oliv, Mauve, Salbei, Eisblau, ein rauchiges Rosé und ein kräftiger Beerenton sind beim Dirndl die Farben der Saison, Bordeauxrot, Platin und Marine sind die Klassiker.

Spitze spielt bei den Dirndlblusen eine große Rolle – als Einsatz im Vorderteil, am Ärmel oder komplett. Dieses Jahr trägt man gerne hochgeschlossene Blusen zum Dirndlmieder. Denn: weniger ist mehr, und das gilt auch fürs Dekolletee.

Trachtenbodys, kein Chi-Chi: Julia Trentini

Trachtenbodys, kein Chi-Chi: Julia Trentini, Foto: Julia Trentini
Foto: Julia Trentini

Wir haben direkt bei Julia Trentini nachgefragt, der angesagten Dirndl-Designerin mit Ladengeschäft in der Westermühlstraße.

Wohin geht der Trend in diesem Jahr?
„Wie in den letzten Jahren sind hochgeschlossene Dirndl und hochgeschlossene Dirndlblusen angesagt. Die Stoffe haben traditionelle Trachtenmuster und eher gedeckte, nicht zu ausgefallene Farben: rosa, hellblau, dunkelblau, weinrot, olivgrün ..."

Und wo liegt der Unterschied zu den vergangenen Jahren?
„Die Tracht ist sehr zu ihrer ursprünglichen Form zurückgekehrt und hat sich von viel Chi-Chi und Glitzer entfernt. Weniger ist mehr!“

Was ist Ihr spezieller Wiesn-Liebling?
„Unsere Trachtenbodys, kombiniert mit dem hochgeschlossenen Klassiker Annalena. Und wer mal kein Dirndl möchte, kombiniert den Body einfach mit einem Rock!“

Dirndl ohne Blusen: Cocovero

Dirndl ohne Blusen: Cocovero, Foto: Cocovero
Foto: Cocovero

Das Dirndl ohne Bluse darunter ist eigentlich ein modisches No-go. Aber das gilt nicht für Dirndl, die keine Oberteile mit schmalen Trägermiedern haben, sondern Ärmel: Diese Dirndl sind hochgeschlossen und einteilig (bis auf die Schürze) und werden ohne Bluse getragen. Sie sind auch als Winter- oder Herbstdirndl bekannt. Herbstlich sind auch die Farben der traditionellen Dirndlstoffe: Rosé- und Blautöne aus den Fünfzigern und Sechzigern und die aktuellen Herbsttöne – dunkelblau, dunkelrot, „tea green“. „Je schlichter das Ganze, desto eleganter und edler“, erzählt man uns bei Cocovero in der Adalbertstraße in Schwabing.

Bavarian Outfitters: Tracht leihen statt kaufen

Bavarian Outfitters: Tracht leihen statt kaufen, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher

Ihr bekommt Besuch aus dem Norden? Eure Freunde möchten nicht in Jeans und T-Shirt ins Bierzelt, sondern in Tracht mit Euch feiern? Wenn die Zeit nicht fürs Shopping reicht, können sie sich bei Bavarian Outfitters schöne Trachten ausleihen. Wir haben mit dem Trachtenverleih gesprochen.

Wer kommt zu Euch?
„Hauptsächlich Amerikaner, Engländer, Australier. Asiaten sehen wir seltener, sie haben oft – unberechtigterweise – Sorge wegen der Hygiene. Außerdem bestellen viele Firmen für ihre Kunden ganze Outfits ins Hotel. Natürlich mit Anprobe.“

Welche Outfits werden am häufigsten gemietet?
„Das traditionelle, klassische Baumwolldirndl mit einer Rocklänge übers Knie. Die Männer leihen natürlich die klassische Lederhosn. Im Übrigen gibt es mehr männliche als weibliche Kunden, weil Männer da entspannter sind und es nicht so tragisch finden, wenn nicht alles hundertprozentig passt. Frauen sind wesentlich perfektionistischer und anspruchsvoller.“

Was kostet der Spaß?
„Die Leihgebühr für ein Dirndl mit Bluse und Schürze beträgt 42,90 Euro. Eine Lederhose allein gibt's für 32,90 Euro, mit Hemd und Socken für 49,90 Euro. Die Abgabe ist um 12 Uhr am nächsten Tag – unsere Kunden dürfen also gemütlich ausschlafen.“


Text: Anette Göttlicher
Fotos: Cocovero, Angermaier, Lodenfrey, Julia Trentini, Anette Göttlicher

September 2018

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