Lichtaktion an Siegestor, Isartor & Rathaus zur UEFA EURO 2020

Lichtkunst in München zur UEFA EURO 2020, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher Nach dem Viertelfinale Belgien gegen Italien (1:2) in der Fußball Arena: Das Rathaus in den Farben beider Nationen

Das Projekt Light Art: So schön leuchtete München an den EM-Spieltagen

(3.7.2021) Die Host City München hat sich einiges einfallen lassen, damit auch die, die nicht in der Arena dabei waren, die EM-Stimmung in der Stadt erleben konnten. Zu jedem Münchner Spiel der UEFA EURO 2020 wurden zentrale Bauwerke spektakulär beleuchtet – das Rathaus, als Deutschland gegen Frankreich spielte, beim Portugal-Match das Isartor, während der spannenden Partie gegen Ungarn das Siegestor und beim Viertelfinale Belgien gegen Italien sogar Rathaus und Siegestor. Was alles dahintersteckt: Hier ist die ganze Geschichte! Mit Videos.

Im Auftrag des Referats für Bildung und Sport

Dieser Beitrag über die UEFA EURO 2020 in der Host City München, eine von 11 Gastgeber-Städten der paneuropäischen Fußball-EM, ist vom Referat für Bildung und Sport (RBS) beauftragt. Die Inhalte wurden zwischen dem RBS und muenchen.de, dem offiziellen Stadtportal, abgestimmt.

Grande (Viertel-)Finale: Rathaus & Siegestor in den Farben von #BELITA

Lichtkunst in München zur UEFA EURO 2020, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher Das illuminierte Siegestor am letzten Spieltag in der Host City München

Eine italienische Nacht wurde, was als fröhlicher Tag mit vielen Fußballfans – Tifosi der Squadra Azzurra und Anhänger*innen der „Roten Teufel“ aus Belgien – auf dem Marienplatz und in der ganzen Innenstadt begonnen hatte. Während das Viertelfinale #BELITA in der Fußball Arena in Fröttmaning hochklassig und spannend verlief, wurden an diesem letzten Spieltag in der Host City München gleich zwei der markantesten Wahrzeichen der Stadt vom Technik-Team des Kulturreferats illuminiert: Das Neue Rathaus am Marienplatz und das Siegestor auf der Leopoldstraße. Wie immer in den Farben der spielenden Nationen, an diesem 2. Juli: Belgien und Italien. Der Pokal, der dem Rathausturm durch die Projektion eine Art Auge schenkte, ist nun für die Azzurri nach dem 2:1-Sieg etwas näher gerückt: Sie spielen jetzt am 6. Juli im Halbfinale von London gegen Spanien. Buona fortuna!

Ciao, Merci & Grazie! Das Video vom Lichtkunst-Finale in München

In einer stürmischen Nacht: Das Siegestor während des Ungarn-Spiels

Siegestor, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher

Während es am späten Abend des 23. Juni zeitweise gar nicht so gut ausgesehen hatte für den Einzug der deutschen Mannschaft ins Achtelfinale, strahlte das Siegestor auf der Leopoldstraße umso zuversichtlicher. Wer in der Halbzeitpause (oder gar während der zweiten Halbzeit) in der Maxvorstadt unterwegs war und den Münchner Triumphbogen in bunten Farben sah, konnte irgendwie nicht glauben, dass es das gewesen sein sollte. War's ja dann auch nicht – nach dem 2:2 ging es für das DFB-Team zum Achtelfinale ins Londoner Wembley-Stadion.

Video: Hinter den Kulissen der großen Lichtkunst-Aktion

100 LED-Scheinwerfer, 8 Stunden Aufbau, 2 Azubis

Georgel Cita, Kulturreferat München, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher Georgel Cîtâ mit seiner Technik-Crew

Was so magisch leicht und leise daherkommt, bedeutet eine Menge Arbeit und Organisation im Vorfeld: Zu neunt wurde die Technik mit über 100 Scheinwerfern acht Stunden lang am und unterm Siegestor aufgebaut, zwei Wochen dauerten Planung, Disposition und Programmierung der Licht-Show.

Georgel Cîtâ, Leiter der Veranstaltungstechnik vom Kulturreferat München, liegt diese Aktion aus einem speziellen Grund sehr am Herzen: „Das Besondere an diesem Projekt ist, dass zwei unserer jungen Auszubildenden die technische Verantwortung und Realisierung übernommen haben.“

So leuchtete das Isartor – nach dem Spiel Deutschland gegen Portugal

Das Isartor leuchtet, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher

Das mitreißende Spiel der DFB-Elf gegen Portugal (4:2) am 19. Juni war vorbei, bester Stimmung machten sich die Münchner*innen aus den Bier- und Schanigärten auf ihren friedlichen Heimweg durch die laue Sommernacht. Wer am Isartor vorbeikam, blieb noch eine Weile stehen: Abwechselnd leuchtete das Tor in den deutschen und portugiesischen Landesfarben, dazu kickte der Pokal einen Fußball über den mittleren Turm – und umgekehrt. 

Das Video der Isartor-Illumination nach dem Portugal-Spiel

So leuchtete das Rathaus – nach dem Spiel Deutschland gegen Frankreich

Das Projekt Light Art am Neuen Rathaus München, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher

Der erste Einsatz der beiden Azubis der Technikabteilung des Münchner Kulturreferats am 15. Juni war ein besonders spektakulärer: Wer während des Spiels der DFB-Elf gegen Frankreich die Halbzeitpause nutzte, um einen Spaziergang durch die Münchner Innenstadt zu machen, konnte am Marienplatz fast nicht anders, als stehen zu bleiben und das Handy zu zücken.

Der 0:1-Rückstand war für kurze Zeit vergessen, denn so haben Einheimische und Gäste das Neue Rathaus noch nie gesehen: Angestrahlt von 108 LED-Scheinwerfern und in buntes Licht getaucht. Zu sehen waren der Henri-Delaunay-Pokal als die begehrte Trophäe der UEFA EURO 2020, die Farben von Deutschland und Frankreich und ein Fußball, der über die ganze Fassade des Rathauses tanzte. 

Video: Light-Show auf dem Marienplatz nach dem Frankreich-Spiel

108 Scheinwerfer illuminieren die Rathausfassade

Lichtaktion zur EM am Rathaus in München, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher

Die Projektionen sind keine Videos. Sie werden mit über 100 Scheinwerfern erzeugt, die teilweise mit sogenannten „Gobos“, farbigen Schablonen, bestückt sind. Der Vorteil: Die LEDs sind wasserdicht. Hätte München nicht das Glück gehabt, eine laue Sommernacht für den ersten Spieltag zu erwischen – das Event hätte auch bei Starkregen stattfinden können, wogegen Beamer eher wasserscheu sind und ein Dach gebraucht hätten. 

Wer sich fragt, wie man denn die Farbe Schwarz in der deutschen Flagge an die Rathausfassade projiziert: Dieses Problem wurde durch einen hellen Rahmen um den Bereich der Fahne gelöst, so dass es tatsächlich so aussah, als ob der obere Teil der Flagge schwarz wäre – eine Art optische Täuschung.

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