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Die Olympischen Spiele 1972: Aufbruch und Zukunft

, Foto: München Tourismus, H. Gebhardt
Foto: München Tourismus, H. Gebhardt

Mehr als nur Sport: Olympia 1972 verkörpert bis heute Aufbruch und Vision

Das Jubiläumsprogramm der XX. Olympischen Sommerspiele in München erinnert daran, dass diese für viel mehr als Sport stehen: Sie vermitteln erstmals ein neues Bild von Deutschland als demokratisches und modernes Land und markieren die Entwicklung Münchens zur internationalen Großstadt. Ihre visionäre Ausrichtung verkörpert bis heute Aufbruch und Vision und gibt Anregungen für die Zukunft.

Im Auftrag des Kulturreferats

Dieser Beitrag über das Programm zum 50. Jubiläum der Olympischen Spiele München 1972 aus der städtischen Veranstaltungsreihe "Auf dem Weg in die Zukunft 1972–2022–2072" ist vom Kulturreferat der Landeshauptstadt beauftragt. Die Inhalte wurden zwischen Auftraggeber und muenchen.de, dem offiziellen Stadtportal, abgestimmt.

Die Entscheidung für die Bewerbung Münchens war durchaus politisch motiviert. Über 20 Jahre nach Ende des 2. Weltkriegs wollte Deutschland zeigen, dass es demokratisch gefestigt ist und sich bewusst abgrenzt von den nationalsozialistischen Spielen in Berlin 1936. 1972 war ein Höhepunkt des Kalten Krieges, die DDR zog erstmals als eigene Mannschaft bei Olympischen Spielen ein. Dass palästinensische Attentäter die Spiele als Schauplatz für das Attentat auf israelische Athleten nutzten, hatte in erster Linie politische Gründe. Die Stadt München und die Bundesrepublik Deutschland ergriffen die Chance, mit den Spielen Brücken zu bauen.

U-Bahn, S-Bahn, Fußgängerzone: München wird zur internationalen Großstadt

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Foto: Baureferat München Die historisches U-Bahn-Baustelle am Münchner Marienplatz

1972 war die Gesellschaft in Veränderung. Erstmals wurden rund um den Globus Fernsehbilder in Farbe gesendet. Der Bau der U-Bahn und S-Bahn veränderte das Stadtbild Münchens ebenso wie die Fußgängerzone, die früher als in anderen Städten das Zentrum der Stadt bürgernah und verkehrsfrei machte. Das Bewerbungskonzept bestach durch das Bekenntnis für die Spiele der kurzen Wege, die Spiele im Grünen, die Verbindung von Sport und Museen. Der Ansatz der Nachhaltigkeit spielte eine zentrale Rolle. In den Bereichen Architektur, Design, Kunst und Kultur zeigte München neue, visionäre Ansätze. Die Planer*innen des Architekturbüros Behnisch und seiner Partner, der Landschaftsplaner Günther Grzimek und das Design-Team rund um Otl Aicher, setzten kompromisslos auf einen radikalen Kurswechsel - weg vom Vertrauten hin zu Innovation, Experiment, Klarheit. Ziel war ein Gesamtkunstwerk als Vorwegnahme einer neuen Gesellschaft.

Zum Jubiläum: Kunstwerke rund um den Olympiasee

, Foto: Atelier Heinz Mack
Foto: Atelier Heinz Mack Skulptur Land Art, Wasserwolke auf dem Olympiasee (1971/72)

Diese historische und visionäre Ausgangssituation spiegelt sich in allen Bereichen des 50. Jubiläums der Olympischen Spiele ´72 wider. Wie damals werden auch bei den Jubiläumsfeierlichkeiten Kunstwerke rund um den Olympiasee den Anspruch der experimentellen, transparenten und visuellen Kommunikation sichtbar machen. Das Kulturreferat greift in Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Künstler*innen die Idee eines avantgardistischen Kulturprogramms auf und setzt den performativen, partizipatorischen Geist der Spiele in einer neuen modernen Form um. Kunst soll auch 2022 als Kommentar zur Welt des Sports verstanden werden und als Einladung an die Menschen mitzumachen. Den Auftakt bildet die Ausstellung zur Kunst der Olympischen Spiele 1972 in der Rathausgalerie am 29. Juni 2022.

Auf dem Weg in die Zukunft – die interaktive Zukunftskonferenz im November 2022

Wie sehr auch 2022 Mut, visionäres Denken und der Wille zu Veränderung und Aufbrauch notwendig sind, darüber will die Landeshauptstadt München im November 2022 beim Finale mit einer internationalen Konferenz sprechen. In dieser werden die im Jubiläumsjahr in den zahlreichen Ausstellungen und Veranstaltungen gezeigten Aspekte und diskutierten Themen zusammengeführt, mit dem Fokus auf die Gegenwart und Zukunft reflektiert und durch zukunftsweisende Modelle anschaulich gemacht. Die Erinnerung an die Olympischen Spiele in München 1972 sind Anlass, um die für die nächsten 50 Jahre relevanten Themen zu diskutieren und konkrete Gestaltungsansätze vorzustellen.

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