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Ausstellung „Olympia 72 in Bildern“ in der Staatsbibliothek

Ausstellung "Olympia 72 in Bildern", Foto: BSB/H.-R. Schulz
Foto: BSB/H.-R. Schulz So sieht die Ausstellung "Olympia 72 in Bildern" in der Bayerischen Staatsbibliothek aus

Historische Fotos von München '72: Eine ganz besondere Ausstellung in der Stabi

Zum 50. Jubiläum der Olympischen Spiele in München zeigt die Bayerische Staatsbibliothek bis zum 4. September 2022 eine Foto-Sonderausstellung: „Olympia 72 in Bildern“ dokumentiert die Zeit zwischen 1966 und 1972 aus verschiedensten Blickwinkeln, von der Stadtentwicklung über das Kulturprogramm bis zu den Nachwirkungen. Eintritt frei!

Veranstaltungsreihe des Kulturreferats

Die Beiträge über das Programm zum 50. Jubiläum der Olympischen Spiele München 1972 aus der städtischen Veranstaltungsreihe „Auf dem Weg in die Zukunft 1972–2022–2072“ sind mit dem Kulturreferat der Landeshauptstadt abgestimmt. 

140 Aufnahmen über die Spiele von München '72 – aber keine Sportfotos

Ausstellung „Olympia 72 in Bildern“

Aus aktuellem Anlass beschäftigt sich die diesjährige Fotoausstellung der Bayerischen Staatsbibliothek (BSB) mit den Olympischen Spielen 1972 in München. Knapp 140 Aufnahmen aus den Jahren 1966 bis 1972 wurden hierfür ausgewählt und werden in fünf Modulen präsentiert. Die Reproduktionen in verschiedenen Größen und von unterschiedlichen Fotografen sind noch bis 4. September im Prachttreppenhaus und im Fürstensaal der Staatsbibliothek zu sehen – manche davon übrigens zum ersten Mal.

Katharina Wohlfart, Co-Kuratorin der Ausstellung: „Wir zeigen keinerlei Sportfotos — die sportlichen Wettkämpfe spielen hier keine Rolle, weil sie für uns zu bekannt sind. Wir konzentrieren uns auf Olympia und die gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Aspekte. (...) Sie begeben sich hier auf eine Zeitreise zurück in die Jahre von 1966 bis 1972 und können in Fotografien diesen Sommer nacherleben und die ganzen spannenden Ereignisse, die ihn umgeben haben.“

Bereits seit drei Jahren zeigt die Bayerische Staatsbibliothek in ihren Jahresausstellungen auch immer wieder Foto-Dokumentationen: Die BSB verwaltet seit 2019 das das analoge Fotoarchiv des Magazins stern und hat dadurch insgesamt 19 Millionen Fotografien zur Verfügung.

Im Video: So spannend ist die Ausstellung „Olympia 72 in Bildern“

Die fünf Module der Ausstellung im Überblick

1. Stadtentwicklung

Ausstellung „Olympia 72 in Bildern“

Im Jahr 1966 wurde München zum Ausrichter der XX. Olympiade gewählt. Das bedeutete nicht nur, dass man Sportstätten errichten musste, auch die Infrastruktur der Stadt wurde neu- und ausgebaut. So entstanden in den folgenden Jahren die ersten Linien der U- und S-Bahn, neue Wohnviertel und der Mittlere Ring. 

  • Die Fotos stammen von verschiedenen Fotograf*innen, deren Archive die BSB verwahrt.

2. Vom Oberwiesenfeld zum Olympiagelände

Ausstellung „Olympia 72 in Bildern“, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher

Das wichtigste Bauprojekt fand auf dem Oberwiesenfeld statt, das zum Olympiagelände wurde. Hier entstanden unter anderem das Olympiastadion, die Olympiahalle und die Schwimmhalle, die mit ihrer markanten Zeltdachkonstruktion das Münchner Stadtbild bis heute maßgeblich prägen. Besonders schön kann man die dynamische Stadtentwicklung und den Stadionbau an vielen Luftbildern von damals sehen – lang vor der Zeit der Drohnen u.a. aus dem Flugzeug oder von den Pylonen des Olympia-Zeltdachs aus fotografiert. Als Ergänzung gibt es ein großes Architekturmodell des Olympiageländes, das besondere Einblicke in diese Tage im Jahr 1972 erlaubt.

  • Die Bilder stammen aus dem Fotoarchiv Max Prugger, dem Fotoarchiv Karsten de Riese und dem Fotoarchiv Joachim Kankel.

3. Design, Kultur und Medien

Ausstellung "Olympia 72 in Bildern", Foto: BSB/H.-R. Schulz
Foto: BSB/H.-R. Schulz

Die Olympischen Spiele 1972 dauerten vom 26. August bis zum 11. September, in diesen Tagen befand sich München im Ausnahmezustand. Rund vier Millionen Gäste aus aller Welt kamen, um die Wettkämpfe zu verfolgen. In diesem Teil der Ausstellung geht es um das Kulturprogramm, das den Sport ergänzte, und um das Design-Konzept, das von Otl Aicher und seinem Team für die Spiele entwickelt wurde. Auch ein originales Hostessen-Dirndl und ein Anzug von damals sind zu sehen.

  • Die Fotos stammen aus dem Fotoarchiv Felicitas Timpe und dem Fotoarchiv Georg Fruhstorfer.

4. Das Attentat

Ausstellung „Olympia 72 in Bildern“

Das Attentat, bei dem am 5. September 1972 elf israelische Geiseln und ein Polizist ermordet wurden, warf einen Schatten auf die bis dahin heiteren Spiele. Weltweit herrschte Bestürzung ob des Anschlags der Terrororganisation Schwarzer September. Fotografen des stern machten damals unzählige Aufnahmen der dramatischen Ereignisse, die wichtigsten werden in diesem Modul vorgestellt. Beeindruckend und unter die Haut gehend, auch 50 Jahre danach: Fotos von den Hinterbliebenen der Opfer.

  • Die Fotos stammen aus dem stern-Fotoarchiv.

5. Nachleben

Ausstellung „Olympia 72 in Bildern“

Sport, Konzerte, Festivals, Erholung – der Olympiapark ist heute nicht mehr aus dem Münchner Stadtleben wegzudenken und zudem Anziehungspunkt für Tourist*innen aus aller Welt. München hat von der Infrastruktur der Spiele profitiert: Wie haben die Spiele die Stadt seit 1972 geprägt? Darum geht es zum Abschluss der Ausstellung in diesem Modul, z.B. mit Fotos von Fußballspielen des FC Bayern oder Konzerten von Bands wie den Rolling Stones. 

Öffnungszeiten und weitere Infos

Wann ist geöffnet? Die Ausstellung ist bis 4. September geöffnet: Sonntag bis Freitag 10 – 18 Uhr. An Samstagen und Feiertagen ist die Ausstellung geschlossen.

Wie komme ich an Tickets? Der Eintritt ist frei und ohne vorherige Reservierung möglich.

Gibt es Führungen? Jeden Donnerstag um 16:30 Uhr gibt es eine kostenlose Führung durch die Ausstellung. Allerdings ist eine Anmeldung unter der E-Mail veranstaltungen@bsb-muenchen.de erwünscht. Gruppenführungen gibt es auf Anfrage (70 Euro/Führung).

Wie komme ich zur Bayerischen Staatsbibliothek? Die BSB befindet sich in der Ludwigstraße 16 neben der Ludwigskirche. U-Bahn: U3 oder U6, Haltestelle „Universität“.

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