Die Reithalle wird zum Kultur-"Utopia"

Blick in die Veranstaltungs-Location Utopia, Foto: Utopia
Foto: Utopia

Konzerte, Messen, Lesungen: Buntes Programm für die frühere Reithalle

(4.11.2019) Aus der Reithalle wird "Utopia" - unter diesem Namen betreibt ein Team von Münchner Kulturmachern künftig die altehrwürdige Halle in Schwabing-West. Geplant sind Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, Messen, Food-Märkte und natürlich Partys. Schon das Eröffnungsprogramm am kommenden Wochenende kann sich sehen lassen.

Das planen die "Lovelace"-Macher im "Utopia"

Die Betreiber des Utopia- v.l. Michi Kern, Lissi Kieser, Gregor Wöltje, Foto: Utopia
Foto: Utopia Die Betreiber Michi Kern, Lissi Kieser und Gregor Wöltje (von links)

Die neuen Betreiber der früheren Reithalle sind keine Unbekannten in der Münchner Kulturlandschaft. Michi Kern, Lissi Kieser und Gregor Wöltje (auf dem Foto von links nach rechts) haben zusammen das Pop-Up-Hotel "The Lovelace" in der Altstadt zu einem (sub-)kulturellen Fixpunkt in München gemacht. Seit Anfang des Jahres ist das "Lovelace" Geschichte, doch das Trio will dessen Grundidee nun im "Utopia" weiterführen.

Geplant ist also erneut ein vielfältiges Programm mit einer Mischung aus Konzerten, Ausstellungen, Festivals, Theater, Lesungen, Messen und Vorträgen. Wie das ungefähr aussehen könnte, verrät ein Blick auf die ersten bestätigten Termine in der neuen Location.

So bespielt bereits am 5./6.11., also noch vor der offiziellen Eröffnung, das Jewish Chamber Orchestra mit "Noahs Flut" das "Utopia". Am 9.11. findet dann die große Opening Party mit zahlreichen DJs und einer Lichtinstallation statt. Und am Wochenende darauf präsentieren sich beim Night Food Markt 10 lokale Münchner Restaurants, daneben gibt es natürlich eine große Party.

Das "Utopia" soll bewusst nicht nur etablierten Künstlern offen stehen, sondern auch jungen Kreativen und somit ein lebendiger Ort der Münchner Subkultur werden. Das Programm soll sich dabei ständig wandeln: "Ich bin neugierig auf die Dinge, die sich ergeben, die sich entwickeln, neu entstehen. Was kommt da zusammen? Wir sind für alles und alle offen und bereit!", sagt Betreiber Michi Kern.

Historische Halle mit langer Kulturgeschichte

Die historische Reithalle in der Heßstraße 132 wurde 1894 erbaut und diente zunächst militärischen Zwecken. Seit langer Zeit wird sie aber kulturell genutzt, zuletzt war sie etwa unter anderem Ausweich-Ort für das Ensemble des Gärtnerplatztheaters während dessen Sanierung. Seit 1994 betrieb Dagmar Hahn die Halle, nun übergibt sie sie nach 25 Jahren in neue Hände.

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