Absage wegen Corona: Filmfest München fällt 2020 aus

Filmfest München Open Air, Foto: Christian Rudnik
Foto: Christian Rudnik

Corona sorgt für Absage: Filmfestival war für den Sommer geplant

(6.4.2020) Das zweitgrößte Filmfestival Deutschlands fällt 2020 aus und wird wegen der Corona-Pandemie erst 2021 wieder ausgetragen. Die 38. Ausgabe des Filmfest Münchens war für den 25.6. bis 4.7.2020 geplant. Veranstalter und Gesellschafter beschlossen jetzt die Absage. Warum die Entscheidung so gefallen ist, was Kulturreferent Biebl und Bürgermeister Pretzl dazu sagen...

Filmfest-Macher verkünden: "Wir sehen uns 2021"

Filmfestchefin Diana Iljine bei ihrer Rede zur Eröffnung des Filmfests, Foto: muenchen.de/Mark Read
Foto: muenchen.de/Mark Read Festivalleiterin Diana Iljine

Jeden Sommer trifft sich die Filmbranche in München zum Filmfest mit hunderten Premieren und Klassikern. In diesem Jahr bleibt der Rote Teppich eingerollt, die Stars zuhause und die Leinwände weiß. Optimistisch heißt es auf der offiziellen Webseite bereits "Wir sehen uns 2021!".

Festivalleiterin Diana Iljine und ihr Team erwischt die Absage mitten in der intensiven Vorbereitung. Doch nach ausgiebigen Diskussionen mit den Gesellschaftern und Experten ist ein Festival mit Teilnehmern aus aller Welt in der Corona-Krise aus Sicherheitsgründen nicht zu verantworten. Auch wenn der Termin erst im Sommer liegt.

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Verschiebung des Festivals war nicht möglich

Als Gründe für die Absage wurden unter anderem Reisebeschränkungen und die fehlende räumliche Distanz genannt. Alternativen wie eine Verschiebung des Festivals in den Herbst, ein verkürztes Format oder eine digitale Lösung wurden verworfen. "Wir werden nun daran arbeiten, dass die Marke Filmfest München auch in diesem Jahr sichtbar bleibt und kraftvoll ins nächste Jahr geführt wird“, zeigt sich Iljine zuversichtlich. Einen konkreten Termin für 2021 gibt es derzeit noch nicht.

Kulturreferent Anton Biebl und Bürgermeister Manuel Pretzl erinnern in ihren Stellungnahmen an die Verantwortung für Mitarbeiter und Publikum.

Kulturreferent Biebl: "Filmfest München lebt von Begegnungen"

Anton Biebl, Foto: Robert Haas, Süddeutsche Zeitung Photo
Foto: Robert Haas, Süddeutsche Zeitung Photo Kulturreferent Anton Biebl

Anton Biebl, der Kulturreferent der Landeshauptstadt München: "Das Filmfest München lebt von Begegnungen, sie machen das Festivalflair aus. Wir können es nicht verantworten, die Gesundheit des Publikums zu gefährden. Dies und die notwendige Planungssicherheit, der Qualitätsanspruch an das Festival und wirtschaftliche Erwägungen machen eine Absage nötig. Die Vorfreude auf das Filmfest 2021 beginnt jetzt - es soll wieder ein großartiges Programm werden, das die Menschen begeistert und zusammenbringt!.

 

Bürgermeister Pretzl: "Absage ist unumgänglich"

Manuel Pretzl, Foto: CSU München
Foto: CSU München

Bürgermeister Manuel Pretzl, der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Internationalen Münchner Filmwochen GmbH: „Ich bedauere die Absage des Filmfests persönlich sehr. Sie ist aber angesichts der momentanen gesundheitlichen Gefährdungslage unumgänglich. Oberste Priorität hat jetzt die Eindämmung des Corona-Virus. Ich bin mir sicher: Gemeinsam werden wir diese Herausforderung meistern – und danach ein umso wertvolleres Filmfest 2021 feiern können. Meine Gedanken gelten auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Filmfest München. Wir werden alles dafür tun, dass sie ohne soziale Härten durch diese Zeit kommen.“

Corona: Abgesagte Veranstaltungen in München

In Bayern ist das öffentliche Leben zur Eindämmung des Coronavirus eingeschränkt. Veranstaltungseinrichtungen öffnen nur schrittweise wieder. Großveranstaltungen bleiben mindestens bis Ende Dezember untersagt. Bitte informiert Euch unbedingt auf den Seiten der Veranstalter oder Ticketanbieter über konkrete Absagen oder Verschiebungen und die Kartenrückgabe.

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