Livestream: Gedenken an die Deportation der Münchner Sinti und Roma

Josef Maria Schneck, Foto: NS-Dokumentationszentrum München
Foto: NS-Dokumentationszentrum München Josef Maria Schneck (1930-1944), das Bild entstand vermutlich 1934

Gedenkveranstaltung wird am 13. März online gezeigt

(01.03.2021) Auch in diesem Jahr gedenkt München der Deportation von 131 Sinti und Roma in das Vernichtungslager Auschwitz am 13. März 1943, die nur wenige der Frauen, Männer und Kinder überlebten. Wegen Corona können die Veranstaltungen leider nicht öffentlich stattfinden. Die Namen der Opfer werden auf das NS-Dokumentationszentrum projiziert, die Gedenkveranstaltung ist am 13.3.2021 ab 19 Uhr hier im Livestream zu sehen.

Kranzniederlegung und Namenslesung wegen Corona nicht öffentlich

Platz der Opfer des Nationalsozialismus, Foto: NS-Dokumentationszentrum München
Foto: NS-Dokumentationszentrum München

Pandemiebedingt können die Namenlesung und Kranzniederlegung am Platz der Opfer des Nationalsozialismus sowie die Gedenkveranstaltung im NS-Dokumentationszentrum München am 13. März 2021 nicht öffentlich stattfinden.

Um die Opfer in das öffentliche Bewusstsein zu rücken, werden ihre Namen an die Fassade des NS-Dokumentationszentrums projiziert. Abends findet eine Gedenkveranstaltung mit Vortrag statt, die online auf muenchen.de verfolgt werden kann.

Livestream der Gedenkveranstaltung am 13.3.

Im Rahmen der Gedenkveranstaltung sprechen Bürgermeisterin Katrin Habenschaden, Erich Schneeberger (Vorsitzender des Verbandes Deutscher Sinti und Roma Landesverband Bayern e.V.) und Dr. Mirjam Zadoff (Direktorin des NS-Dokumentationszentrums München).

Dr. Markus End (Zentrum für Antisemitismusforschung – TU Berlin) hält den Gedenkvortrag zum Thema „Antiziganismus in der Bundesrepublik Deutschland: Kontinuitätslinien und Brüche“. Der Livestream wird am 13.3. ab 19 Uhr auf YouTube gezeigt:

Projektion der Namen an der Fassade des NS-Dokumentationszentrums München

NS-Dokumentationszentrum München bei Nacht, Foto: NS-Dokumentationszentrum München
Foto: NS-Dokumentationszentrum München

Am 8. März 1943 ließ die Polizei in München ganze Familien im Polizeigefängnis in der Ettstraße inhaftieren. Wenige Tage später, am 13. März 1943, erfolgte ihre Deportation in das Vernichtungslager Auschwitz. Viele der Frauen, Männer und Kinder fielen dort den Mordaktionen und der grausamen Bedingungen zum Opfer oder wurden in anderen Konzentrationslagern ermordet.

Mit einer Projektion der Namen an die Fassade des NS-Dokumentationszentrums wird am 13.3. zwischen 18 und 21 Uhr der aus München deportierten und ermordeten Sinti und Roma gedacht.

 

Mehr Aktuelles aus München

X

CORONAVIRUS: DIE AUSWIRKUNGEN AUF MÜNCHEN

Alle Infos
Top