Orwells Fabel am Münchner Volkstheater

Animal Farm

Alle Tiere (und Menschen) sind gleich. Oder doch nicht? In ihrer Inszenierung von "Animal Farm" reflektiert Regisseurin Sapir Heller im städtischen Münchner Volkstheater über die Macht und die Frage nach Gleichheit.

Judith Buss

Wie totalitär kann Gleichheit werden?

George Orwells Fabel "Animal Farm" aus dem Jahr 1945 ist eine beißende Kritik an den Zuständen in der Sowjetunion nach der Oktoberrevolution: Die Tiere haben genug von der Ausbeutung, sie rebellieren und übernehmen den Hof vom Bauern. Das Schlachten, Stehlen und Prügeln hat ein Ende und alle Erzeugnisse werden untereinander brüderlich (und schwesterlich) geteilt. Doch allmählich reißen die klugen Schweine immer mehr Macht an sich: Mit List und Gewalt herrschen sie schließlich über die anderen Tiere.

Sapir Heller ergründet in ihrer Inszenierung die Frage, ob so etwas wie eine totalitäre Gleichheit entstehen kann. Heutzutage sind alle Menschen besonders, doch wer bestimmt, was normal ist und was passiert mit den Unangepassten?

"Animal Farm" ist eine Veranstaltung des Münchner Volkstheaters, eines Theaters der Landeshauptstadt München

Termine

Mi., 01. März 2023

19:30

Münchner Volkstheater