Der Künstler und Metabolist Jonathan Meese spricht mit Clemens Meyer über die Allmacht der Kunst und ihren „rattenscharfen Unterschied“ zur Kultur.
Er bezeichnet sich als „Ameise der Kunst“, widmet seine wüsten Installationen, Gemälde und Skulpturen seiner Mama, weil sie „von allen Realitäten die geilste ist“, und setzt auf die „totale Schönheit“ einer Scarlett Johansson: Jonathan Meese verstört, provoziert, irritiert, fasziniert. Geboren 1970 in Tokio und aufgewachsen in Ahrensburg, entdeckte er mit 22 Jahren den Künstler in sich. 22 Jahre später präsentiert er sein Werk auf der ganzen Welt.

In seinen Performances verknüpft Meese bildende Kunst mit Literatur, Video, Musik, Schauspiel; er entwarf Bühnenbilder für Leander Haußmann und Frank Castorf und wird 2016 bei den Richard-Wagner-Festspielen den „Parsifal“ inszenieren.

Die Grundlage für das Gespräch zwischen Jonathan Meese und Clemens Meyer bilden Meeses „Ausgewählte Schriften zur Diktatur der Kunst“, in der er die absolute Herrschaft der Kunst fordert. „In der Allmacht der Kunst geht es nicht um das Machtgehabe des Künstlermenschen oder um die Machtfantasien von Selbstverwirklichern und Realitätsfanatisten“, so Meese, „sondern um die antinostalgische, alternativlose Macht der Kunst, also der Sache. Kunst stellt die Machtfrage, nicht der Künstler.“

Eintritt: 12,- / 8,-
Karten unter: 089-54 81 81 81

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