Tschaikowskys Ballettklassiker erzählt das Märchen von Prinz Siegfried und der verzauberten Prinzessin Odette, die in der Gestalt eines Schwanes gefangen ist. Das Staatliche Russische Ballett Moskau ist am 11.1.2020 mit „Schwanensee“ zu Gast in der Philharmonie.

Die romantische Geschichte spielt zu sagenhafter Zeit in einem Märchenland, in einem Königsschloss und an einem nahegelegenen Waldsee. Prinzessin Odette ist während eines Spaziergangs dem bösen Zauberer Rotbart in die Hände gefallen. Er verwandelt die Königstochter und ihre Gefährtinnen in Schwäne, die von nun an nur noch zwischen Mitternacht und den frühen Morgenstunden menschliche Gestalt annehmen dürfen. Allein der ewige Treueschwur eines Mannes während dieser Zeit, der nicht mehr gebrochen werden darf, kann den Zauber noch brechen ...

Tschaikowskys Ballett „Schwanensee“ ist wohl eines der berühmtesten Ballettstücke überhaupt und gehört zum Standardrepertoire an den großen Opernhäusern. Wie viele Meisterwerke der Opern- und Ballettwelt erlebte auch „Schwanensee“ bei seiner Uraufführung 1877 am Moskauer Bolschoi-Theater einen Flop. Gründe hierfür lagen vorwiegend in den schlechten Vorbereitungen, welche sich negativ auf den Tanz und die Ausstattung auswirkten. Die Nachbearbeitungen konnten dem Werk aber auch nicht auf die Sprünge helfen. Erst die Petersburger Aufführung von 1895 unter der Choreographie von Marius Petipa und Lew Iwanow, an die sich bis heute die meisten Inszenierungen eng halten, sorgte für den entscheidenden Durchbruch.

Das Ballett hat längst Kult-Status erreicht und gilt als Inbegriff des klassischen Balletts. Aber auch aufgrund seiner zahlreichen Parodien - bei dem gerade Lew Iwanows choreographierter Tanz der vier kleinen Schwäne zitiert wird - ist das Werk auch außerhalb ballettinteressierter Kreise bekannt geworden.
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