Die Expressionisten August Macke und Franz Marc waren beste Freunde. Eine Ausstellung im Kunstbau des Lenbachhauses wirft bis zum 3.5.2015 einen Blick auf ihre gegenseitige Inspiration. Rund 200 Gemälde, Arbeiten auf Papier, kunstgewerbliche Objekte und private Dokumente sind zu sehen.

Interview mit OB Dieter Reiter zur Ausstellungseröffnung

Video: Am 26.1. eröffnete Münchens Oberbürgermeister die Ausstellung vor geladenen Gästen.

Freundschaft inspiriert beiderseitiges Werk

Franz Marc, gezeichnet von August Macke., Foto: Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie
Foto: Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie Franz Marc, gezeichnet von August Macke

Die Freundschaft zwischen Macke (1887-1914) und Marc (1880-1916) war etwas Besonderes, da sie auch das künstlerische Schaffen der beiden stark inspirierte. Gemeinsam arbeiteten sie an Farbentheorien, auch der „Blaue Reiter“ ist ebenfalls von ihrem Austausch beeinflusst. Zusammen zeichneten sie dann das Wandbild „Paradies“ in Mackes Bonner Atelier. Die Ausstellung dokumentiert, wie sich die Werke der beiden jungen Künstler unter verschiedenen Einflüssen wie Kubismus und Futurismus entwickelten. Zudem bietet die Ausstellung einen Blick auf gemeinsame Reisen und Besuche der Maler und zeigt, welch wichtige Rolle die Ehefrauen Elisabeth Macke und Maria Marc im Schaffen der beiden Freunde spielten.

Macke fällt zu Beginn des Ersten Weltkriegs

Selbstporträt von August Macke., Foto: Kunstmuseum Bonn
Foto: Kunstmuseum Bonn Selbstporträt von August Macke

Die Freundschaft wurde jäh beendet, als Macke zu Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 in der Champagne fiel. Berühmt geworden ist Marcs Nachruf, den er für Macke verfasste. Im Rahmen der Ausstellung finden auch Vorträge zu Themen wie „1913 – Das Jahr der Jahre im Leben von August Macke und Franz Marc“ von Kunsthistoriker Florian Illies (23.2.) statt. Im Georg-Knorr-Saal des Lenbachhauses wird zudem ein gut halbstündiger Film gezeigt, der Leben und die Freundschaft der beiden Künstler in bewegten Bildern darstellt.

Top