Gioacchino Rossinis Oper „La Cenerentola“ basiert auf einem der berühmtesten Grimm-Märchen überhaupt: Der Geschichte vom Aschenputtel. Das Libretto von Jacopo Ferretti spinnt daraus aber eine für das 19. Jahrhundert typische Verwechslungs- und Verkleidungskomödie, die Brigitte Fassbaender für das Gärtnerplatztheater inszeniert.

Magnificos einzige Rettung, sich und seinen verlotterten Palast zu sanieren, ist eine reiche Heirat seiner Töchter. Dabei setzt er auf Clorinda und Tisbe, die sanftmütige Angelina wird als Dienstmagd gehalten. In helle Aufregung gerät die Familie, als angekündigt wird, der Prinz werde seine Aufwartung machen, um zu einem Fest auf sein Schloss zu laden, bei dem er sich eine Frau erwählen wolle. Und tatsächlich erscheint Don Ramiro, der Prinz - verkleidet allerdings als Kammerdiener. Zwischen ihm und Angelina ist es Liebe auf den ersten Blick. Der kurz darauf eintretende Kammerdiener Dandini wird, seinerseits als Prinz verkleidet, von Magnifico und seinen älteren Töchtern umschmeichelt. Magnifico hat Angelina unter Androhung von Schlägen verboten, den Ball zu besuchen. Wie gut, dass sie Hilfe erhält von dem Philosophen Alidoro, dem sie einst ihr gutes Herz offenbarte...

Das besondere an seiner auf dem Märchen Aschenputtel basierenden Oper ist, dass Gioacchino Rossini sie im Jahre 1816 in nur 24 Tagen komponierte. Am 25. Januar 1817 fand dann die Uraufführung im Teatro Valle in Rom statt. Das Libretto stammt von Jacopo Ferretti, dem Hauspoeten des Teatro Valle, der mit diesem Werk seinen Durchbruch als Operndichter erzielte. Der Stil dieser eigenartigen Rossini-Oper ließe sich nicht in ein Korsett zwängen, so faszinierend wird hier mit verschiedensten Elementen herumgespielt und ausprobiert: Buffa, Tragödie, Parabel und Zauberspiel, alles findet hier Verwendung.

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