Wie verleiht man dem Unvorstellbaren Ausdruck? Der Künstler Adolf Frankl hat seine schrecklichen Erlebnisse während des Holocausts in Bildern verarbeitet. Das NS-Dokumentationszentrum zeigt unter dem Titel „Kunst gegen das Vergessen“ zwischen 21.7. und 25.9.2016 in einer Sonderausstellung eine Auswahl seiner Werke.

"Meine Gedanken für andere verständlich machen"

Kunstwerk von Adolf Frankl., Foto: VG-Bild-Kunst, Bonn / bildrecht.at
Foto: VG-Bild-Kunst, Bonn / bildrecht.at

Verfolgung, Gewalt und Tod – das musste der jüdische Künstler Adolf Frankl mitansehen, als er 1944 nach Auschwitz deportiert wurde. Er überlebte die Hölle und verarbeitete die traumatischen Erlebnisse später in seinen Bildern. Für ihn war es die einzige Möglichkeit „die grauenhaften Gedanken, die hinter meinen Augen toben, für andere verständlich zu machen“, wie er einmal sagte. Das Interessante an Frankls Kunst ist, dass in ihr häufig schwer zu verdauende Szenen zu sehen sind, er diese aber in ein leuchtendes Farbgewand verpackt.

Bilder, Skizzen und Gemälde in der Sonderausstellung

Foto von der Adolf Frankl Ausstellung., Foto: Jens Weber
Foto: Jens Weber

Gut nachzuvollziehen ist dieser scheinbare Widerspruch in Frankls Zyklus „Visionen aus dem Inferno“, den er bereits 1930 begonnen hat und erst 1982 beendete. Die daraus im NS-Dokuzentrum ausgestellten Gemälde, Zeichnungen und Grafiken fokussieren sich auf die Zeit des österreichischen Malers im Konzentrationslager Auschwitz.

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