Die deutschen Rockstars in der Olympiahalle

Eine der größten deutschen Rockbands aller Zeiten kommt nach München: Am 19. und 20.12.2017 frönen die Toten Hosen in der Olympiahalle "der Laune der Natour".

5 spannende Fakten über die Toten Hosen

Wusstet Ihr eigentlich, dass…

  • … die Toten Hosen ein Andreas-Problem haben? Denn tatsächlich singt bei den Düsseldorfern Andreas Frege, Andreas von Holst spielt E-Gitarre und Andreas Meurer zupft den Bass. Damit es nicht zu verwirrend wird, benannte sich Sänger Campino nach einer bekannten Bonbon-Marke, der Gitarrist hört auf den Namen Kuddel und Bassist Andi wählte den einfachsten aller Spitznamen.
  • … die Hosen auch gerne mal unter dem Namen „Die Roten Rosen“ unterwegs sind? Dieses Pseudonym kam erstmals im Jahr 1987 auf dem Album „Never Mind The Hosen – Here’s Die Roten Rosen“ zum Einsatz. Darauf befanden sich Rockversionen von deutschen Schlagern und die Hosen landeten mit der Platte prompt einen Charterfolg.
  • … die Düsseldorfer nicht nur in großen Arenen, sondern auch mal in kleinen Wohnungen spielen? Die Wohnzimmer-Konzerte der Hosen sind mittlerweile legendär. Das bekannteste dieser Konzerte fand im Jahr 1986 im Haus von Ernst Albrecht statt. Der war damals Ministerpräsident von Niedersachsen und fand es gar nicht lustig, dass sein Sohn die Punkrocker für eine kleine Jamsession eingeladen hatte.
  • … nicht der Dauerohrwurm „An Tagen wie diesen“ das meistverkaufte Lied der Toten Hosen ist? Denn ihre mit Abstand erfolgreichste Single ist „Zehn kleine Jägermeister“ aus dem Jahr 1998, das sich unfassbare 22 Wochen an der Spitze der deutschen Charts hielt.
  • … sich die Toten Hosen und ihre angeblichen Rivalen Die Ärzte im Grunde ganz gut verstehen? Zum Beispiel tritt im aktuellen Hosen-Video „Wannsee“ Rod Gonzalez auf. Zwar spielt der Ärzte-Bassist einen genervten Nachbarn, dem das Gedudel der Hosen zu schaffen macht. Aber im wahren Leben schätzt man sich - im Jahr 2000 traten die beiden Giganten in Berlin und Düsseldorf sogar zusammen auf, allerdings streng geheim und mit Decknamen: die Hosen unter dem Namen "Essen auf Rädern", die Ärzte als "Die Zu Späten".

Über 30 Jahre auf der Bühne und kein bisschen leise

Die Toten Hosen, Foto: Paul Ripke
Foto: Paul Ripke

Ist das noch Punk oder kann das weg? Dieser Frage sehen sich Die Toten Hosen seit Jahrzehnten ausgesetzt – und mittlerweile lacht die Truppe um Campino über diese Frage einfach nur. Denn die Hosen haben vielen deutschen Punkbands der ersten Stunde etwas voraus: Es gibt sie immer noch und die Düsseldorfer sind heute erfolgreicher denn je.

Das liegt nicht zuletzt an ihren energiegeladenen Liveshows: Kein Pyro-Schnickschnack, kein Choreo-Gewackel, einfach nur ehrlicher, handgemachter Rock. Und mit Campino haben die Hosen einen Frontmann, der es wie kaum ein anderer versteht, auf das Publikum einzugehen, es mitzunehmen und es regelmäßig zum Ausrasten zu bringen. Soll noch einer sagen, dass sich über 30 Jahre Bühnenerfahrung nicht auszahlen würden.

Es gibt kaum eine Band, die näher an ihren Fans dran ist als die Düsseldorfer. Das zeigt sich zum Beispiel an ihren Wohnzimmer-Konzerten, wenn die fünfköpfige Band einfach mal ein Konzert bei einem Fan zuhause gibt und dann dort auf der Couch übernachtet. Ob die Rolling Stones so etwas auch machen?

Dauergast auf Platz eins der deutschen Charts

Dadurch haben sich die Hosen über die Jahrzehnte eine riesige Fanbase aufgebaut und das schlägt sich auch in den Albumverkäufen nieder. Die letzten sechs Studio-Alben der Hosen waren allesamt auf Platz eins in den deutschen Charts, selbstverständlich ebenfalls ihr neuestes Werk „Laune der Natur“.

Man hört ihrem neuesten Werk zwar an, dass die Hosen nicht mehr die Bommerlunder-trinkenden Opelgang-Mitglieder sind, sondern mit den Jahren gereift sind. Themen wie Tod, Vergänglichkeit, das Ende der Liebe durchziehen die Texte, aber es finden sich auch die gewohnten Kracher wie etwa „Urknall“. Und bei dieser Hochgeschwindigkeits-Nummer würde sich vielleicht so mancher die Frage stellen: Das ist doch Punk, oder?

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