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Spionage, Verrat und ein Todesurteil, doch am Ende bleibt die Liebe unsterblich. Die Revolutions-Oper von Umberto Giordano stellt eine tragische Liebesgeschichte in den Mittelpunkt, die unter der Guillotine endet. Während der Opernfestspiele 2019 ist „Andrea Chénier“ wieder im Nationaltheater zu sehen.

Vereint in der Unsterblichkeit

Die Französische Revolution zeigt nach 1789 ihre Schattenseiten. Unter der Schreckensherrschaft der Jakobiner verfolgen Robbespierres Spione von der Revolution enttäuschte Bürger, die nach Schauprozessen unter der Guillotine hingerichtet werden. Auch der Dichter Andrea Chénier wird vor dem Revolutionstribunal zum Tode verurteilt. Obwohl er vor seiner Verhaftung noch fliehen könnte, bleibt er in Paris. Sein einziger Grund: die geheimnisvollen Liebesbriefes einer Frau namens Maddalena. Chénier und Maddalena finden sich, beschwören ihre Liebe und beschließen gemeinsam in den Tod zu gehen. „Unser Tod ist der Triumph der Liebe“, so lautet ihr letztes Versprechen, das sie am Ende in der Unsterblichkeit vereint.

Zur Werkgeschichte

Komponist Umberto Giordano (1867-1948) erreichte mit seiner Oper Andrea Chénier, die 1896 an der Mailänder Scala uraufgeführt wurde, den wohl größten Erfolg seiner Karriere. Das Libretto von Luigi Illica ist frei erfunden, lehnt sich aber an das Schicksal des historischen Schriftstellers Andrea Chénier, der mit 31 Jahren auf der Guillotine starb. Heute bleibt es weitgehend das einzige Werk, das von Giordano noch auf der Opernbühne gespielt wird. Die Münchner Aufführungsgeschichte ist zudem mehr als überschaubar. Nach mehreren gescheiterten Versuchen, die Oper im 20. Jahrhundert zur Aufführung zu bringen, feierte Andrea Chénier schließlich 2017 zum ersten Mal Premiere an der Bayerischen Staatsoper.

Die musikalische Leitung der Aufführungsreihe während der Münchner Opernfestspiele hat Asher Fisch. Den Titelpart singt Tenor Stefano La Colla, an seiner Seite agiert die Sopranistin Anja Harteros als Maddalena.

Die Bayerische Staatsoper

Bayerische Staatsoper, Nationaltheater, München, Foto: Wilfried Hösl
Foto: Wilfried Hösl

Künstlerisch tonangebend - wirtschaftlich erfolgreich: Mit Aufsehen erregenden Neuinszenierungen und hochkarätigen Künstlern schafft es die Bayerische Staatsoper immer wieder zu überraschen.

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