Sonderausstellung im NS-Dokumentationszentrum

Der Rechtsextremismus in Deutschland verändert sich stetig – aber er verschwindet nicht. Das zeigt die Sonderausstellung „Nie wieder. Schon wieder. Immer noch.“ im NS-Dokumentationszentrum bis 2.4.2018 auf ebenso eindringliche wie erschreckende Art und Weise.

Wie hat sich der Rechtsextremismus in Deutschland nach 1945 verändert?

Fotos aus der Ausstellung "Nie wieder. Schon wieder. Immer noch.", Foto: Florian Bengel
Foto: Florian Bengel

Die Mordserie des NSU ist nur die abstoßende Spitze des Eisbergs. Das Ende des Dritten Reichs bedeutete nämlich nicht das Ende rechtsextremen Gedankenguts in Deutschland. Im Laufe der letzten Jahrzehnte hingen Ewiggestrige in verschiedenen Formen ihren rechten Ideologien nach, gründeten völkische Parteien, veröffentlichten rassistische Schriften oder marschieren mit anderen vermeintlichen „Rettern des Abendlandes“ auf (Foto).

Sichtbarster Ausdruck dieser Gesinnung ist natürlich immer Gewalt. Der Anschlag auf das Oktoberfest 1980, die fremdenfeindlichen Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen oder eben die Morde des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ haben die Gefährlichkeit der rechten Szene immer wieder in einen grausamen Fokus gerückt.

Aber rechtsextremes Gedankengut spiegelt sich nicht nur in diesen medial stark beachteten Ereignissen wider. Es ist mittlerweile tief in die Mitte unserer Gesellschaft vorgedrungen, was sich etwa an der Verrohung der Sprache oder anderen rassistischen Tendenzen nachvollziehen lässt.

Die neue Sonderausstellung im NS-Dokumentationszentrum setzt an diesem Punkt an, indem sie eben nicht nur die weithin bekannten Ereignisse dokumentiert. Sondern eben auch rechtsextreme Umtriebe aus dem Alltag beleuchtet und zeigt, mit welchen Strategien die „neuen Nazis“ heute arbeiten und in welchen Formen sie auftreten. Ein besonderer Fokus der zahlreichen Fotos, Dokumente und Hintergrundtexte liegt hierbei auf Bayern und München.

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