Behzod Abduraimov gilt als junger wilder Nachwuchspianist und tobt sich in der russischen Klavierliteratur gerne aus. An diesem Abend stellt er sein Gespür für Beethoven unter Beweis. Im Anschluss gibt es ein sinfonisches Meisterwerk von Rachmaninow.
Seine zweite Sinfonie verfasste der russische Komponist und Klaviervirtuose in der Elbmetropole Dresden. Dort suchte er nach seiner Tätigkeit als Moskauer Kapellmeister die nötige Ruhe, um sich ganz auf seine Kompositionstätigkeit zu konzentrieren. Auf keinen Fall wollte er den Misserfolg, der ihm mit seiner ersten Sinfonie zuteil wurde, wiederholen.

Entstanden ist ein Werk voller Kontraste mit breit angelegtem sinfonischen Fluss. Möglicherweise inspiriert von Richard Strauss' "Salome"-Premiere in der Dresdner Semper-Oper, zeichnet sich die Zweite Rachmaninows durch eine reiche Orchesterfraktur aus, der Komponist äußerte sich zuvor begeistert über die "unglaubliche Instrumentierung" durch Richard Strauss.

Der Viersätzer kontrastiert sinfonische Fließbewegungen mit dynamischen Melodien, temperamentvolle Ausbrüche erfolgen u. a. im raschen Fugato des Scherzo-Satzes. Durch harmonische Übergänge werden die musikalischen Gegensätze der Sinfonie nahezu aufgehoben, sanft reguliert Rachmaninow mit der Hilfe von Lautstärke, Tempi und thematischen Motiven. Mit einem breit ausgebauten Finale schließt Rachmaninow seine zweite Sinfonie ab.
Programm

Ludwig van Beethoven
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 5 Es-Dur op. 73

Sergej Rachmaninow
Sinfonie Nr. 2 e-Moll op. 27
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