Bereits als junger Mann kam Felix Mendelssohn Bartholdy viel in der Welt herum. Mit seiner vierten Sinfonie hat er so etwas wie eine musikalische Ansichtskarte geschrieben, die das Land mit seinen temperamentvollen Einwohnern darstellt.
Die vierte Sinfonie verdankt ihrem Beinamen ("Italienische") wohl dem Umstand, dass Felix Mendelssohn Bartholdy mit der Komposition auf seiner Bildungsreise nach Italien (1830/31) begann. Als literarischer Reiseführer fungierte Goethes "Italienische Reise". Der Weg führte über Venedig, Florenz, Neapel, Pompeji, Genua und Mailand. Unter den vielfältigen Eindrücken begann er die Sinfonie zu konzipieren, die parallel zu den Ausarbeitungen seiner "Schottischen Sinfonie" entstand. Fertiggestellt wurde das Werk erst im Jahr 1833, als er wieder zurück in Berlin war. Die Uraufführung fand schließlich 1833 in London in der Philharmonic Society unter der Leitung des Komponisten statt.

Der südländische Charakter ist vor allem in den Ecksätzen deutlich spürbar. In den Mittelteilen dominiert ein spürbar "nordisches" Flair. Der Kopfsatz der Sinfonie ist durchgehend mit einem spritzigen Hauptthema versehen, das Mendelssohns eigenen Eindruck bestätigt, es handle sich um das "lustigste Stück", das er je gemacht habe. Der zweite Satz kontrastiert mit seinem kantablen d-Moll-Charakter und im dritten Satz bestimmt das Menuett die Form. Erst der vierte Satz ist wieder vom italienischen Kolorit geprägt. Dieser ist als siebenteiliges Rondo angelegt und mit "Saltarello" - der Name eines italienischen Springtanzes - überschrieben. Interessant ist vor allem, dass der letzte Satz in einer Moll-Tonart schließt - eine sinfonisch gesehen absolute Ausnahmeerscheinung also.
Programm

Felix Mendelssohn Bartholdy
"Italienische Symphonie" A-Dur, op. 90
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