Pop für Leute, die eigentlich keinen Pop mögen - wie Bradlee selbst. Also jagt er zusammen mit den Jungs und Mädels der vorzüglichen Postmodern Jukebox aktuelle Hits und zeitlose Evergreens durch den Swing-Wolf - nicht mehr wirklich originell, aber super.
Der smarte New Yorker mag eigentlich gar keine Popmusik - schon gar nicht den modernen Kram. Jedenfalls nicht den zeitgenössischen, digital glatt gebügelten Sound, an den Songs selbst allerdings ist ja oftmals durchaus was dran. Also verpackt er (einigermaßen) aktuelle Hits in feinste Vintage-Jazz/Swing/Soul-Gewänder und kommt da manchmal zu erstaunlich haarsträubenden Ergebnissen.

2012 gelang ihm mit "A Motown Tribute To Nickelback" (!) ein erster Achtungserfolg. Kurz darauf gründete er die Postmodern Jukebox, ein wahrer Durchlauferhitzer von Band, durch den schon über 40 Musiker gegangen sind. Und wer schon immer mal wissen wollte, wie Songs von Lorde, Taylor Swift oder Robin Thicke im jazzigen Swing-Feel klingen, der ist hier richtig.

Und dieses Spektakel ist nicht nur musikalisch eine Schau, denn auch die Künstler und auch das Publikum können sich buchstäblich sehen lassen. Hier verkehrt man bevorzugt im Zwirn der 20er- bis 40er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts und auch ein gewisses Grundwissen über die damaligen Gesellschaftstänze trägt hier entscheidend zum Gesamterlebnis bei. Früher war nicht alles besser, aber manches ist bis heute ziemlich dufte - und dazu zählt nun wieder der gute alte Jazz ...
X
Event-Highlights und Freizeit-Tipps

muenchen.de als Newsletter!

Mit aktuellen Event-Highlights und Freizeit-Tipps:
Die Einwilligung zum Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen
Top